Informationsdrucksache Nr. 3168/2017:
Hannovers Städtepartnerschaften 2017 / 2018

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Hannovers Städtepartnerschaften 2017 / 2018

1. Einleitung

Städtepartnerschaften bilden das Fundament für die internationale Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Hannover. Angesichts aktueller Entwicklungen einer zunehmenden Renationalisierung in Europa gewinnen die Beziehungen mit den sieben Partnerstädten Bristol (seit 1947) in Großbritannien, Perpignan (seit 1960) und Rouen (seit 1966) in Frankreich, Blantyre (seit 1968) in Malawi, Poznañ (seit 1979) in Polen, Hiroshima (seit 1983) in Japan und Leipzig (seit 1987) derzeit wieder verstärkt an Bedeutung.

Im Jahr 2017 feierte die Landeshauptstadt Hannover das 70-jährige Jubiläum mit ihrer ältesten Partnerstadt Bristol. Ein Jahr nachdem in Großbritannien mit einem Referendum der EU-Austritt beschlossen wurde, bestätigten Hannover und Bristol den hohen Stellenwert ihrer Freundschaft und den Willen zur Fortführung ihrer Zusammenarbeit für Frieden, Demokratie und Toleranz. Mit einem Memorandum bekräftigten beide Städte ihre Überzeugung, „dass der Brexit unsere Beziehung noch intensivieren wird“.

Auch mit dem 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit der Stadt Blantyre in Malawi im Jahr 2018 sowie dem 40-jährigen Jubiläum mit der Partnerstadt Poznañ in Polen im Jahr 2019 wird die Landeshauptstadt Hannover die gemeinsame Arbeit an den ursprünglichen Zielen der jeweiligen Städtepartnerschaft – wie der Förderung von Bildung, Demokratie und Frieden, gesellschaftlicher Teilhabe, kultureller Vielfalt, nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlichen Kontakten –fortsetzen und dabei auch zu den ganz aktuellen gesellschaftspolitischen Themenstellungen beitragen. Das Jubiläum mit der Stadt Blantyre im nächsten Jahr ist Anlass, die Arbeit im Bereich der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit zu vertiefen.

Zu diesen Zwecken kooperiert die Landeshauptstadt Hannover mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kulturschaffenden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, dem Sport, der Stadtverwaltung und der Stadtpolitik und möchte allen Einwohnern und Einwohnerinnen in unserer Stadt die Möglichkeit für direkte Begegnung und Kooperation in internationalen Netzwerken und multinationalen Projekten geben.

2. Koordinationsstelle Kulturbüro

Das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover arbeitet als Koordinationsstelle der städtepartnerschaftlichen Arbeit der Landeshauptstadt Hannover, die ein dynamisches Netzwerk von Bürgerkontakten und internationalen Projekten bildet und ihr einen dauerhaften Rahmen bietet. Der Schwerpunkt der Arbeit ist die Förderung und Vernetzung von Kulturschaffenden und Kulturvermittlern.

In der Praxis bedeutet dies die Beratung zu Austauschmöglichkeiten, die Vermittlung von Kontakten in die Partnerstädte, die gemeinsame Projektarbeit mit internationalen und lokalen Partnern, die Organisation von internationalen Veranstaltungen und Begegnungen in den Bereichen Kunst und Kultur und politischem Erfahrungsaustausch (z.B. Reisen städtischer Vertreter/-innen in die Partnerstädte) sowie die finanzielle Unterstützung für Vorhaben Dritter.

Um der Bandbreite der aktuellen Themenstellungen der städtepartnerschaftlichen Arbeit gerecht zu werden (siehe 1.) arbeitet das Kulturbüro darüber hinaus projektbezogen eng mit den jeweils verantwortlichen Fachbereichen der Landeshauptstadt Hannover zusammen und ist eine wichtige Anlaufstelle für die Arbeit der in Hannover aktiven Städtepartnerschaftsvereine.

