Sitzung Ausschuss für Umweltschutz Klimaschutz und Grünflächen am 18.08.2025

Protokoll:

verwandte Dokumente

Einladung (erschienen am 09.08.2025)
Protokoll (erschienen am 02.09.2025)
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Landeshauptstadt Hannover - 67 - 26.08.2025

PROTOKOLL

41. Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz, Klimaschutz und Grünflächen am Montag, 18. August 2025, Rathaus, Hodlersaal

Beginn 14.00 Uhr
Ende 14.35 Uhr
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Anwesend:

(verhindert waren)



Ratsherr Steiner (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
(Ratsherr Hellmann) (CDU)
Ratsherr Capellmann (CDU)
Ratsfrau Dr. Carl (SPD)
Ratsfrau Dommel (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsfrau Garlichs (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsfrau Kraeft (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsherr Oppelt (CDU)
Ratsherr Pieper (SPD)
Ratsherr Dr. Ramani (SPD)
Ratsfrau Schollmeyer (SPD)
Ratsfrau Stock (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsherr Wippach (AfD)

Beratende Mitglieder:
(Frau Bastian)
(Herr Dirscherl)
(Frau Hatami)
Herr Helke
(Herr Hildebrand) (parteilos)
Frau Muschter (Bündnis 90/Die Grünen)
(Herr Nieder) (SPD)
(Frau Pape)
(Frau Thome-Bode) (parteilos)

Grundmandat:
Ratsfrau Ihnen (FDP)
(Ratsherr Keller) (AfD)
Ratsherr Zingler (BSW)

Verwaltung:
Stadträtin Ritschel (Dezernat V)
Herr Brockmann (Dezernat V)
Herr Möller (Büro Oberbürgermeister)
Frau Hoff (Fachbereich Planen und Stadtentwicklung)
Frau Catalán (Fachbereich Planen und Stadtentwicklung)
Herr Deitermann (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün)
Herr Drechsel (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün)
Frau Sieg (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün)
Frau Bach (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün)

Tagesordnung:

I. Ö F F E N T L I C H E R T E I L

1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung

2. Einwohner*innenfragestunde

3. Genehmigung von Protokollen

3.1. Genehmigung des Protokolls über die 39. Sitzung am 05.05.2025

3.2. Genehmigung des Protokolls über die 40. Sitzung am 02.06.2025

4. A L L G E M E I N E    V E R W A L T U N G S V O R L A G E N

4.1. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild Gesamtkonzept
(Drucks. Nr. 0726/2025 mit 4 Anlagen (nur online))

4.2. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild Vertiefungsbereich Nordeingang Hbf bis Weißekreuzplatz und Augustenstraße
(Drucks. Nr. 0727/2025 mit 5 Anlagen (nur online))

4.3. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild klimagerechtes Gerichtsviertel
(Informationsdrucks. Nr. 0728/2025 mit 4 Anlagen (nur online))

4.4. Sanierungsgebiet Mühlenberg
Umgestaltung des Mühlenberger Zentrums (1. und 2. Bauabschnitt)
(Drucks. Nr. 1276/2025 mit 1 Anlage (nur online))

4.5. Einführung eines Jugendparlaments in der Landeshauptstadt Hannover
(Drucks. Nr. 1353/2025 mit 2 Anlagen (online))

4.5.1. Änderungsantrag des Jugendhilfeausschusses zur Drucks. Nr. 1353/2025 "Einführung eines Jugendparlaments in der Landeshauptstadt Hannover" aus dem Antrag von Lars Mesch, Drucks. Nr. 1416/2025
(Drucks. Nr. 1430/2025 mit 1 Anlage (nur online))

5. A N T R Ä G E

5.1. Antrag der SPD-Fraktion zur Neuauflage des städtischen Wasserkonzeptes
(Drucks. Nr. 0863/2025)

5.2. Antrag der SPD-Fraktion: Werbebanner für Sportvereine an Bolzplätzen
(Drucks. Nr. 0464/2025)

5.2.1. Änderungsantrag der CDU-Fraktion zu Drucks. Nr. 0464/2025: Antrag der SPD-Fraktion: Werbebanner für Sportvereine an Bolzplätzen
(Drucks. Nr. 0672/2025)

