Protokoll:
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Landeshauptstadt Hannover - FB Bildung und Qualifizierung - Datum 23.10.2009
NIEDERSCHRIFT
25. Sitzung des Kulturausschusses am Freitag, 23. Oktober 2009,
Rathaus, Gobelinsaal
Beginn 14.00 Uhr
Ende 16.00 Uhr
______________________________________________________________________
Anwesend:
(verhindert waren)
Beigeordneter Schlieckau (Bündnis 90/Die Grünen)
Beigeordnete Bittner-Wolff (SPD)
Ratsherr Bock (SPD)
Ratsherr Busse (CDU)
Ratsherr Kiaman (CDU)
Ratsfrau Dr. Koch (SPD)
Ratsfrau Kramarek (Bündnis 90/Die Grünen)
14.30 - 16.00 Uhr
Ratsfrau Kuznik (SPD)
Ratsfrau Nerenberg (SPD)
Ratsfrau Neubauer (CDU)
Ratsherr Dr. Tilsen (FDP)
Beratende Mitglieder:
Herr Albrecht
(Herr Bruns)
Frau Dirscherl
Frau Dr. Gafert
(Frau Klimmek)
Frau Körner
(Herr Sydow)
(Herr Prof. Dr. Terbuyken)
Grundmandat:
Ratsherr Förste (DIE LINKE.)
i.V. für Ratsherrn Höntsch
14.00 - 14.15 Uhr
(Ratsherr Höntsch) (DIE LINKE.)
verteten durch Ratsherrn Förste
Ratsherr List (Hannoversche Linke)
Verwaltung:
Stadträtin Drevermann
Frau Dr. Schweeger Intendantin Festwochen Herrenhausen
Frau Dr. Schelle-Wolff 42 Bibliothek und Schule
Herr Wuttig 43 Bildung und Qualifizierung
Landeshauptstadt Hannover - FB Bildung und Qualifizierung - Datum 23.10.2009
NIEDERSCHRIFT
25. Sitzung des Kulturausschusses am Freitag, 23. Oktober 2009,
Rathaus, Gobelinsaal
Beginn 14.00 Uhr
Ende 16.00 Uhr
______________________________________________________________________
Anwesend:
(verhindert waren)
Beigeordneter Schlieckau (Bündnis 90/Die Grünen)
Beigeordnete Bittner-Wolff (SPD)
Ratsherr Bock (SPD)
Ratsherr Busse (CDU)
Ratsherr Kiaman (CDU)
Ratsfrau Dr. Koch (SPD)
Ratsfrau Kramarek (Bündnis 90/Die Grünen)
14.30 - 16.00 Uhr
Ratsfrau Kuznik (SPD)
Ratsfrau Nerenberg (SPD)
Ratsfrau Neubauer (CDU)
Ratsherr Dr. Tilsen (FDP)
Beratende Mitglieder:
Herr Albrecht
(Herr Bruns)
Frau Dirscherl
Frau Dr. Gafert
(Frau Klimmek)
Frau Körner
(Herr Sydow)
(Herr Prof. Dr. Terbuyken)
Grundmandat:
Ratsherr Förste (DIE LINKE.)
i.V. für Ratsherrn Höntsch
14.00 - 14.15 Uhr
(Ratsherr Höntsch) (DIE LINKE.)
