Protokoll:
Landeshauptstadt Hannover - Zentrale Angelegenheiten Kultur - Datum 19.05.2025
PROTOKOLL
38. Sitzung des Kulturausschusses am Freitag, 16. Mai 2025,
Rathaus, Hodlersaal
Beginn 14.00 Uhr
Ende 15.44 Uhr
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Anwesend:
(verhindert waren)
Ratsherr Wiechert (CDU)
Ratsfrau Neveling (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei) (Ratsfrau Chowaniec) (CDU) vertreten durch Ratsfrau Kahmann
Beigeordneter Dr. Gardemin (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsherr Harrold (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Ratsfrau Kahmann (CDU) in Vertretung für Ratsfrau Chowaniec
Ratsmitglied Klippert (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei) 14.10 - 14.55 Uhr digital zugeschaltet
Ratsherr Nicholls (SPD)
(Ratsherr Dr. Ramani) (SPD) vertreten durch Ratsfrau Schollmeyer
Ratsherr Schmalstieg (SPD)
Ratsfrau Schollmeyer (SPD) 14.00 - 15.35 Uhr
in Vertretung für Ratsherr Dr. Ramani
Ratsfrau Dr. Vögtle (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei) 14.10 - 15.44 Uhr
in Vertretung für Ratsherr Wolf, digital zugeschaltet
(Ratsherr Wolf) (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei) vertreten durch Ratsfrau Vögtle
Ratsfrau Zaman (SPD) 14.00 - 15.15 Uhr
Beratende Mitglieder:
(Herr Althof)
(Herr Bankole) (SPD)
(Frau Benz) (Seniorenbeirat)
(Frau Dunkel)
Herr Dr. Kiaman (CDU) digital zugeschaltet
(Herr Mohr) (Runder Tisch für Menschen mit Behinderungen)
(Frau Pape)
Frau Reichard (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Herr Sydow (Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei)
Grundmandat:
Ratsherr Engelke (FDP)
Ratsherr Wippach (AfD) 14.25 - 15.44 Uhr digital zugeschaltet
(Ratsherr Zingler) (BSW)
Verwaltung:
Stadträtin Bender
Herr Goerlich (Dez. VII)
Frau Samii (OE 41)
Frau Botzki (Dez. VII)
Frau Lenhard-Rinne (OE 41.0)
Frau Ankele (OE 41.1)
Frau van Laak (OE 41.5)
1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
2. Einwohner*innenfragestunde
3. Neufassung: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Einrichtung eines lokalen Fonds für Erinnerungskultur
(Drucks. Nr. 0423/2025 N1)
3.1. Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache Nr. 0423/2025 N1 – Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Einrichtung eines lokalen Fonds für Erinnerungskultur (Neufassung)
(Drucks. Nr. 1080/2025)
4. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 0738/2025)
4.1. Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache 0738/2025 - Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 1079/2025)
4.2. Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache 0738/2025 - Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 1079/2025 N1)
5. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Kürzungen beim kommunalen Kino zurücknehmen
(Drucks. Nr. 0739/2025)
6. Neues Förderprogramm „Generationswechsel gestalten“ 2025
(Drucks. Nr. 0779/2025 mit 2 Anlagen (online))
7. Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2025
(Drucks. Nr. 0771/2025)
8. Zuwendungsvertrag Figurentheaterhaus
(Drucks. Nr. 0944/2025 mit 3 Anlagen (nur online))
9. Bericht der Dezernentin
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
Ratsherr Wiechert eröffnet die 38. Sitzung des Kulturausschusses um 14:00 Uhr und stellt die ordnungsgemäße Einberufung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Die digitale Teilnahme der Presse wird einstimmig beschlossen.
Ratsherr Engelke zieht TOP 3 in die Fraktionen.
Die ordnungsmäßige Einberufung sowie die Beschlussfähigkeit wurden festgestellt.
Die digitale Teilnahme der Presse wurde einstimmig beschlossen.
Die FDP Fraktion hat TOP 3 und TOP 3.1 in die Fraktionen gezogen.