5.3. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Beschattung von Schulhöfen
(Drucks. Nr. 0744/2025)

5.3.1. Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucks. Nr. 0744/2025: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Beschattung von Schulhöfen
(Drucks. Nr. 1155/2025)

5.4. Antrag der SPD-Fraktion zur Befreiung der Kleingärten von der Baumschutzsatzung
(Drucks. Nr. 1190/2025)

5.5. Antrag der SPD-Fraktion zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Vermeidung von Einwegverpackungen und Verzicht auf die Einführung einer Verpackungssteuer
(Drucks. Nr. 1434/2025)

6. F L Ä C H E N N U T Z U N G S P L A N A N G E L E G E N H E I T E N

7. B E B A U U N G S P L A N A N G E L E G E N H E I T E N

8. B E R I C H T    D E R    D E Z E R N E N T I N

9. M I T T E I L U N G E N    U N D    A N F R A G E N

9.1. Bericht zur Vorstellung des ersten Gutachtens zum Nachtflug am Flughafen Hannover

II. N I C H T Ö F F E N T L I C H E R T E I L

10. Bericht der Dezernentin - nichtöffentlicher Teil -

11. Mitteilungen und Anfragen - nichtöffentlicher Teil -


I. Ö F F E N T L I C H E R T E I L
TOP 1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wurde mit folgenden Änderungen beschlossen:

· Für TOP 4.1. (DS Nr. 0726/2025), TOP 4.2. (DS Nr. 0727/2025), TOP 4.3. (DS Nr. 0728/2025), TOP 4.5. (DS Nr. 1353/2025) und TOP 4.5.1. (DS Nr. 1430/2025) wurde die formale Behandlung beschlossen.

· TOP 4.4. (DS Nr. 1276/2025), TOP 5.4. (DS Nr. 1190/2025) und TOP 5.5. (DS Nr. 1434/2025) wurden auf Wunsch der Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei in die Fraktionen gezogen.

· TOP 5.1. (DS Nr. 0863/2025) wurde zurückgezogen.


TOP 2. Einwohner*innenfragestunde

Keine Wortmeldungen

TOP 3. Genehmigung von Protokollen

TOP 3.1. Genehmigung des Protokolls über die 39. Sitzung am 05.05.2025

Bei einer Enthaltung angenommen

TOP 3.2. Genehmigung des Protokolls über die 40. Sitzung am 02.06.2025

Bei einer Enthaltung angenommen

TOP 4. A L L G E M E I N E    V E R W A L T U N G S V O R L A G E N

TOP 4.1. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild Gesamtkonzept
(Drucks. Nr. 0726/2025 mit 4 Anlagen (nur online))

Formale Behandlung

TOP 4.2. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild Vertiefungsbereich Nordeingang Hbf bis Weißekreuzplatz und Augustenstraße
(Drucks. Nr. 0727/2025 mit 5 Anlagen (nur online))

Formale Behandlung

TOP 4.3. Masterplanung nördliches Bahnhofsviertel
Leitbild klimagerechtes Gerichtsviertel
(Informationsdrucksache Nr. 0728/2025 mit 4 Anlagen (nur online))

Formale Behandlung

TOP 4.4. Sanierungsgebiet Mühlenberg
Umgestaltung des Mühlenberger Zentrums (1. und 2. Bauabschnitt)
(Drucks. Nr. 1276/2025 mit 1 Anlage (nur online))

Auf Wunsch der Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei in die Fraktionen gezogen

TOP 4.5. Einführung eines Jugendparlaments in der Landeshauptstadt Hannover
(Drucks. Nr. 1353/2025 mit 2 Anlagen (online))

Formale Behandlung

TOP 4.5.1. Änderungsantrag des Jugendhilfeausschusses zur Drucks. Nr. 1353/2025 "Einführung eines Jugendparlaments in der Landeshauptstadt Hannover" aus dem Antrag von Lars Mesch, Drucks. Nr. 1416/2025
(Drucks. Nr. 1430/2025 mit 1 Anlage (nur online))