verteten durch Ratsherrn Förste
Ratsherr List (Hannoversche Linke)
Verwaltung:
Stadträtin Drevermann
Frau Dr. Schweeger Intendantin Festwochen Herrenhausen
Frau Dr. Schelle-Wolff 42 Bibliothek und Schule
Herr Wuttig 43 Bildung und Qualifizierung
Tagesordnung:
1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
2. EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE
3. Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 18.09.2009
4. Integrierte Gesamtschule Mühlenberg, Neubau durch Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)
(Drucks. Nr. 1982/2009 mit 2 Anlagen)
5. Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2009
(Drucks. Nr. 2034/2009)
6. Mietvertrag über das Theater am Aegi
(Drucks. Nr. 2181/2009 mit 1 Anlage)
7. Sanierung eines ersten Bauabschnittes des Raschplatzpavillons
(Drucks. Nr. 2195/2009 mit 1 Anlage)
8. Bericht des Geschäftsbereiches Kultur für das Jahr 2008
(Informationsdrucks. Nr. 2182/2009 mit 2 Anlagen)
9. Stadtbibliothek Hannover;
Projekte zur Verbesserung der Besucherzahlen und
Konzepte zur räumlichen Verbesserung von Stadtteilbibliotheken
(Informationsdrucks. Nr. 2184/2009 mit 1 Anlage)
10. Stand der Umsetzung des Gutachtens "Tradition und Innovation". Stand der Kunst im öffentlichen Raum im Innenstadtbereich Hannover-Perspektiven für deren Pflege und Entwicklung"
(Informationsdrucks. Nr. 2186/2009 mit 1 Anlage)
11. Bilanz und Perspektiven der interkulturellen Arbeit der Entwicklungspartnerschaft ALBuM - Gemeinsam interkulturelle Stärken leben
(Informationsdrucks. Nr. 2193/2009)
12. Festwochen 2010/ Mündlicher Bericht der Intendantin
13. Bericht der Dezernentin
1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
2. EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE
3. Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 18.09.2009
4. Integrierte Gesamtschule Mühlenberg, Neubau durch Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)
(Drucks. Nr. 1982/2009 mit 2 Anlagen)
5. Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2009
(Drucks. Nr. 2034/2009)
6. Mietvertrag über das Theater am Aegi
(Drucks. Nr. 2181/2009 mit 1 Anlage)
7. Sanierung eines ersten Bauabschnittes des Raschplatzpavillons
(Drucks. Nr. 2195/2009 mit 1 Anlage)
8. Bericht des Geschäftsbereiches Kultur für das Jahr 2008
(Informationsdrucks. Nr. 2182/2009 mit 2 Anlagen)
9. Stadtbibliothek Hannover;
Projekte zur Verbesserung der Besucherzahlen und
Konzepte zur räumlichen Verbesserung von Stadtteilbibliotheken
(Informationsdrucks. Nr. 2184/2009 mit 1 Anlage)
10. Stand der Umsetzung des Gutachtens "Tradition und Innovation". Stand der Kunst im öffentlichen Raum im Innenstadtbereich Hannover-Perspektiven für deren Pflege und Entwicklung"
(Informationsdrucks. Nr. 2186/2009 mit 1 Anlage)
11. Bilanz und Perspektiven der interkulturellen Arbeit der Entwicklungspartnerschaft ALBuM - Gemeinsam interkulturelle Stärken leben
(Informationsdrucks. Nr. 2193/2009)
12. Festwochen 2010/ Mündlicher Bericht der Intendantin
13. Bericht der Dezernentin
TOP 1.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
Beigeordneter Schlieckau eröffnet die 25. Sitzung des Kulturausschusses. Er stellt die ordnungsgemäße Einberufung und die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest.
Er stellt zur Tagesordnung fest, dass die zu TOP 6 und TOP 7 vorgelegten Drucksachen abgesetzt werden müssen und folglich in dieser Sitzung nicht vom Kulturausschuss verhandelt werden können. In den gemäß der Beratungsabfolge vorab zuständigen Stadtbezirksräten wurden die Drucksachen in die Fraktionen gezogen.
TOP 8 wird abgesetzt. Die Drucksache soll in der Januarsitzung des Kulturausschusses behandelt werden.
Weiterhin informiert der Beigeordnete Schlieckau, dass die zu TOP 11 versandten Unterlagen nicht mit der zu verhandelnden Drucksache 2193/2009 übereinstimmen. Diese liegt aber als Tischvorlage den Ausschussmitgliedern vor.
Er begrüßt Frau Dr. Schweeger, die Intendantin der Festwochen Herrenhausen, im Namen des Kulturausschusses.
TOP 2.
EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE
Der Beigeordnete Schlieckau stellt fest, dass keine Einwohnerinnen oder Einwohner anwesend sind, um von ihrem Fragerecht Gebrauch machen zu können.
TOP 3.