Die Tagesordnung wurde in geänderter Form einstimmig beschlossen.
TOP 2.
Einwohner*innenfragestunde
Es wurden keine Fragen gestellt
TOP 3.
Neufassung: Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Einrichtung eines lokalen Fonds für Erinnerungskultur
(Drucks. Nr. 0423/2025 N1)
Antrag
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und wie ein lokaler Fonds zur Unterstützung von Projekten der Erinnerungskultur und Demokratiebildung insbesondere im Bereich der Vermittlungnach dem Vorbild der Stiftung EVZ - Erinnerung Verantwortung Zukunft gebildet werden kann.
Der Fonds soll aus Mitteln großer sowie mittelständischer in Hannover tätiger Unternehmen gebildet werden und jährlich mit mindestens 100.000 Euro zivilgesellschaftliche Projekte sowie das Zeitzentrum Zivilcourage und die Gedenkstätte Ahlem unterstützen. Ziel ist dabei, eine aktive Zivilgesellschaft im Bereich der Demokratiebildung und Erinnerungskultur bei Bildung und Vermittlung zu unterstützen. Insbesondere junge Menschen sind dabei als zentrale Akteure zu adressieren, somit ist auch der Fachbereich Schule und KiJu verwaltungsseitig einzubeziehen.Zu prüfen ist dabei eine Kooperation mit der Region Hannover, der Sparkasse Hannover sowie größeren hannoverschen Traditionsunternehmen, die an einer Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte Interesse haben oder sich dieser schon gewidmet haben. Die Ausschüttung von Mitteln des Fonds soll durch eine fachlich besetzte Jury erfolgen, die es zu berufen gilt.
Auf Wunsch der FDP in die Fraktionen gezogen
TOP 3.1.
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache Nr. 0423/2025 N1 – Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Einrichtung eines lokalen Fonds für Erinnerungskultur (Neufassung)
(Drucks. Nr. 1080/2025)
Antrag
zu beschließen,
Die Verwaltung wird beauftragt, zu evaluieren wie ein lokales Engagement unter Einbeziehung von Unternehmen zur Unterstützung von Projekten der Erinnerungskultur und Demokratiebildung verstärkt werden kann. Viele mittelständische, in Hannover tätige Unternehmen sind bereit, zur Widerstandsfähigkeit gegenüber Antisemitismus und anderen totalitären Ideologien ihren Beitrag zu leisten. prüfen, ob und wie ein lokaler Fonds zur Unterstützung von Projekten der Erinnerungskultur und Demokratiebildung insbesondere im Bereich der Vermittlung nach dem Vorbild der Stiftung EVZ - Erinnerung Verantwortung Zukunft gebildet werden kann. Der Fonds soll aus Mitteln großer sowie mittelständischer in Hannover tätiger Unternehmen gebildet werden und jährlich mit mindestens 100.000 Euro zivilgesellschaftliche Projekte sowie das Zeitzentrum Zivilcourage und die Gedenkstätte Ahlem unterstützen. Ziel ist dabei, eine aktive Zivilgesellschaft im Bereich der Demokratiebildung und Erinnerungskultur bei Bildung und Vermittlung zu unterstützen. Insbesondere junge Menschen sind dabei als zentrale Akteure zu adressieren, somit ist auch der Fachbereich Schule und KiJu verwaltungsseitig einzubeziehen. Zu prüfen ist dabei eine Kooperation mit der Region Hannover, der Sparkasse Hannover sowie größeren hannoverschen Traditionsunternehmen, die an einer Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte Interesse haben oder sich dieser schon gewidmet haben. Die Ausschüttung von Mitteln des Fonds soll durch eine fachlich besetzte Jury erfolgen, die es zu berufen gilt.
Auf Wunsch der FDP in die Fraktionen gezogen
TOP 4.
