Antrag Nr. 15-0815/2019:
Ausgestaltung der Straßenbahnhaltestellen auf der Limmerstraße

Inhalt der Drucksache:

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Ausgestaltung der Straßenbahnhaltestellen auf der Limmerstraße

Antrag


Der Bezirksrat möge beschließen:

Im Vorfeld der Planung der Straßenbahnhaltestellen auf der Limmerstraße wird die Verwaltung aufgefordert, sich im Einvernehmen mit der Region Hannover um eine städtebaulich verträgliche Lösung bei der Ausgestaltung der Haltestellen und des Umfelds zu bemühen.

Dabei sind zumindest drei Varianten in die Planung einzubeziehen:


1.) Halbierung der Haltestellenbreite durch eingleisige Verkehrsführung im Haltestellenbereich.

2.) Halbierung der Haltestellenhöhe durch Absenkung der Schienen im Haltestellenbereich um 30 bis 40 cm.

3.) Ästhetische und funktionale Verbesserung der Haltestellen im Rahmen eines Kreativwettbewerbs.

Begründung


Die für die Errichtung von Hochbahnsteigen zuständige Region Hannover bzw. das ausführende Unternehmen infra haben die Planung für die Hochbahnsteige auf der Limmerstraße wiederholt um Jahre gestreckt. Derzeit ist die Fertigstellung für frühestens 2022 vorgesehen (vgl. HAZ v. 22.2.2019). Bis dahin ist genug Zeit, städtebaulich bessere Lösungen als die derzeitige zu erarbeiten. In Neuss wird beispielsweise an der engen Stelle vor dem Rathaus an der Haltestelle Markt auf eine eingleisige Verkehrsführung reduziert (Schema siehe nachstehende Abbildung).

Neben der Breitenreduzierung kann auch in der Höhe die Wuchtigkeit des Bauwerks reduziert werden. In Stuttgart in der Bahnhofsstraße beispielsweise wird das Gleisbett abgesenkt, so dass der Hochbahnsteig nicht so hoch im Straßenraum steht und die Rampen um die Hälfte verkürzt werden können (siehe Foto). Kürzere Rampen mit geringerem Gefälle wären der Barrierefreiheit sehr zuträglich. Kurze Rampenlängen ermöglichen zudem beidseitig Rampen an den Bahnsteigen. Die derzeitige Planung der infra sieht am Nordende des Bahnsteigs Leinaustraße bislang eine Treppe vor.

Bereits in den 1990er Jahren gab es ein städtisches Kunstprojekt zur besonderen Gestaltung von Haltestellen unter der Maßgabe, Kunst als außergewöhnlichen Teil einer gewöhnlichen Dienstleistung zu schaffen. Mit einem erneuten Kreativwettbewerb lassen sich Ideen erarbeiten, die der städtebaulichen Situation der Limmerstraße angemessen sind.