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 18.09.2009
Auf Hinweis der Beigeordneten Bittner-Wolff wird das Protokoll des Kulturausschusses vom 18.09.2009 ergänzt:
[Die Beigeordnete Bittner-Wolff ist anwesend von 14.00 bis 14.45 Uhr. Ratsherr Borchers vertritt sie danach von 14.45 bis 15.45 Uhr.]
Genehmigt mit Änderung
TOP 4.
Integrierte Gesamtschule Mühlenberg, Neubau durch Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)
(Drucks. Nr. 1982/2009 mit 2 Anlagen)
Beigeordneter Schlieckau weist darauf hin, dass der Kulturausschuss beim Thema Neubau der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg zuständig ist, weil das Freizeit- und Bildungszentrum „Weiße Rose“ im Gebäude beheimatet und somit von den Planungen betroffen ist.
Ratsherr Dr. Tilsen kritisiert generell, dass die Bauvergabe für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg ohne eine offizielle Ausschreibung erfolgt. Die Möglichkeiten einer maximal wirtschaftlichen Realisierung würden hier nicht ausgeschöpft.
Mit dem vorliegenden Raumprogramm, so Ratsherr Förste, sei eine Verringerung der Nutzungsflächen geplant; dies bedeute eine Verschlechterung für die Schüler der IGS Mühlenberg.
Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Gebäudewirtschaft erklärt, dass die geplante Verminderung der Flächen einerseits auf die Reduzierung von unnötigen Verkehrs- bzw. Betriebsflächen zurückzuführen ist. Andererseits sind bei den Programmflächen Mehrfachnutzungen geplant, so dass beispielweise die Schulaula und der Saal in Zukunft auf einer Fläche realisiert werden können. Die beteiligten Nutzer sehen dies als einen Gewinn an Qualität.
Antrag,
Finanzierung
Die Höhe der aus der Umsetzung dieses Modell resultierenden Investitionskosten und die daraus abzuleitenden, jährlich durch die Landeshauptstadt an die GBH als Mietzahlung zu erstattenden Betriebs-, Unterhaltungs- und Finanzierungskosten können derzeit noch nicht exakt beziffert werden. Der externe Gutachter ist in seinem Variantenvergleich von Investitionskosten in Höhe von ca. 54 Mio € ausgegangen. Die jährlichen Kosten der Landeshauptstadt für die Anmietung des Objektes werden bei etwa 5,4 Mio € pro Jahr (Annahme: 10% der Investitionskosten) liegen. Die bisher ungenauen Kostenannahmen sollen wie beantragt im weiteren Verfahren konkretisiert werden.
Als Kostenrahmen wegen vergleichbarer funktionaler, technischer und räumlicher Qualitäten soll bei den Investitionskosten ein Bezug zum soeben abgeschlossenen ÖPP-Neubau-Projekt GS In der Steinbreite hergestellt werden. Für höherwertige funktionale und technische Komponenten einer IGS im Vergleich zu einer Grundschule, für Standortfaktoren und mögliche Preisentwicklungen von 2009 bis zur Erstellung des Neubaus für die IGS Mühlenberg sollen geeignete Anpassungsmechanismen vereinbart werden.
9 Stimmen dafür, 1 Stimme dagegen, 0 Enthaltungen
TOP 5.
Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2009
(Drucks. Nr. 2034/2009)
Ratsfrau Neubauer fragt, wie das Projekt Lesementoring die 25.000 € aus dem Mittelansatz „Initiativen zur kulturellen Bildung“ verwendet.
Frau Dr. Schelle-Wolff erläutert, diese Mittel würden hauptsächlich für Honorare der Fachkräfte benötigt, die die jugendlichen Lesementoren schulen und begleiten. Die Jugendlichen arbeiten ehrenamtlich, aber die professionellen Leistungen des externen Schulungspersonals werden entlohnt. Dies ist auch erforderlich, da die ausgebildeten Jugendlichen ein abschließendes bundesweites Zertifikat, den Kompetenznachweis Kultur, erhalten. Eine Informationsdrucksache zum Thema Lesementoring ist in Vorbereitung und wird dem Kulturausschuss vorgelegt werden.