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 0738/2025)
Ratsherr Harrold teilt mit, dass sie in der letzten Wahlperiode gemeinsam mit SPD und FDP einen Antrag zur Digitalisierung der Stadtmodelle eingebracht haben, der beschlossen wurde. Es gibt Missverständnisse: Der ursprüngliche Antrag zielt auf zwei Themen ab: digitale Stadtmodelle und deren Historisierung. Unser Hauptanliegen ist jedoch die pädagogische Nutzung der Modelle in der Rathaushalle, die derzeit nur durch Führungen zugänglich sind. Die Modelle bieten viel Lernpotenzial zur Stadtgeschichte, insbesondere, weil wichtige Szenen wie das Modell zum Zweiten Weltkrieg oder die Zerstörung der Synagoge ohne Kontext präsentiert werden. Wir schlagen vor, digitale Mittel wie QR-Codes oder Augmented Reality zu nutzen, um die Modelle barriereärmer und bildungswirksamer zu machen – eine Aufgabe für das Zeitzentrum Zivilcourage und das Museum. Das Potenzial zeigt sich beim Kirchentag oder beim Städtetag: Die Resonanz ist groß, aber wir haben noch nicht alles ausgeschöpft. Gerade im Rathaus an prominenter Stelle könnten wir viel bewirken.
Ratsfrau Zaman sagt, dass der Änderungsantrag auf eine zurückliegende Initiative basiert und weiterhin die Digitalisierung, verbunden mit den bestehenden Maßnahmen der Verwaltung unterstützen soll. Wichtig ist uns die gemeinsame Umsetzung mit Bauverwaltung, Historischem Museum und dem ZeitZentrum Zivilcourage. Die Federführung sollte nicht nur beim Museum liegen, sondern alle Beteiligten sollen gemeinsam an der Vermittlung arbeiten. Unser Ziel ist, die Stadtmodelle inhaltlich zugänglicher und pädagogisch nutzbar zu machen – etwa durch QR-Codes oder Augmented Reality –, um Lernpotenzial für Besucher*innen zu erhöhen.
Ratsherr Engelke begrüßt den Änderungsantrag, weil er die Digitalisierung und Weiterentwicklung der Modelle umfasst. Es geht darum, vor allem die Modelle für Führungen verständlicher zu machen, z.B. durch digitale Erklärungen zu Gebäuden und Geschichte – auch online zugänglich. Das würde das Angebot deutlich verbessern.
Beigeordneter Dr. Gardemin begrüßt das Engagement zum Antrag und bedauert gleichzeitig, dass nach fünf Jahren noch keine Fortschritte bei den Stadtmodellen sichtbar sind. Ursprünglich war geplant, Touchscreens an den Modellen zu installieren – was technisch heute durch Smartphone-Bildschirme ersetzt werden könnte. Es besteht Unklarheit darüber, ob die Modelle bereits digitalisiert sind oder nicht; hier sollte eine Überarbeitung des SPD-Antrags erfolgen.
Ratsfrau Zaman erklärt, dass der Änderungsantrag darauf abzielt, die bestehenden analogen Stadtmodelle mit digitalen Angeboten zu verknüpfen.
Stadträtin Bender fragt nach dem Gesamtaufwand der verschiedenen Varianten, da der ursprüngliche Auftrag nicht vorliegt.
Beigeordneter Dr. Gardemin teilt mit, dass die nötigen Haushaltsmittel für das Projekt im Teilhaushalt 61 hinterlegt wurden und noch vorhanden sein sollten.
Ratsherr Engelke sagt, dass die Irritation durch den im Änderungsantrag stehenden Passus „bereits digitalisierte analoge Stadtmodelle“ entstanden ist.
Ratsherr Harrold ist der Meinung, dass ein Ansatz die digitalen Stadtansichten im Bauamt ist, die teilweise schon vorliegen und durch Layers ergänzt werden können. Für eine öffentliche Nutzung braucht es jedoch ein didaktisches Konzept für den pädagogischen Einsatz, etwa für Schulklassen. Die analogen 3D-Modelle im Hof brauchen ebenfalls eine pädagogische Rahmung. Diese Verantwortung liegt beim ZeitZentrum Zivilcourage und dem Historischen Museum. Interdisziplinär sollten wir zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass in fünf Jahren weiterhin Modelle ohne Kontext im Rathaus stehen – gerade bei sensiblen Themen wie 1943. Geschichte wird zunehmend instrumentalisiert, daher brauchen wir klare Kontexte.