Formale Behandlung

TOP 5. A N T R Ä G E

TOP 5.1. Antrag der SPD-Fraktion zur Neuauflage des städtischen Wasserkonzeptes
(Drucks. Nr. 0863/2025)

Zurückgezogen

TOP 5.2. Antrag der SPD-Fraktion: Werbebanner für Sportvereine an Bolzplätzen
(Drucks. Nr. 0464/2025)
Ratsherr Pieper stellte den Antrag kurz vor. Zu dem CDU-Änderungsantrag wolle die SPD die getrennte Abstimmung von
  1. der Streichung des Satzes zur Entscheidung der Bezirksräte sowie
  2. dem restlichen Text
beantragen. Dies sei analog im Sportausschuss ebenso durchgeführt worden.
Mit der angenommenen Änderung aus 5.2.1.:
Ergebnis: 6 Ja, 5 Nein, 0 Enthaltungen


TOP 5.2.1. Änderungsantrag der CDU-Fraktion zu Drucks. Nr. 0464/2025: Antrag der SPD-Fraktion: Werbebanner für Sportvereine an Bolzplätzen
(Drucks. Nr. 0672/2025)

Ergebnis Gesamtantrag:
6 Ja, 5 Nein, 0 Enth.

Darüber, ob der Satz "Die Entscheidung über ein Werbeangebot soll der jeweilige Bezirksrat treffen" im Antrag erhalten bleiben soll, wurde separat abgestimmt. Ergebnis:
2 Ja, 9 Nein, 0 Enth.


TOP 5.3. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Beschattung von Schulhöfen
(Drucks. Nr. 0744/2025)
Ratsfrau Dommel wies darauf hin, dass bezüglich einer nötigen Beschattung Einigkeit herrsche, damit Schulhöfe nicht zu Hitzefallen würden.
Die beste Lösung zur Beschattung seien zweifellos Bäume, allerdings werde bei neu gepflanzten Bäumen viel Zeit benötigt, bis sie eine ausreichende Größe für das Spenden von Schatten erreicht hätten.
Eine alternative Lösung liege in semitransparenten PV-Pergolen. Diese würden nicht nur Schatten spenden, sondern gleichzeitig Strom erzeugen.

Ausgerechnet diesen Punkt beabsichtige die SPD aber aus dem Antrag zu streichen. Dabei stelle die Verwendung solcher Pergolen eine wichtige Möglichkeit dar, bei der Photovoltaik das ambitionierte Ziel von 1,9 GWp bis 2035 zu erreichen, welches SPD, CDU und FDP selbst ausgerufen hatten. Solche Pilotprojekte würden dafür benötigt.


Die Grundschule am Kronsberg stelle einen guten Standort für die Erprobung dar: Dort seien keine Bäume vorhanden und der starke Wind verhindere die Installation von Sonnensegeln. Daher wären gerade dort semitransparente PV-Pergolen eine gute Lösung.
Sie wolle daher die anderen Ratsfraktionen dazu anregen, über das Ganze nochmals nachzudenken.

Ratsfrau Schollmeyer gab zu bedenken, dass der SPD hier einfach ein Vorschlag zur Finanzierung fehle, obwohl der Antrag sonst inhaltlich völlig korrekt sei. Ein solches Modell nicht mit Geldmitteln zu hinterlegen, bewerte sie als schwierig. Daher erfolge dazu der Änderungsantrag der SPD unter TOP 5.3.1., der u. a. die Prüfung möglicher Finanzierungen bis zum Beginn der Sommerpause 2026 vorgebe.

Ratsfrau Stock machte darauf aufmerksam, dass bei dieser Thematik auch die Bildungsfrage eine Rolle spiele.
In den Schulen, in denen bereits Photovoltaikanlagen vorhanden seien, könnten - meist gleich im Eingangsbereich - die Zahlen zur Energie- Erwirtschaftung der Anlagen in verschiedenen Zeiträumen durch die Schüler*innen eingesehen werden.
Natürlich stehe die Frage der Finanzierung im Raum, so dass bspw. mögliche Fördermittel geprüft werden müssten. Das Ganze aber im Vorhinein schon abzulehnen, finde sie nicht gut, da es hier um Kinder gehe.