3. Ehrenamt fördern: Neue Zuschüsse für Bürgerbegegnungen mit den Partnerstädten

Ehrenamtliches Engagement in Form von Bürgerbegegnungen stellt eine unverzichtbare Säule der städtepartnerschaftlichen Zusammenarbeit dar. Die Städtepartnerschafts-Gesellschaften haben über viele Jahrzehnte die Beziehung den Partnerstädten der Landeshauptstadt Hannover auf einer direkten, freundschaftlichen Ebene gelebt und sich mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit um sie verdient gemacht.

Um dieses langjährige Engagement künftig besser zu würdigen und weiterhin zu ermöglichen, standen im Haushaltsjahr 2017 zur Förderung der Bürgerbegegnungen der Städtepartnerschafts-Gesellschaften erstmals ein eigener Haushaltsansatz von 24.000€ zur Verfügung. Der Mittelansatz wird durch das Kulturbüro, Sachgebiet Internationale Kultur (OE 41.14), verwaltet. Richtlinie zur Förderung von Gruppenreisen bis zu max. 20 Personen ist einen Zuschuss von max. 200,-€ pro Person. Die Kosten sind bei Nichtausschöpfung gegenseitig deckungsfähig.

Die neue Förderung wurde von den Städtepartnerschafts-Gesellschaften sehr gut angenommen. Alle bestehenden Städtepartnerschaftsgesellschaften, d.h. die Hannover-Bristol-Gesellschaft, die Deutsch-Japanische Gesellschaft Chadokai e.V., die Deutsch-Japanischer Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima Yukokai e.V., das Hiroshima Bündnis, der Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V. und die neu gegründete Initiative Bürgerbegegnung Hannover-Rouen, haben Mittel für Reisen in die jeweilige Partnerstadt bzw. für Begegnungen mit ihrem jeweiligen Partnerverein beantragt. Der Mittelansatz wurde vollständig ausgeschöpft.

Für die Partnerschafts-Gesellschaften, die meist seit Abschluss der Städtepartnerschaft oder noch länger bestehen, ist es oft schwer, Nachwuchs für die Vereinsarbeit zu finden. Der neue Mittelansatz wurde von den Partnerschafts-Gesellschaften daher auch genutzt, um Austauschfahrten von Schulen zu bezuschussen, die eine Partnerschaft mit einer Schule in einer Partnerstadt pflegen. Auf diese Weise wurde es den Partnerschafts-Gesellschaften ermöglicht, verstärkt jüngere Menschen anzusprechen. Bezuschusst wurde die Fahrt der IGS Kronsberg zur Fairfield Highschool in Bristol im Dezember 2017 und die Fahrt der IGS List zur Jacaranda Schule in Blantyre. Beide Fahrten wurden genutzt, um eine offizielle Schulpartnerschaft abzuschließen. Der Aufbau einer analogen strukturellen Fördermöglichkeit von Schulpartnerschaften im Bereich der Partnerstädte wäre in diesem Zusammenhang eine wichtige Ergänzung des in 2017 eingeführten Förderansatzes.

4. Internationale Vernetzung für die Kulturszene in Hannover: Städtepartnerschaften im neuen Sachgebiet Internationale Kultur

Im Jahr 2017 wurden die Städtepartnerschaften durch die Einrichtung des neuen Sachgebiets Internationale Kultur mit der Koordinationsstelle UNESCO City of Music verbunden und durch das Thema der internationalen Kulturarbeit erweitert. Durch mehr Austausch und Nähe bei der Zusammenarbeit in einem Sachgebiet können die bestehenden internationalen Kontakte besser miteinander verzahnt und Synergien genutzt werden.

Die übergeordnete Zielsetzung des Sachgebiets Internationale Kultur ist es, die Zusammenarbeit der Kultur- und Kreativszene aus Hannover mit internationalen Partnerinnen und Partnern zu erleichtern. Dazu berät, koordiniert, fördert und veranstaltet das Sachgebiet Internationale Kultur grenzüberschreitende und prozessorientierte Kooperationsprojekte und stellt dazu seine Kontakte insbesondere mit den Städtepartnerschaften und dem weltweiten UNESCO Cities of Music Netzwerk für die Kulturschaffenden aus Hannover zur Verfügung.