Antrag
Die Verwaltung wird beauftragt,
aufbauend auf dem Änderungsantrag gemäß § 34 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Drucksache Nr. 2384/2020 zum Teilhaushalt 61 (Planen und Stadtentwicklung) und dem Produkt 51103 (Sonstige Aufgaben Geoinformation), Digitalisierung der Stadtmodelle vom 29.01.2021, die aktuelle bauliche Situation in der großen Halle des Neuen Rathauses als Anlass zu nehmen, um die Stadtmodelle zu digitalisieren.
Im Vordergrund steht dabei die pädagogische Vermittlung der Stadtmodelle, die durch den Einsatz von Augmented Reality und digitalen Plattformen (wie beispielsweise QR-Codes, Webseiten oder Apps) erfolgen soll. Ziel ist es, die Stadtmodelle in die museums- und demokratiepädagogische Arbeit des Historischen Museums im neuen Hannover Kiosk sowie des Zeitzentrums Zivilcourage zu integrieren.
Einstimmig
TOP 4.1.
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache 0738/2025 - Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 1079/2025)
Antrag
zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
aufbauend auf dem Änderungsantrag gemäß § 34 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Drucksache Nr. 2384/2020 zum Teilhaushalt 61 (Planen und Stadtentwicklung) und dem Produkt 51103 (Sonstige Aufgaben Geoinformation), Digitalisierung der Stadtmodelle vom 29.01.2021, die aktuelle bauliche Situation in der großen Halle des Neuen Rathauses als Anlass zu nehmen, um die Stadtmodelle zu digitalisieren. die bereits digitalisierten analogen Stadtmodelle (digitaler Zwilling als reinere Visualisierung inklusiver Möglichkeit der parallelen Betrachtung) im Neuen Rathaus in Gestalt sogenannter MESH-Modelle in fachlich-inhaltlicher Zusammenarbeit mit dem Historischen Museums zu erstellen.
Im Vordergrund steht dabei die pädagogische Vermittlung der Stadtmodelle, die durch den Einsatz von Augmented Reality und digitalen Plattformen (wie beispielsweise QR-Codes, Webseiten oder Apps) erfolgen soll. Ziel ist es, die Stadtmodelle in die museums- und demokratiepädagogische Arbeit des Historischen Museums im neuen Hannover Kiosk sowie des Zeitzentrums Zivilcourage zu integrieren.
Ersetzt durch Neufassung
TOP 4.2.
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache 0738/2025 - Stadtmodelle digitalisieren
(Drucks. Nr. 1079/2025 N1)
Antrag
zu beschließen:
zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt darzustellen,
wie aufbauend auf dem Änderungsantrag gemäß § 34 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Drucksache Nr. 2384/2020 zum Teilhaushalt 61 (Planen und Stadtentwicklung) und dem Produkt 51103 (Sonstige Aufgaben Geoinformation), Digitalisierung der Stadtmodelle vom 29.01.2021, die aktuelle bauliche Situation in der großen Halle des Neuen Rathauses als Anlass zu nehmen, um die Stadtmodelle zu digitalisieren. eine Verknüpfung zwischen den analogen Stadtmodellen in der großen Halle des Neuen Rathauses und bereits bestehenden Angeboten auf Grundlage des „digitalen Zwillings“ bzw. weiteren möglichen digitalen Angeboten hergestellt werden kann.
Dabei soll auch dargestellt werden, wie die bereits digitalisierten analogen Stadtmodelle in laufende Smart City-Maßnahmen wie insbesondere Historisch.Digital, Open.Urban.Data und Frei.Flächen & Zwischen.Raum integriert werden können.
Im Vordergrund steht dabei die pädagogische Vermittlung der Stadtmodelle, die durch den Einsatz von Augmented Reality und digitalen Plattformen (wie beispielsweise QR-Codes, Webseiten oder Apps) erfolgen soll. Ziel ist es, die Stadtmodelle in die museums- und demokratiepädagogische Arbeit des Historischen Museums im neuen Hannover Kiosk sowie des Zeitzentrums Zivilcourage zu integrieren.
Einstimmig
TOP 5.
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Kürzungen beim kommunalen Kino zurücknehmen
(Drucks. Nr. 0739/2025)
Ratsherr Harrold erklärt, dass sie sich für eine gemeinsame Lösung einsetzen wollen, um das Kommunale Kino zu stärken. Es geht nicht um Kürzungen des Haushaltskonsolidierungskonzeptes (HSK), sondern um die finanzielle Planung des Kinos, die sie unterstützen möchten.
Ratsherr Engelke sieht keinen Bedarf für den Antrag, da das Kommunale Kino sehr gute Arbeit leistet, gut besucht ist und durch höhere Eintrittspreise sowie eigene Aktivitäten mehr Einnahmen erzielt.
Ratsfrau Zaman teilt mit, dass sie die Neuausrichtung des Kommunalen Kinos unterstützt und davon ausgeht, dass die Verwaltung alles tut, um die erfolgreiche Arbeit zu sichern. Kürzungen wurden beschlossen und sind aus ihrer Sicht berechtigt. Sollte es einen Fehlbedarf geben, wird eine Vorlage der Verwaltung erwartet. Weiter schlägt sie vor in naher Zukunft gemeinsam mit allen Beteiligten den tatsächlichen Bedarf zu klären und dann über weitere Schritte zu entscheiden.
Stadträtin Bender erklärt, dass die vorgeschlagenen Kürzungen beim Kommunalen Kino Teil des Vorschlags der Verwaltung zum Haushaltskonsolidierungskonzept (HSK) waren. Durch gestiegene Mieteinnahmen konnten diese jedoch ausgeglichen werden, sodass aktuell keine Kürzung für die Haushaltsjahre 2025/26 nötig ist. Ab 2027 könnte sich das ändern. Mit der neuen Leitung des Kinos konnte eine gute Basis gefunden werden. Die Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten, um Sicherheit für alle Seiten zu schaffen.
Ratsherr Harrold fragt, wie sich die Vorgaben der Kämmerei auf künftige Haushaltsansätze auswirken, wenn das Kommunale Kino Mehreinnahmen erwirtschaftet.
Ratsfrau Zaman fragt, wie sich die Mehreinnahmen mit den erhöhten Eintrittspreisen zusammensetzen.
Stadträtin Bender erklärt, dass es sich nicht um zusätzliche Mittel handelt, sondern um Differenzen im Aufwand, die durch Mehrerträge gedeckt werden und nicht zu mehr Mitteln führen – so ist es mit der Kämmerei vereinbart.
Ratsherr Harrold sagt, dass durch ein erweitertes Programm auch höhere Ausgaben für beispielsweise Getränke entstehen und fragt, wie mit allgemeinen Preissteigerungen umgegangen wird.
Stadträtin Bender teilt mit, dass das Kommunale Kino für die nächsten zwei Jahre gut aufgestellt ist. Für ab 2027 müsste die Lage neu bewertet werden.
Ratsherr Engelke weist darauf hin, dass mehr Besucher*innen auch mehr Verkauf von Getränken bedeuten, was den Umsatz erhöht und Kosten ausgleicht. Falls irgendwann notwendig, wird gemeinsam eine Lösung gefunden, aber momentan läuft das Kommunale Kino gut.
Ratsherr Wiechert sagt, dass in einem Beschluss zum Haushaltskonsolidierungskonzept (HSK) festgelegt wurde, dass keine weiteren Änderungen zur Finanzierung des Kommunalen Kinos erfolgen sollen, da erhebliche Mehrerträge erzielt wurden.
Ratsfrau Zaman wünscht sich, dass bei Bedarf offene Gespräche im Beirat geführt werden, um Lösungen zu finden. Es wurde eine Verwaltungsvorlage beschlossen, an der nichts geändert wurde. Falls es Schieflagen gibt, sollten diese im Beirat vertraulich diskutiert werden.
Ratsherr Harrold hebt hervor, dass es ist wichtig, das Gespräch zu suchen und das Kommunale Kino weiterhin zu unterstützen.
Antrag
zu prüfen, wie eine zusätzliche Finanzierung für das kommunale Kino sichergestellt werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf die Sachmittel der Einrichtung gelegt werden soll.
5 Stimmen dafür, 6 Stimmen dagegen, 0 Enthaltungen
TOP 6.
Neues Förderprogramm „Generationswechsel gestalten“ 2025
(Drucks. Nr. 0779/2025 mit 2 Anlagen (online))
Ratsherr Engelke fragt, wofür genau die Fördermittel genutzt werden sollen.
Stadträtin Bender teilt mit, dass sich die Kulturszene in einem Wandel befindet und viele kleine Einrichtungen Hilfe bei einem anstehenden Generationswechsel benötigen. Um die Zukunft dieser Einrichtungen zu sichern, müssen diese Veränderungen begleitet und Einrichtungen vernetzt werden.
Frau Ankele ergänzt, dass die Mittel vor allem für Beratungsleistungen angedacht sind.
Ratsherr Engelke begrüßt die Vorgehensweise.
Herr Sydow fragt, ob die geförderten Einrichtungen selbst die Mittel verwalten und im Anschluss einen Nachweis darüber erbringen können. Weiter möchte er wissen, ob auch ehrenamtliche Vorstände betroffener Einrichtungen von der Förderung profitieren können.
Frau Ankele antwortet, dass das Programm eine enge Grundberatung durch die LAG Soziokultur vorsieht, welche dann zusammen mit den Einrichtungen einen Finanzierungsplan erstellt.
Frau van Laak teilt mit, dass das Programm für die ganze Einrichtung, also ehrenamtlicher Vorstand sowie Mitarbeitende, gilt.
Ratsherr Harrold begrüßt die gute Auswahl an Kulturvereinen und freut sich auf die positiven Rückmeldungen aus den Einrichtungen.
Ratsfrau Zaman sagt, dass ohne eine Begleitung das Erliegen der Einrichtungen droht. Diese sollen aber erhalten bleiben und zukunftssicher aufgestellt werden. Weiter ist sie zuversichtlich, dass das Vorhaben gut begleitet wird und die nötigen unterschiedlichen Ansätze berücksichtigt werden.
Ratsherr Wiechert begrüßt, dass es nicht einfach um zusätzliche Mittel, sondern um zweckgebundene Unterstützung für den Generationswechsel, geht.
Antrag zu beschließen,
den Empfehlungen der Jury zur Vergabe der Förderung im Rahmen des Programms “Generationswechsel gestalten” zu folgen und folgende Institutionen für das Programm vorzusehen:
1 | Agentur für kreative Zwischenraumnutzung e.V. | 20.000 € |
2 | Ballett Gesellschaft Hannover e.V. | 20.000 € |
3 | Cameo Kollektiv e.V. | 20.000 € |
4 | Faust e.V. | 20.000 € |
5 | Kulturgemeinschaft Hannover-West e.V. (Kulturtreff Plantage) | 20.000 € |
6 | Kulturtreff Kastanienhof Limmer e.V. | 20.000 € |
7 | Kindermuseum Zinnober – Museum für Kinder in Hannover e.V. | 20.000 € |
8 | Förderkreis Literarischer Salon e.V. | 20.000 € |
9 | Netzwerk Erinnerung & Zukunft e.V. | 20.000 € |
10 | QUARTIER Theater GbR | 20.000 € |
11 | Theaterwerkstatt Hannover gGmbH | 20.000 € |
12 | Tonhalle Hannover e.V. | 20.000 € |
13 | Zukunftswerkstatt Ihmezentrum e.V. | 20.000 € |
Gesamt | 260.000 € |
Einstimmig
TOP 7.
Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2025
(Drucks. Nr. 0771/2025)
Antrag,
Die Abwicklung erfolgt teilweise über Förderungen und teilweise über Kooperationsverträge zwischen der Landeshauptstadt Hannover (LHH) und kulturellen Einrichtungen bzw. so genannten Bildungspartnerschaften. Dazu kommen auch interdisziplinäre Projekte innerhalb der LHH.
Einstimmig
TOP 8.
Zuwendungsvertrag Figurentheaterhaus
(Drucks. Nr. 0944/2025 mit 3 Anlagen (nur online))
Ratsfrau Zaman merkt an, dass das Figurentheaterhaus nach vorherigen Streitigkeiten im Vorstand und Unsicherheiten bei der Zukunftsplanung durch die neue Leitung sehr gut gelungen ist. Weiter fragt sie, in welchen Bereichen Drittmittel stärker eingeworben wurden und ob es Anzeichen für eine dauerhafte Finanzierung gibt.
Frau Ankele antwortet, dass das Theatrio eine mehrjährige Spielstättenförderung vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) für die Jahre 2023 – 2027 erhält. Zudem vermieten sie das Haus an verschiedene Gruppen und bekommen Zuschüsse für die Theaterpädagogik von der Region Hannover. Nach diesen zwei Haushaltsjahren soll die Finanzierung überprüft werden.
Beigeordneter Dr. Gardemin begrüßt die positive Richtung des Hauses und merkt an, dass es immer gut besucht war, besonders von Schulklassen und Kitas, was erfreulich ist.
Antrag,
zu beschließen:
dem Abschluss eines neuen Spielstättenvertrages mit der Figurentheaterhaus Hannover gGmbH (Anlage 1) mit einer Laufzeit vom 1.1.2025 bis 31.12.2026 zuzustimmen.
Einstimmig
TOP 9.
Bericht der Dezernentin
Stadträtin Bender teilt mit, dass der Beirat für Kunst im öffentlichen Raum zu den Vorhaben in der Prinzenstraße frühzeitig mit eingebunden werden wird. Dieser wird regelmäßig tagen, das nächste Mal am 26.05.2025. Weiter wird geprüft, welche Aufgaben der Beirat zukünftig hat, und berichten dazu im Kulturausschuss.
Außerdem wird das Thema Kunst im öffentlichen Raum mit einer neuen Stabsstelle stärker fokussiert, um die Stadt ihrer besonderen Verantwortung gerecht werden zu lassen.
Zum Thema Musikstrategie findet am 28.06. ein Auftakttreffen für den Musikentwicklungsplan statt, zu dem die Mitglieder des Kulturausschusses eingeladen sind.
Auf folgende Veranstaltungen wird hingewiesen:
· 17.05.: Aktionstag „Wir 2.0“ mit Public Viewing zum ESC um 18 Uhr am Musikkiosk.
· 29.05.: „In the City Swinging“ mit Gästen aus Kansas City.
· 31.05.–01.06.: Jubiläumsfeier zum Expo-Jubiläum, u.a. mit Kamel Louafi am 1. Juni bei „Gärten im Wandel“.
Ratsherr Engelke begrüßt, dass die Verwaltung das Expo-Jubiläum feiert und fragt, wie es um die Grünflächen bei „Gärten im Wandel“ bestellt ist.
Stadträtin Bender antwortet, dass die Frage an das Grünflächenamt weitergegeben wird.
Frau Samii erklärt, dass zur Expo-Jubiläumsfeier eine Summe von 40.000 Euro bereitgestellt und das Programm mit Unterstützung vom Expo Park Verein koordiniert wurde. Das Programm – mit Gästen wie Bürgermeister Thomas Herrmann, Sigmar Gabriel und Dr. Herbert Schmalstieg wird am 31.5., um 14 Uhr im Peppermint-Pavillon eröffnet.
