Drucksache Nr. 1387/2019:
Kommunales Budget für die Kulturhauptstadt Bewerbung 2025

Inhalt der Drucksache:

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1387/2019
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Kommunales Budget für die Kulturhauptstadt Bewerbung 2025

Antrag,

die nachstehenden finanziellen Rahmenbedingungen für die Bewerbung der Landeshauptstadt Hannover als Kulturhauptstadt 2025 zu beschließen:

1. Operatives Budget
Das operative Gesamtbudget wird in Höhe von 80 Mio. € geplant. Der städtische Anteil daran beträgt 18 Mio. €. Zusätzliche Drittmittel durch erhöhte Sponsoringleistungen, Spenden oder Zuwendungen erhöhen das Budget im gleichen Umfang. Reduzierungen bei anderen Ertragsquellen führen nicht zu einer Erhöhung des städtischen Anteils.

Das operative Gesamtbudget für die Jahre 2021 bis 2026, d.h. die Vorbereitungsphase, das Veranstaltungsjahr 2025 und die Abwicklung in 2026 beträgt insgesamt 80 Mio. €, der städtische Anteil daran 18 Mio. €. Für die Bewerbungsphase von 2018 - 2020 wurden bereits weitere 2 Mio. € städtische Mittel zur Verfügung gestellt.

Wie sich die städtischen Mittel auf die einzelnen Jahre verteilen, wird erst im Rahmen der Erarbeitung des Programms konkretisiert. In den jeweiligen Haushaltsplänen werden die dann bekannten Zuordnungen vorgenommen.

2. Kommunales Kulturbudget
Über den genannten städtischen Anteil für die Kulturhauptstadt hinaus, wird für das kommunale Kulturbudget von OE 41 ab 2021 bis ins Jahr 2026 eine jährliche Steigerung um 1,5 % vorgesehen. Die Maßnahmen des Kulturentwicklungsplans (KEP) werden innerhalb dieses Budgetrahmens abgebildet.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Von der Maßnahme können alle Geschlechtsidentitäten profitieren. Deshalb sind Gender-Aspekte bei der Entscheidung berücksichtigt.

Kostentabelle

Es entstehen finanziellen Auswirkungen in Höhe von 18 Mio. €.

Begründung des Antrages

Mit der Drucksache 0439/2018 hat die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Hannover die Verwaltung beauftragt, eine Bewerbung um den „Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ zu erarbeiten. Die Bewerbung hat den Arbeitstitel Nachbarschaft geschärft und bewirbt sich unter dem Motto „HIER JETZT ALLE für Europa“, als starke Stadt, die Europa stärkt. Gewinnt Hannover den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“, muss das Veranstaltungsjahr eindrucksvoll bespielt werden, um Hannover eine internationale Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ziel ist es, nachdem Hannover extern zunächst vorrangig als Messestadt wahrgenommen wurde und dann über die EXPO 2000 eine internationale Aufmerksamkeit erfahren hat, jetzt den Wandel zur europäischen Kulturmetropole zu vollziehen. Ein solcher Imagewandel wäre langfristig ein Standortvorteil. Darüber hinaus geht es aber nicht nur um die Programmierung und Durchführung des Titeljahrs 2025, sondern um die Erarbeitung eines Kulturentwicklungsplans, um die Kulturpolitik der Stadt langfristig neu auszurichten. Diese beiden Prozesse gehen Hand in Hand und befruchten sich gegenseitig.

Operatives Budget


Das operative Budget von 80 Mio. € umfasst die Kosten von 2021 - 2026. Es untergliedert sich in 50 Mio. € Programmkosten (ca. 500 Veranstaltungen und ca. 6 Großprojekte) und 30 Mio. € Overhead Kosten (Personalkosten, Werbung und Marketing, Verwaltung und Beteiligung). Das operative Budget setzt sich überwiegend aus öffentlichen Geldern (EU, Bund, Land, Region, Kommune) zusammen. Dabei wird eine Drittelung der Anteile vom Bund, Land Niedersachsen und der Stadt Hannover in ungefähr gleicher Höhe angestrebt. Die erwarteten Sponsoring Gelder der Wirtschaft sollen sich etwa auf 10 Mio. € belaufen. Die restliche Finanzierung setzt sich aus Drittmitteln der EU, aus Spenden und Fördergeldern von Stiftungen zusammen. Die Landeshauptstadt Hannover führt dazu aktuell Gespräche mit dem Ziel über die finanzielle Beteiligung von Land und Region einen Letter of Intent zu erhalten.

Kommunales Kulturbudget
Die Steigerung des kommunalen Budgets muss bis 2026 dargestellt werden. Für die Jury ist wichtig, dass die Bewerberstadt die Bewerbung nicht dadurch finanziert, dass sie während der Vorbereitungsphase oder nach dem Titeljahr das kommunale Kulturbudget absenkt. Darüber hinaus soll die langfristige Entwicklung der Stadt hinzu einer Kulturmetropole sicher gestellt werden.

Kulturentwicklungsplan
Der Kulturentwicklungsplan wird parallel zur Bewerbung erarbeitet und greift die Ziele der Bewerbung auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer langfristigen Restrukturierung, Weiterentwicklung und Neustrukturierung der reichen städtischen Kulturlandschaft, die in Zusammenspiel mit den Kultureinrichtungen des Landes Niedersachsens und der Einbindung der Region neue Synergien und damit langfristig neue Strukturen schaffen soll.
Dez. I  Kulturhauptstadt 2025
Hannover / May 16, 2019