Ratsfrau Kraeft ergänzte, dass das eben erwähnte Ziel von 1,9 GWp bereits zu dem Zeitpunkt, als es von SPD, CDU und FDP formuliert worden sei, höher gelegen habe als die damals üblicherweise berechneten Ziele.
Der ehemalige Ratsherr Allerheiligen habe damals schon darauf hingewiesen und davor gewarnt, dass sehr viele Finanz- bzw. Fördermittel nötig wären, um dieses sehr ambitionierte - und auch unrealistische - Ziel erreichen zu können.
Insoweit finde sie es seltsam und bezeichnend, dass ausgerechnet der Vorschlag zur Verwendung von PV jetzt aus dem Antrag ihrer Fraktion herausgestrichen werden solle.
Einstimmig

TOP 5.3.1. Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucks. Nr. 0744/2025: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Beschattung von Schulhöfen
(Drucks. Nr. 1155/2025)

6 Stimmen dafür, 5 Stimmen dagegen, 0 Enthaltungen

TOP 5.4. Antrag der SPD-Fraktion zur Befreiung der Kleingärten von der Baumschutzsatzung
(Drucks. Nr. 1190/2025)

Stadträtin Ritschel wies darauf hin, dass Ratsfrau Ihnen bezüglich dieses Antrags zu dem Dissens zwischen dem Bundeskleingartengesetz und der Baumschutzsatzung nachgefragt habe und was hier formal zu beachten sei. Dazu wolle die Verwaltung gerne eine Information bzw. Einschätzung für die weiteren Beratungen der Fraktionen abgeben, bis der Antrag wieder auf der Tagesordnung des Ausschusses stehe. Sie übergab das Wort an Herrn Drechsel.

Herr Drechsel erläuterte, dass eine Beschlussdrucksache zur Veränderung der Baumschutzsatzung nicht ausreichen werde.
Das Ganze unterliege einem geregelten Verfahren. Für Änderungen von Satzungen müssten gem. § 14 NNatSchG die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden; hier wären u. a. Naturschutzverbände betroffen. Zudem müsse die Satzung dann erneut im Entwurf öffentlich ausgelegt werden.
Auf Wunsch der Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei in die Fraktionen gezogen

TOP 5.5. Antrag der SPD-Fraktion zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Vermeidung von Einwegverpackungen und Verzicht auf die Einführung einer Verpackungssteuer
(Drucks. Nr. 1434/2025)

Auf Wunsch der Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei in die Fraktionen gezogen

TOP 6. F L Ä C H E N N U T Z U N G S P L A N A N G E L E G E N H E I T E N

TOP 7. B E B A U U N G S P L A N A N G E L E G E N H E I T E N

TOP 8. B E R I C H T    D E R    D E Z E R N E N T I N

Keine Berichte

TOP 9. M I T T E I L U N G E N    U N D    A N F R A G E N

TOP 9.1. Bericht zur Vorstellung des ersten Gutachtens zum Nachtflug am Flughafen Hannover
Ratsherr Steiner gab zur Kenntnis, dass er zum erweiterten Gutachten über den Nachtflugverkehr am Flughafen Hannover-Langenhagen berichten werde. Dieses sei unter Federführung des Wirtschaftsministeriums erstellt worden und gehe auf einen rot-grünen Entschließungsantrag im Landtag vor ca. 2 - 2,5 Jahren zurück.
Es gehe insbesondere darum, in einem zweistufigen Verfahren das Thema Lärm zu behandeln und die wirtschaftlichen Konsequenzen im Fall einer Einschränkung bzw. eines Verbots von Nachtflügen darzustellen.

Der erste Teil des Gutachtens - zum Thema Lärm - sei von drei Gutachtern angefertigt und am 23.06.2025 vorgestellt worden. Es bestehe aus drei Abschnitten. Die Ausschreibung zum zweiten Teil des Gutachtens werde ca. Ende August 2025 beendet.