Mit sieben Partnerstädten, 30 weiteren UNESCO Cities of Music sowie mittlerweile 179 weiteren Städten im UNESCO Creative Cities Network verfügt die Landeshauptstadt Hannover weltweit über ein großes internationales Netzwerk. Die Zusammenarbeit mit den Partnerstädten und den internationalen UNESCO Städten wird in dem neuen Sachgebiet sinnvoll verbunden, um zusätzliche Anknüpfungspunkte für neue Kooperationen im In- und Ausland zu schaffen und die Internationalisierung der Kultur- und insbesondere der Musikszene Hannovers voran zu treiben. Beispielsweise treten beim Band Mash-Up im Vorfeld der Fête de la Musique Bands aus den Städtepartnerschaften und den UNESCO City of Music Städte miteinander in einen musikalischen Austausch.

Ein weiteres Ziel des Sachgebiets ist es, die Künstler/-innen aus der internationalen Community innerhalb Hannovers stärker zu fördern und so die Vielfältigkeit Hannovers als Kulturstadt herauszustellen. Auch hier bildet das Sachgebiet Internationale Kultur Synergien mit der städtepartnerschaftlichen Arbeit. Die Internationale Kulturarbeit verstärkt die Förderung und Zusammenarbeit mit in Hannover lebenden professionellen Künstlern und Künstlerinnen, die in mehreren Kulturen beheimatet sind, kooperiert mit interkulturellen Vereinen und unterstützt freie Initiativen.

Im Jahr 2017 veranstaltete das Sachgebiet Internationale Kultur beispielsweise zusammen mit dem Verein Can Arcadas e.V. die Deutsch-Türkischen Kulturtage mit einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung am 8. September 2017 im Kulturzentrum Pavillon und mit über 40 Veranstaltungen in der ganzen Stadt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Projekten von geflüchteten Kulturschaffenden und der Fortführung der Initiative „Welcome Artists“. Das Sachgebiet trägt gemeinsam mit dem Literaturhaus Hannover e.V. das Hannah Arendt Stipendium.

5. Stand der Zusammenarbeit mit den Partnerstädten 2017 und Ausblick 2018

Bristol - Hannovers Partnerstadt in Großbritannien

Als eine der ersten englisch-deutschen Städtepartnerschaften nach dem zweiten Weltkrieg hat die Partnerschaft zwischen Bristol und Hannover eine besondere Bedeutung für die Aussöhnung zwischen den beiden ehemaligen Kriegsgegnern. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch die Vereine Hannover-Bristol-Gesellschaft in Hannover und Bristol Hannover Council in Bristol sowie die Marktkirchengemeinde, die Goethe Schule und verschiedene Sportvereine aktiv gestaltet. Im Jahr 2017 wurde das 70-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit einem ganzjährigen Festprogramm in beiden Städten unter Beteiligung zahlreicher Partner/-innen aus der Zivilgesellschaft, der Stadtverwaltung und der Wirtschaft sowie mit gegenseitigen Besuchen der Stadtspitzen gefeiert.

Projekte 2017:


- 12. Mai 2017: Städtepartnerschaftskonferenz in Bristol: Bürgermeister Thomas Hermann und Robert Nicholls, Vorsitzender der Hannover-Bristol-Gesellschaft nahmen an der Konferenz über die Zukunft von Städtepartnerschaften in Bristol teil

- 22. Juni - 27. Juni 2017: Bürgerreise der Hannover-Bristol Gesellschaft nach Bristol

- 23. Juni 2017: Jubiläumsfeier im Bristol Zoo Gardens: Besuch offizieller Delegation aus Hannover mit Oberbürgermeister Schostok und Kulturdezernent Harald Härke

- 13. August 2017: DJ-Performance mit Shanti Celeste auf dem Fuchsbau Festival

- 18. - 20. August 2017: Jubiläumsfeier in Hannover mit Bürgermeister Marvin Rees aus Bristol (Festakt im Neuen Rathaus, Feuerwerkswettbewerb mit „Pyrotex Fireworx“, Festgottesdient Marktkirchengemeinde)

- 18. - 20. August 2017: Besuche des Bristol Hannover Councils und der Bristol Cathedral zur Jubiläumsfeier in Hannover

- 19. – 20. August 2017: Fest der Kulturen mit der Sängerin Daisy Chapmann

- 25. -26. August 2017: Bristols Cube Cinema zu Gast im Kino im Sprengel

- 8. – 13. Oktober 2017: Reise des Bachchores nach Bristol

- 18. - 20. Oktober: Three Cities Summit Bristol: Eine Delegation aus Hannover mit Bürgermeister Thomas Hermann, Gernot Hagemann (hannoverimpuls) und weiteren Wirtschaftsvertreter/-innen aus Hannover nahm an der Konferenz teil

- 3. – 17. November 2017: Foto- und Archivausstellung „70 Jahre Städtepartnerschaft Bristol – Hannover“ im Bürgersaal im Neuen Rathaus

- 10. - 11. November: Tagung „Stadt und Sport“

- 25. – 26. November: „Cary Grant Weekend“ im Kino im Künstlerhaus mit Gästen aus Bristol

- im Jahresverlauf 2017 fanden außerdem gegenseitige Besuche der Goethe Schule Hannover und der Cottham School Bristol, VFL Eintracht Hannover, Ruderverein Linden statt.


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- 5. -9. Mai 2018: Gegenbesuch der Fairfield Highschool bei der IGS Kronsberg: Projekte Shoe fashion Show in Hannover und Drachenboot-Rennen „in einem Boot für Toleranz“

- Football Match for Tolerance

- Schülerprojekt mit Politik zum Anfassen e.V.

- Austausch von Verwaltungsmitarbeiter/-innen

- Künstleraustausch mit der Künstlergruppe TURBA

- Vertreter/-in des Cities of Sanctuary Network Bristol zum CLINCH Festival


Perpignan - Hannovers Partnerstadt im Süden Frankreichs

Ein unvergessliches Rugby-Spiel, das ein Jahr vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs in Perpignan stattgefunden hat und bei dem sich die Mannschaften aus Hannover und Perpignan gegenüberstanden, begründete die Freundschaft zwischen den beiden Städten, die im Juni 1960 zur Besiegelung der Städtepartnerschaft führte. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch die Hochschule Hannover (Fakultät Fotojournalismus) und die Deutsch Französische Gesellschaft aktiv gestaltet.

Projekte 2017:


- September 2017: Austausch zwischen dem Lumix-Fotofestival für jungen Fotojournalismus Hannover und dem Internationalen Festival für Fotojournalismus „Visa pour l‘image“ durch Student/-innen der HsH, Fakultät 3

Planung 2018 (soweit schon bekannt):

- Fortsetzung Sportaustausch zwischen Hannover und Perpignan

- Fortsetzung des Austauschs zwischen dem Lumix-Fotofestival für jungen Fotojournalismus Hannover und dem Internationalen Festival für Fotojournalismus „Visa pour l‘image“

- Fortsetzung Schulaustausch der St. Ursula Schule mit dem Lycée Aristide Maillol Perpignan


Rouen - Hannovers Partnerstadt im Nordwesten Frankreichs

Die Städtepartnerschaft mit Rouen wurde im Jahr 1966 abgeschlossen, da im Umkreis von Hannover und Rouen bereits zahlreiche Gemeindepartnerschaften entstanden waren. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch das Haus der Jugend, den Seniorenaustausch, das MusikZentrum, die Anténne Metropole, verschiedene Sportvereine und die Deutsch Französische Gesellschaft aktiv gestaltet.

Projekte 2017:


- 3. März 2017: Konzert des Dt.-franz. Kammerorchesters in der Christuskirche durch die Nordstadtkonzerte e.V.

- März 2017: Planspiel Pimp your town zur Kommunalpolitik, Gegenbesuch der Gruppe aus Rouen in Hannover durch den Verein „Politik zum Anfassen e.V.“

- 1.-8. Juli 2017: Reise der Initiative Bürgerbegegnung Hannover - Rouen in die Partnerstadt

- 6. Juli: Band Emmerson Prime aus Hannover bei den Terasse du Jeudi

- Juli 2017: Projekt Blaue Zone im Pavillon, Fragen und Bilder zum Thema Altern, Zeitgenössischer Tanz in Alteneinrichtung mit Einladung von Künstlerinnen aus Rouen

- Mai und Juli 2017 – in Rouen und Hannover: Ausstellung „Voyage, Voyage – Reise, Reise“

- September 2017: Collective La Cachette aus Rouen bei der IHME VISION


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- 21. Juni 2017: Hannover lädt eine junge Band aus Rouen zur Fête de la Musique auf die Bühne der Städtepartnerschaften am Kröpcke ein (Kooperation mit MusikZentrum und Anténne Metropole)

- Herbst 2018: Künstler/-in aus Rouen zur Ausstellung „Florale“ in den Edelhöfen Ricklingen

- Sommer 2018: Dj Dyvad Intilla aus Rouen nach Hannover


Blantyre - Hannovers Partnerstadt in Malawi

Die Freundschaft zwischen Hannover und Blantyre begann, als eine Delegation junger Malawier auf einer Informationsreise durch Deutschland auch Hannover besuchte. Auf Anregung der Ratsherrin Dr. Lore Henkel wurde die Städtepartnerschaft im Jahr 1968 abgeschlossen. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch den Freundschaftskreis Malawi und Städtepartnerschaft Blantyre sowie durch das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der LHH und das MusikZentrum aktiv gestaltet. Aktuell wird schwerpunktmäßig die Kooperation mit dem neu gegründeten Jacaranda Kulturzentrum in Blantyre aufgebaut, zu dessen Unterstützung ein Container mit Soundequipment nach Blantyre verschifft wurde. Darüber hinaus wird das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft in 2018 vorbereitet.

Projekte 2017


- Mietkostenzuschuss für das Jacaranda Culture Center

- 11. – 23. Juni: erste Schulpartnerschaft zwischen Hannover und Blantyre. Eine sechsköpfige Delegation der Jacaranda Schule besucht die IGS List, um eine Schulpartnerschaft ins Leben zu rufen.

- Juli 2017: Verschiffung einer PA-Anlage und Sound Equipment (Spende des MusikZentrums und Pavillon Hannover) zum Aufbau des Jacaranda Kulturzentrums Blantyre. Zwei Azubis des MusikZentrums und des Pavillons nahmen den Container im Oktober in Blantyre in Empfang und blieben für eine technische Einarbeitung drei Monate beim Jacaranda Kulturzentrum.

- 14. - 25. August 2017: Besuch des Journalisten und Fotografen Sam Banda in Hannover zur Vorbereitung einer Fotoausstellung im Jubiläumsjahr

- 22. September – 9. Oktober 2017: Schulaustausch der IGS List mit der Jacaranda Schule für Waisenkinder in Limbe/Blantyre

- 4. - 6. Oktober 2017: Künstleraustausch zum Blantyre Arts Festival: Das Musikduo Arne & Masha live haben beim Blantyre Arts Festival und im Jacaranda Culture Center gespielt.

- 23. – 26. Oktober 2017: Besuch einer Delegation mit Bürgermeister Wild Ndipo aus Blantyre. Zur Vorbereitung des 50jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft im Jahr 2018 besuchte eine dreiköpfige Delegation aus Blantyre Hannover und informierte sich zu Themen wie Feuerwehr, Müllmanagement, Bildung und Kultur in Hannover.


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- 21. und 23. Juni 2018: eine Band aus Blantyre spielt bei der Fete de la Musique auf der Städtepartnerschaftsbühne und bei einem Konzert im Kulturzentrum Pavillon

- 18. – 22. Juni 2018: Jugendtheaterfestival des Jungen Schauspiels Jugend spielt für Jugend „40 ways to make the world a better place“, Theaterstück einer Schülertheatergruppe aus Blantyre

- 23. Juni 2018: Festakt im Neuen Rathaus

- 24. Juni 2018: Gottesdienst in der Marktkirche mit Bischof Bvumbve aus Malawi und anschließender Ausstellungseröffnung zum Thema Bildung von der Ev.-luth. Missionswerk und Sam Banda