Rund um die Plaza gibt es weitere Veranstaltungen:
· Kunstverein Hannover mit Jeremy Deller bis zum 6. Juli
· Volkswagen Stiftung: Veranstaltungen am 1. Juni (Nachhaltigkeit) und heute Abend (Gärten zwischen Algier und Berlin)
· 2. Juni: Vortrag zu Gärten auf der Expo Plaza mit Hannover Gin im Green Lab
· 3. Juni: Highlights im Kommunalen Kino-Künstlerhaus
· 5. Juni: Zeitzeugeninterview mit Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer im Hodlersaal
Stadträtin Bender informiert über weitere Veranstaltungen:
- Vom 13.6. bis 14.6. wird im Rahmen von Hellwach 25 die 24-Stunden-Musik der freien Klassik- und Jazz-Szene gefeiert.
- Am 14.6. ist die Lange Nacht der Museen und „The Public Domain“ um 16 Uhr, bei dem 1.000 Menschen aus Hannover ein Stück von David Lang aufführen.
- Am 21.6. gibt es die internationale Bühne am Kröpcke mit Gästen aus Pforzheim und Leipzig.
- Am 29.6. findet „Blind Date Barock“ statt (Ort folgt noch).
- Am 2.7. ist die Eröffnung der Schlossanlagen in Herrenhausen inklusive der bereits umgezogenen Kutschen.
Weiter teilt sie mit, dass nach einer starken Präsentation in Hannover der nächste Deutsche Städtetag von Magdeburg ausgerichtet werden wird.
Ratsherr Nicholls bittet darum, dass eine Übersicht mit allen Terminen per E-Mail rumgeschickt wird.
Ratsherr Engelke und Beigeordneter Dr. Gardemin waren von dem Umzug der Kutschen beindruckend und teilen mit, dass der neue Eingang zum Museum einen reibungslosen Einlass verschafft, was mehr Besucher*innen anziehen wird. Zu den Kutschen würden sich noch nähere Hintergrundinformationen anbieten und es wäre wünschenswert, wenn diese zusammengetragen und an einer Stelle im Netz zur Verfügung gestellt werden könnten.
Frau Samii antwortet, dass es bei der Ausstellung der Kutschen, um die Vermittlung von Geschichten um diese herum, gehen wird. Neben alter Fotos sind auch extra Vermittlungsformate angedacht. Der Hinweis diese Informationen zusätzlich noch im Netz darzustellen wird mitgenommen.
Ratsherr Engelke regt an, dass bei der Ausstellung mit QR-Codes gearbeitet wird.
Frau Botzki zeigt ein Film sowie eine Folie mit den eingebundenen Künstler*innen von der Eröffnung des Deutschen Städtetags in Hannover. Der DJ war Hauptdirigent, er hat alles musikalisch zusammengehalten. Er ist nicht aus Hannover, aber ein deutscher Weltmeister im Scratching. Außerdem waren bekannte hannoversche Akteur*innen dabei: eine Graffiti-Künstlerin, der Chor der Leibniz-Uni, das Orchester im Treppenhaus, die Hip-Hop-Gruppe Motion Squad, Bruchmeister, Stadionsänger Anka und Ossi, Brazzobrazzone vom Abendempfang, die Polizeireiterstaffel mit Hannoveraner Pferden und Sportler wie die Recken.
Ratsherr Harrold sagt, dass das gutes Kulturmarketing ist.
Beigeordneter Dr. Gardemin findet, dass die Zusammenstellung bei der Eröffnung sehr gelungen war. Es gab viel positive Resonanz, besonders auf das Rahmenprogramm – eine tolle Visitenkarte für Hannover.
Stadträtin Bender teilt mit, dass die Kulturmarke „Kulturstadt Hannover“ entwickelt wurde und im nächsten Ausschuss eine digitale Plattform vorgestellt sowie ein kleines Event dazu gemacht wird. Es ist wichtig zu betonen, dass Kultur sich hervorragend für Stadtmarketing eignet – sichtbar, fühlbar und wirkungsvoll. Das sollten wir immer wieder kommunizieren.
Berichtet
Bender Schellmann
Stadträtin Protokollführer
