Drucksache Nr. 15-0263/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Optimierung von Ampelschaltungen
Sitzung des Stadtbezirksrates Vahrenwald-List am 11.02.2019
TOP 9.1.1.

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Vahrenwald-List (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
Antwort
15-0263/2019 F1
0
 

Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Optimierung von Ampelschaltungen
Sitzung des Stadtbezirksrates Vahrenwald-List am 11.02.2019
TOP 9.1.1.

Anfrage der SPD-Fraktion

Durch eine nur ungenügend zeitlich abgestimmte Ampelschaltung auf der Ferdinand-Wallbrecht-Straße zwischen Linsingstraße und Niedersachsenring, sowie am Lister Kirchweg zwischen Ackerstraße und Bothfelder Straße entstehen nicht ausschließlich, aber insbesondere zu verkehrsreichen Zeiten sehr lange PKW – Rückstaus. Nur zwei bis drei PKWs können in Grün-Phasen den Übergang passieren. Der Rückstau führt bei den Fahrerinnen und Fahrern der PKWs zu entsprechendem Unverständnis sowie natürlich zu Emmissions-Belastungen, die vermeidbar wären.
Eine Optimierung der Ampelschaltungen, die allen Verkehrsteilnehmern annähernd gerecht wird, wäre aus Sicht der SPD – Fraktion wünschenswert.

Wir fragen daher die Verwaltung:
1.Sind der Verwaltung die beschriebenen Probleme , die durch die bisherige Schaltung der Lichtanlagen entstehen, bekannt ?
2. Welche Maßnahmen wird die Verwaltung einleiten, um die beschriebenen Probleme zu beseitigen?
3. Falls der Verwaltung die beschriebene Problematik bisher unbekannt ist, stellt sich die Frage, ob die Verwaltung den Sachstand beobachten wird und wann die eigenen Erkenntnisse dem Bezirksrat übermittelt werden.

Antwort der Verwaltung

Zu Frage 1.) Der Verwaltung ist bekannt, dass entlang beider genannter Strecken eine hohe Verkehrsbelastung besteht. Entlang beider Strecken gibt es Fußgängerschutzanlagen. Die Freigabe des Fußgängerverkehrs nach Anforderung erfolgt unter Berücksichtigung der folgenden Sachverhalte:
- Das Freigabesignal für den Kraftfahrzeugverkehr muss für eine Mindestzeit von in der Regel 10 s geschaltet sein. In dieser Zeit können ca. 5 Fahrzeuge abfließen.




- Zusätzlich findet eine Bemessung des Kraftfahrzeugverkehrs statt. Nähert sich z. B. ein Fahrzeugpulk, bei dem der Abstand zwischen den Fahrzeugen eine definierte Zeitlücke unterschreitet, wird die Freigabe für den Kraftfahrzeugverkehr gehalten um damit keine zusätzlichen Halte herbeizuführen.
- An den meisten Fußgängerschutzanlagen ist der Kraftfahrzeugverkehr zudem in eine Koordinierung eingebunden. Dies begründet sich aus den hohen Verkehrsstärken des Kraftfahrzeugverkehrs entlang dieser Strecken und aus den hohen Feinstaubbelastungen, die durch eine erhöhte Anzahl von Halten des Kraftfahrzeugverkehrs noch verstärkt würden.
- Nach einer maximalen Wartezeit der Fußgänger von 30 s wird die Freigabe des Kraftfahrzeugverkehrs abgebrochen und die Freigabe des Fußgängers eingeleitet.

An der Lichtsignalanlage Niedersachsenring / Linsingenstraße ist die Detektion des Kraftfahrzeugverkehrs defekt. Aus diesem Grund erfolgt die Freigabe der Fußgänger sehr schnell.

Entlang des Lister Kirchwegs sind keine Besonderheiten bekannt.

Zu Frage 2.) Die Verwaltung hat die zuständige Signalbaufirma mit der Instandsetzung der Detektion entlang des Niedersachsenrings beauftragt.

Zu Frage 3.) Beide Streckenzüge schließen in der Nähe an eine übergeordnete Straße an. Aus dieser Situation ergeben sich die genannten Rückstauerscheinungen. Eine Grüne Welle unter Berücksichtigung dieser Überlastungserscheinungen ist aufgrund der langsamen Anfahrbewegungen der Fahrzeuge nicht planbar. Eine längere Wartezeit der Fußgänger ist ebenfalls nicht gewünscht, so dass sich hier kein Handlungsspielraum ergibt.