Änderungsantrag zum Haushalt Nr. H-0437/2019:
Teilhaushalt: 41 Kultur
Produkt: 26101 Darstellende Kunst
Tanzförderung

Inhalt der Drucksache:

Den Antragstext finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Teilhaushalt: 41 Kultur
Produkt: 26101 Darstellende Kunst
Tanzförderung

Antrag zu beschließen:

Folgende Ansatzveränderung ab dem Haushaltsjahr 2019 vorzunehmen:

Der Aufwand in Höhe von 2.402.000 Euro
wird um 50.000 Euro
auf insgesamt 2.452.000 Euro erhöht.

Die Verwaltung wird beauftragt die bisherigen Förderungen im Bereich Tanz in einem neuen Förderbereich „Tanzförderung“ zusammenzufassen. Hierüber sollen die bisherigen Zuwendungsempfänger aus dem Bereich Tanz Landerer&Company, Tanztheater International, die Künstlerresidenz THINK BIG, der Internationale Choreographenwettbewerb und die bisherigen Projektförderungen finanziert werden, über die Vergabe entscheidet der Theaterbeirat. Zudem sollen die verschiedenen Fördermittel für Landerer&Company auf Grundlage des Jahres 2018 (Grund- und Projektfördermittel über den Theaterbeirat und institutionelle Förderung) zu einer Zuwendung zusammengefasst und analog zur Spielstättenförderung mit Landerer&Company ein Zuwendungsvertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen werden. Über die Mittelerhöhung soll die Entwicklung des Tanzstandortes Hannover dauerhaft gesichert sowie die Finanzierung der oben aufgeführten Zuwendungsempfänger und die vertragsgemäße Zahlung von Mieten in den bisherigen Proberäumen, wie beispielsweise derzeit bei Faust e.V. sichergestellt werden.

Begründung:

Die Tanzszene hat in der Landeshauptstadt in den letzten Jahren durch verschiedene Fördermaßnahmen, Investitionen und Veranstaltungen wichtige Entwicklungsimpulse erhalten, wie z.B. die Ausrichtung des Tanzkongresses der Kulturstiftung des Bundes zusammen mit dem Niedersächsischen Staatstheater, die Einführung des Formats Move Your Town, die Unterstützung und Begleitung des Aufbaus der Compagnie Landerer, u.a. auch mit der Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Tanzraums in der Faust.

Die kulturpolitisch gewünschte und erfolgreich in Gang gesetzte Entwicklung zeigt das Potential der lokalen Tanzszene in Hannover. Die Tanzförderung und nachhaltige Weiterentwicklung bedingt dringend eine notwendige und zumindest mittelfristige Planungssicherheit. Das ist aktuell so nicht gegeben. Die Förderung des Tanzes in Hannover wird derzeit sowohl über die Zuwendungen als auch über die Theaterförderung bestritten. Die deutlich positive Entwicklung der hannoverschen Tanzszene, insbesondere durch die Ansiedlung von Landerer&Company, soll den Stellenwert des Tanzes auch über die Einrichtung eines eigenständigen Förderbereichs „Tanzförderung“ im städtischen Haushalt abgebildet werden. Neben der Transparenz der Förderung sollen auch den Kostensteigerungen bei den etablierten Formaten wie Tanztheater International und dem Internationalem Choreographenwettbewerb Rechnung getragen werden, um die Weiterentwicklung des Tanzstandorts auch im Zusammenhang mit dem Kulturentwicklungsplan sicher zu stellen.

Eine Herauslösung der bisherigen Tanzmittel aus den vom Theaterbeirat empfohlenen Theatermitteln, wird als notwendig angesehen, um den aktuellen Entwicklung im Tanzbereich angemessen zu begegnen und um zur Emanzipation und Transparenz der städtischen Tanzförderung beizutragen. Dabei geht es um eine klare Abgrenzung der Fördermittel zwischen Theater und Tanz. Die Mittel sollen explizit für Tanz bzw. Theater reserviert und die hier zu beurteilenden Anträge nur innerhalb der jeweilige Sparte, aber nicht miteinander gegenseitig, konkurrierend, vergeben werden.




Christine Kastning Norbert Gast Wilfried H. Engelke
Fraktionsvorsitzende stellv, Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender