Drucksache Nr. 1771/2004:
Neugestaltung des Stadtplatzes Eingangsplatz Zooviertel

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Mitte
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Verwaltungsausschuss
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1771/2004
1
 

Neugestaltung des Stadtplatzes Eingangsplatz Zooviertel

Antrag,

der Neugestaltung des Stadtplatzes Eingangsplatz Zooviertel wie in Anlage 1 dargestellt, zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Im Rahmen des Stadtplatzprogramms wurden genderspezifische Aspekte bei der Beteiligung der Bürger und der verwaltungsinternen Abstimmung beachtet. Dies gilt in besonderem Maße für die Übersichtlichkeit des Platzes, die Wegeführung und die Beleuchtung.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
Investitionenin €bei der Hsh-Stelle
(im Budget Nr.)/
Wipl-Position
Verwaltungs-
haushalt;
auchInvestitions-
folgekosten
in € p.a.bei der Hsh-Stelle
(im Budget Nr.)/
Wipl-Position
EinnahmenEinnahmen
Finanzierungsanteile von Dritten€0.00Betriebseinnahmen€0.00
sonstige Einnahmen€0.00Finanzeinnahmen von Dritten€0.00
Einnahmen insgesamt€0.00 Einnahmen insgesamt€0.00 
AusgabenAusgaben
Erwerbsaufwand€0.00Personalausgaben€0.00
Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung€270,000.0020.950000.7-213Sachausgaben€0.00
Einrichtungsaufwand€0.00Zuwendungen€0.00
Investitionszuschuss an Dritte€0.00Kalkulatorische Kosten€21,600.00
Ausgaben insgesamt€270,000.00 Ausgaben insgesamt€21,600.00 
Finanzierungssaldo(€270,000.00) Überschuss / Zuschuss(€21,600.00) 
Vermögenshaushalt
Haushaltsstelle 2.6300.950000.7-213 135.000,-€ Jahr 2004
135.000,-€ Jahr 2005
Bezeichnung Stadtplätze


Die Gesamtbaukosten betragen ca. 270.000,- € und werden aus den Mitteln des Stadtplatzprogramms finanziert. Die Kosten für den Ausbau der Gleise im Platzbereich und die Wiederherstellung der Flächen werden durch die Infrastrukturgesellschaft getragen. Die Kosten für diese Maßnahme betragen ca. 13.000,- € und sind nicht in den o.g. Kosten enthalten.

Begründung des Antrages

1. Ausgangslage

1999 wurde das Programm “ Hannover schafft Platz” für die Landeshauptstadt Hannover ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms wurden alle Plätze bewertet und in Kategorien eingestuft. Der Eingangsplatz Zooviertel wurde aufgrund der Arbeitsergebnisse des Verkehrsforums Zooviertel und des politischen Beschlusses des Bezirksrates Mitte vom 28.8.2003 als Nachrückprojekt in die Projektplanung 2004/2005 des Stadtplatzprogrammes aufgenommen.

Der Eingangsplatz Zooviertel stellt in seiner städtebaulichen und verkehrlichen Lage den Eingangsbereich von der Innenstadt in das Zooviertel dar. Im Rahmen des Verkehrsforums wurden Maßnahmen erarbeitet, die u.a. die Sperrung der Zufahrt zum Zooviertel am Emmichplatz beinhalteten. Die dadurch veränderte Verkehrssituation im Bereich des Knotenpunktes Schiffgraben/Scharnhorststraße/Kirchwender Straße/Hindenburgstraße am Emmichplatz ermöglicht unter Berücksichtigung der angrenzenden öffentlichen Verkehrsflächen und der umliegenden historischen Gebäude eine Platzgestaltung, die Aufenthaltsqualität schafft, gestalterisch die städtebauliche Situation sowie die Geh- und Radwegebeziehungen in diesem Bereich verbessert.

Der Projektverlauf “Königstraße” ermöglicht unter Berücksichtigung der Zeitpläne für den 1. und 2. Bauabschnitt der Königstraße die Realisierung der Umgestaltung des Eingangsbereiches Zooviertel Ende 2004 / Anfang 2005.

Für die Umgestaltung des Eingangsplatzes Zooviertel hat die Verwaltung einen Entwurf erarbeitet, der die Neustrukturierung der vorhandenen Verkehrsflächen sowie die gestalterische Aufwertung von vorhandenen und die Schaffung von neuen Aufenthaltsbereichen beinhaltet. Die Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger und Radfahrer wird dabei unter Berücksichtigung des ÖPNV im Knoten Hindenburgstraße/Scharnhorststraße und im Einmündungsbereich Emmichplatz verbessert .
Am 3.5.2004 hat die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung eine Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Eingangsplatzes Zooviertel durchgeführt, bei der die Planung vorgestellt und diskutiert wurde. Hauptdiskussionspunkte waren die Verkehrsführung für Radfahrer und Fußgänger sowie die Gestaltung und die zukünftige Nutzung der vorhandenen und neu entstandenen Flächen.

Der vorgestellte Entwurf wurde unter Berücksichtigung der vorgetragenen Anregungen und Bedenken von der Verwaltung überarbeitet.

In der beigefügten Anlage ist der überarbeitete Entwurf dargestellt.


2. Beschreibung des Vorhabens

Im Rahmen der geplanten Umgestaltung des Eingangsplatzes Zooviertel bleibt die vorhandene Verkehrsführung für den Individualverkehr erhalten. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) aus der Hindenburgstraße Richtung Innenstadt wird über eine Busfurt über den Platz geführt. Die Straßenführung der Scharnhorst-, Seelhorst-, und Hindenburgstraße wird verbessert. Die Kirchwender Straße wird verkehrsberuhigt über den neuen Platz geführt.

Eine Verbesserung der Querbarkeit für Fußgänger und Radfahrer wird im Eingangsbereich Zooviertel durch eine klare verkehrssichere Wegeführung gewährleistet.

Im Bereich der Kirchwender Straße entstehen durch die veränderte Linienführung, beidseitig an die Fahrbahn angrenzend, Gehwegflächen, die den vorhandenen Gehwegbereichen zugeordnet werden.

Dadurch wird ein Platzcharakter geschaffen, der eine Außengastronomie beidseitig der Hindenburgstraße ermöglicht und zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Platzbereich führt.

Die Flächen im Platzbereich, beidseitig der Hindenburgstraße, erhalten einen Belag aus einer Betonsteinplatte mit hellem Natursteinvorsatz (40/40cm) mit einer kugelgestrahlten Oberfläche. Die Ränder an den Gebäudekanten werden mit einem Kleinpflasterstreifen befestigt mit dem die unregelmäßigen Gebäudekanten ausgeglichen werden.

Zwischen Schiffgraben und Kirchwender Straße entsteht ein “Platz”, an dessen Rändern Sitzmauern mit Holzauflagen angeordnet werden. Die innere Platzfläche erhält einen Belag aus gelben Granitkleinpflaster, das in Schuppenbögen verlegt wird.

Die Fahrbahnflächen der Kirchwender Straße und der Busfurt erhalten im Platzbereich, in Anlehnung an die angrenzenden Platzflächen, einen Belag aus Betonsteinplatten mit hellem Natursteinvorsatz (20/20cm). Die Befestigung der Fahrbahnfläche erfolgt in der Kirchwender Straße weitestgehend höhengleich mit dem Platz und wird mit Rampen an die vorhandene Fahrbahn angeschlossen. Die Fahrbahnflächen der Hindenburgstraße und der Scharnhorststraße behalten ihre bituminöse Befestigung.

Im Platzbereich werden Fahrradbügel angeordnet. Die Platzfläche wird, wo es notwendig ist, mit Pollern gegen illegales Befahren und Beparken gesichert. Die Anzahl der Poller soll auf ein Minimum beschränkt werden. Um heraus zu finden, ob und in welchen Bereichen überhaupt Poller erforderlich sind, werden im Rahmen der Baumaßnahme zunächst keine Poller aufgestellt sondern es wird beobachtet, welche Bereiche sich als kritisch herausstellen. Nur hier werden dann Poller vorgesehen. Die vorhandene Litfasssäule wird versetzt, um die Sichtbeziehungen zwischen Fußgängern und Radfahrern sowie Autofahrern zu verbessern und so die Querbarkeit der Hindenburgstraße zu erleichtern. Die Haltestelle auf der Nordseite der Hindenburgstraße wird mit einem Wetterschutzhäuschen ausgestattet. Dem Wunsch der Bürger nach Witterungsschutz an beiden Haltestellen kann leider nicht entsprochen werden, da dafür der vorhandene Platz auf der Südseite der Hindenburgstraße nicht ausreicht.

Auf den Platzflächen werden 9 Pilzleuchten (Lichtpunkthöhe 4m) als Gehwegbeleuchtung und 1 Hellux - Raute “Salino” (Lichtpunkthöhe 10m) als Fahrbahnbeleuchtung angeordnet.


3. Kosten / Finanzierung

Die Kosten für die gesamte Umbaumaßnahme betragen ca. 270.000,-€.
Die Finanzierung erfolgt aus der Haushaltsstelle 2.6300.950000.7-213 (Stadtplätze).


4. UVP

Durch den Umbau des Platzes wird die städtebauliche Qualität des gesamten Bereiches gesteigert.


5. Bauzeit / Bauablauf

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2004 begonnen und Anfang 2005 abgeschlossen sein.
 66.41
Hannover / Aug 31, 2004