- Klecks Kindertheater: Theaterstück mit Theatergruppe aus Blantyre

- 2. – 9. Oktober 2018: Delegation mit Oberbürgermeister Schostok nach Blantyre

- 5. – 7. Oktober 2018: Blantyre Arts Festival: hannoversche Band Makatumbe fährt zum BAF

- November 2018: Festivalgründer Tresor Nzengu Mpauni zum CLINCH Festival im Kulturzentrum Pavillon


Poznañ - Hannovers Partnerstadt in Polen

Ihren offiziellen Beginn hat die Städtepartnerschaft am 29. Oktober 1979. Der Abschluss der Städtepartnerschaft ist bestimmt durch das Streben nach Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene und dem Wunsch nach Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Fast zeitgleich zur Gründung der Städtepartnerschaft wird in Hannover die Deutsch-Polnische Gesellschaft e. V. gegründet. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch das Büro für internationale Angelegenheiten im Geschäftsbereich Oberbürgermeister, den Polonia e.V., das Fuchsbaufestival und die Kunsthalle Faust aktiv gestaltet. Im Jahr 2017 besuchte eine 16-köpfige Delegation der Stadtverwaltung Poznañ die Landeshauptstadt Hannover, um sich über Projekte zum Thema Bürgerbeteiligung zu informieren.

Projekte 2017


- 2. - 9. Mai 2017: Meet up in Hannover, Internationale Jugendbegegnung "Erinnerung in Bewegung" Workshops zum Thema Nationalsozialismus und Erinnerungskultur

- 3. – 5. Juni 2017: HipHop Tänzer/-innen aus Poznañ zu Gast im Haus der Jugend

- 21. Juni 2017: Hannover lädt eine junge Band aus Poznañ zur Fête de la Musique auf die Bühne der Städtepartnerschaften am Kröpcke ein (Kooperation mit MusikZentrum)

- 22. - 24. September 2017: Brazzo Brazzone beim Old Jazz Festival in Poznañ

- Oktober 2017: Konzert der Band RusT aus Poznañ in Hannover

- 27. - 29. November 2017: Delegationsbesuch aus Poznañ: 16 Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung Poznañ zum Informationsaustausch zum Thema Bürgerbeteiligung

- 8. Dezember 2017: Konzert der Dixie Company auf Einladung des Jazzclubs


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- 21. Juni 2018: Band aus Poznañ zur Fête de la Musique auf die Bühne der Städtepartnerschaften am Kröpcke

- Juni 2018: Einladung einer Schülertheatergruppe vom Da Vinci Gymnasium Poznañ zum Schülertheaterfestival „40 ways to make the world a better place“ in Hannover

- Juni 2018: Einladung des Mädchenchors Poznañ zu den Chortagen Hannover

- Reise der Volkstanzgruppe Polonia e.V. aus Hannover nach Poznañ

- 11. November 2018: Konzert zu 100 Jahren Unabhängigkeit des Staates Polen in der Neustädter Hof- und Stadtkirche


Hiroshima - Hannovers Partnerstadt in Japan

1983 haben die Städte Hiroshima und Hannover ihre freundschaftlichen Verbindungen mit einem Städtepartnerschaftsabkommen besiegelt. Seitdem wurden die Beziehungen durch Kulturaustausch, Jugendaustausch, Friedensarbeit und viele Besuche beständig weiter gefördert. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch den Deutsch-Japanischen Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e.V., das Hiroshima-Bündnis und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Chado-kai e.V. aktiv gestaltet. Im Jahr 2017 standen der Besuch von der Feier des Kirschblütenfests, das Begehen des Hiroshima Gedenktags am 6. August sowie der Musikaustausch im Mittelpunkt. Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Bonn besuchte Bürgermeister Kazumi Matsui Hannover und informierte sich über Klimaschutzprojekte in der Landeshauptstadt.