Die Aussage des ersten Teils habe sich im Wesentlichen um eine Dialogfindung gedreht - zum Interessenausgleich zwischen dem Lärmschutz für die betroffenen Anwohnenden und den wirtschaftlichen Aspekten. In den schwerpunktmäßig betroffenen Kommunen sei dies schon seit längerer Zeit ein kontroverses Thema. Die Untersuchungsmethodik habe aus der Messung bzw. Berechnung gemittelter Pegel bestanden.
Weiterhin seien Aussagen zu den rechtlichen Grundlagen und den Überprüfungszeiträumen getroffen worden. So habe die letzte Prüfung 2019 auf Bundesebene stattgefunden. Dieser zufolge habe die Bundesebene keinen Bedarf nach Anpassung gesehen, allerdings sei dazu noch eine abweichende Stellungnahme des Bundesumweltamtes erfolgt.

In der Region Hannover befänden sich aktuell 23.598 Anwohnende in der Nachtflug-Schutzzone. Für 2030 werde eine Anzahl von etwas mehr als 25.000 Menschen erwartet; in dem Gebiet um die Schutzzone herum befänden sich 63.798 Personen. Die Anzahl geringfügiger belasteter Personen liege bei ca. 150.000 Personen. Weiterhin seien auch noch Belastungsergebnisse unterhalb der sogenannten Erheblichkeitsschwelle ermittelt worden.


Das Ziel stelle einen ungestörten Schlaf dar. Zusätzliche, fluglärmbedingte Aufwachreaktionen sollten bei den Betroffenen möglichst vermieden werden. Dafür gebe es verschiedene, sehr technisch beschriebene Kriterien.
Am Flughafen Hannover sei bisher ein uneingeschränkter Nachtflugbetrieb möglich. Beschränkungen im Siedlungsbereich, insbesondere über das Raumordnungsprogramm, seien aber als sinnvoll erachtet worden.

Als Berechnungsgrundlage bzw. Prognose habe man die Jahre 2019 und 2030 herangezogen. Es seien Berechnungsverfahren verwendet worden, allerdings nicht unter Einbezug der bisher verwendeten Messpunkte, von denen sonst - laut Begründung - unendlich viele benötigt worden wären.


Bis 2030 werde derzeit von einer Zunahme des Flugverkehrs ausgegangen, was aber nicht zwingend eintreten müsse. Es gebe eine geringe Zahl an Messereignissen, die durch Umgebungslärm nicht registriert werden könnten.

Zu den medizinischen Auswirkungen sei die Bewertung anhand von Literatur erfolgt, ohne Primärerhebung dazu.


Indirekte Reaktionen durch Lärm, Stress etc. stellten Risikofaktoren für verschiedene Krankheiten dar, z. B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Störungen des Fettstoffwechsels, Diabetes usw. Ein zusätzliches Kriterium für die Aufwach-Reaktion werde in der Wissenschaft derzeit diskutiert und sei auch im Gutachten berücksichtigt worden.
Die bestehenden Lärmpegel seien aus der Sicht der Gutachter noch für ausreichend befunden worden, um die Auswirkungen des Fluglärms weiterhin in einem erträglichen Maß halten zu können. So stelle sich das Ergebnis bzw. Fazit für 2030 so dar, dass keine lärmmedizinisch relevanten Grenzen überschritten würden und die Werte im Fluglärmgesetz weiterhin medizinisch vertretbar seien, also keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung bestünde.

Stadträtin Ritschel ergänzte, dass das Gutachten und die Präsentation öffentlich zugänglich auf der Seite des Wirtschaftsministeriums veröffentlicht worden seien:
https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/verkehr/luftverkehr/fluglarm/gutachten_zum_nachtflugverkehr_am_flughafen_hannover_langenhagen/erweitertes-gutachten-uber-den-nachtflugverkehr-am-flughafen-hannover-langenhagen-242722.html
Berichtet

II. N I C H T Ö F F E N T L I C H E R T E I L

Der Ausschussvorsitzende Ratsherr Steiner beendete die Sitzung um 14.35 Uhr.


Anja Ritschel Carina Bach
Stadträtin Für das Protokoll