Projekte 2017


- 23. April 2017: Kirschblütenfest im Hiroshima Hain

- 16. Juli: Deutsch-Japanisches Sommerfest

- Juli 2017: Vortragsreise zur Friedensarbeit des Hiroshima Bündnis

- 6. August 2017: Hiroshima Gedenktag

- 25. August 2017: Konzert „Sternenlose Nacht“ des Chors und Orchesters der Elizabeth University of Music Hiroshima in der Neustädter Stadt- und Hofkirche

- 8. – 9. September 201: IHME VISION, Präsentation des Kunstprojekts von Azusa Sumioka

- 14. September -15. Oktober 2017: Studienreise „Der japanische Teeweg“ von Mitgliedern des dt.-jap. Freundschaftskreises

- 30. September – 14. Oktober 2017: Reise der DJG nach Japan

- 4. – 15. Oktober 2017: Konzertreise des Mädchenchor Hannover nach Japan

- 10. – 11. November 2017: Besuch von Bürgermeister Kazumi Matsui anlässlich der UN Klimakonferenz in Bonn

- 12. -16. Dezember 2017: Schulaustausch zwischen der Funairi High School Hiroshima und der Wilhelm-Raabe Schule Hannover


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- 1. – 5. April 2018: Besuch der Hiroshima Youth Association (organisiert durch Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e.V.)

- 22. April 2018: Kirschblütenfest im Hiroshima Hain

- Juli 2018: Deutsch-Japanisches Sommerfest

- 6. August 2018: Hiroshima Gedenktag

- Mai 2018: Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerschaft der Hochschule Hannover mit der Universität Hiroshima in Hannover

- Künstler/-in aus Hiroshima zur Ausstellung „Florale“ in den Edelhöfen Ricklingen


Leipzig - Hannovers Partnerstadt in Sachsen

Im November 1987 hat die Landeshauptstadt Hannover mit der bedeutendsten Messestadt der damaligen DDR eine Städtepartnerschaft geschlossen, die nach dem Fall der Mauer zur Basis lebhafter Bürgerkontakte wurde. Im Bereich Kunst, Kultur und mittels Bürgerbegegnungen entwickelten sich dauerhaft enge Beziehungen. Im Juni 1990 wurde der ehemalige Oberstadtdirektor von Hannover, Dr. Lehmann-Grube, zu Leipzigs Oberbürgermeister gewählt. Neben der Arbeit des Kulturbüros wird die Städtepartnerschaft insbesondere durch das Netzwerk Hannover kreHtiv und der Musikszene aktiv gestaltet. Im Jahr 2017 stand der Austausch von Multimedia-Kunst im Rahmen des Projekts Simulacri II im Fokus.

Projekte 2017


- 21. Juni 2017: Band aus Leipzig auf der Fête de la Musique bei der Bühne der Städtepartnerschaften am Kröpcke ein (Kooperation mit MusikZentrum)

- April 2017: Konzert des Akademischen Orchesters Leipzig mit Sänger/-innen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Gewandhaus zu Leipzig

- Mai/ September 2017: Simulacri II: Multimediaprojekt mit der Kunsthalle Faust aus Hannover und der Galerie bipolar in Leipzig

- Oktober 2017: kommunaler Erfahrungsaustausch: Stadt Leipzig, Besuch Frau Dr. Marusch-Krohn in Hannover


Planung 2018 (soweit schon bekannt)

- Gegenbesuch von Kreatives Leipzig e.V. bei Hannover kreHtiv in Hannover

- Künstler/-in aus Leipzig zur Ausstellung „Florale“ in den Edelhöfen Ricklingen

- 9. Oktober 2018: Kommunaler Erfahrungsaustausch zum Lichtfest, 29 Jahre friedliche Revolution in Leipzig

- Kooperation A-Capella Festival in Leipzig und A-Capella Woche in Hannover

- weitere Verbindungen mit UNESCO City of Music Städten (u.a. Bologna = Partnerstadt von Leipzig) z.B. für die Fête de la Musique wird geprüft

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Mit der städtepartnerschaftlichen Arbeit ist keine gruppenbezogene Bevorzugung oder Benachteiligung verbunden.

Kostentabelle

Sachausgaben:94.000€ Produkt 28102

Sachausgaben: 24.000€ Produkt 28102

41.1 
Hannover / Dec 27, 2017