Im Unterschied dazu ist das Projekt Mentor e.V. grundsätzlich auf die Arbeit von ehrenamtlich Tätigen gegründet.
Ratsfrau Nerenberg hebt das Engagement und die begeisterte Arbeit der Jugendlichen beim Lesementoring hervor. Der Kompetenznachweis sei eine begrüßenswerte Anerkennung und eine qualifizierende Ergänzung der individuellen Lebensläufe.
Mit der Umsetzung der Initiativen zur kulturellen, so Beigeordnete Bittner-Wolff, sollte eine Evaluation der Maßnahmen einhergehen. Sie fragt, wann damit zu rechnen sei.
Herr Wuttig kündigt eine wertende Gesamtschau der Projekte für das Frühjahr 2010 an. Nach zwei Projektjahren sollen insbesondere der Kompetenzgewinn für Jugendliche, die Angebotsvielfalt für Eltern und die Strukturentwicklung für eine Kooperation in den Stadtteilen betrachtet werden.
Antrag,
den aufgeführten Projekten / Vorhaben zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche
zuzustimmen.
Einstimmig beschlossen
TOP 6.
Mietvertrag über das Theater am Aegi
(Drucks. Nr. 2181/2009 mit 1 Anlage)
Antrag,
den Abschluss eines Mietvertrages über das Theater am Aegi zu den in Anlage 1 genannten Vertragsbedingungen zu beschließen.
Abgesetzt, wurde im Stadtbezirksrat in die Fraktionen gezogen
TOP 7.
Sanierung eines ersten Bauabschnittes des Raschplatzpavillons
(Drucks. Nr. 2195/2009 mit 1 Anlage)
Antrag,
der Erstellung der Haushaltsunterlagen Bau für einen ersten Bauabschnitt zur Sanierung des nördlichen Teils des Raschplatzpavillons für max. 6,3 Mio. € zuzustimmen. Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt der Kreditgenehmigung der Kommunalaufsicht zum Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements.
Abgesetzt, wurde im Stadtbezirksrat in die Fraktionen gezogen
TOP 8.
Bericht des Geschäftsbereiches Kultur für das Jahr 2008
(Informationsdrucksache Nr. 2182/2009 mit 2 Anlagen)
Abgesetzt
TOP 9.
Stadtbibliothek Hannover; Projekte zur Verbesserung der Besucherzahlen und
Konzepte zur räumlichen Verbesserung von Stadtteilbibliotheken
(Informationsdrucksache Nr. 2184/2009 mit 1 Anlage)
Beigeordnete Bittner-Wolff begrüßt die Projektidee „Zukunftswerkstatt“ bei der Jugendliche in die bevorstehende Gestaltung der Stadtteilbibliothek im Lindener Rathaus einbezogen werden würden.
Ratsherr List sieht einen Widerspruch zwischen der Zusammenlegung der Lindener Stadtteilbibliotheken am Lindener Markt und dem mit der Drucksache vorgebrachten Bestreben, die Nutzerzahlen der Jugendlichen in den Stadtteilbibliotheken zu verbessern.
Stadträtin Drevermann betont, dass die qualitative Entwicklung des Standortes am Lindener Markt als Maßnahme zur Erhöhung der Nutzerzahlen verstanden werden soll. Auch die Beteiligung am Ausbau von Ganztagsgrundschulen zeigten, dass insbesondere die Angebote zur Mobilisierung von Jugendlichen und Kindern besonders vehement entwickelt und unterstützt werden.
Zur Kenntnis genommen
TOP 10.
Stand der Umsetzung des Gutachtens "Tradition und Innovation". Stand der Kunst im öffentlichen Raum im Innenstadtbereich Hannover-Perspektiven für deren Pflege und Entwicklung"
(Informationsdrucksache Nr. 2186/2009 mit 1 Anlage)
Beigeordnete Bittner-Wolff fragt, welche Möglichkeiten der inhaltlichen Vermittlung für die Kunst im öffentlichen Raum absehbar umgesetzt werden.
Ratsherr Dr. Tilsen fragt, ob ein von der FDP vorgeschlagener Straßenkunstführer umgesetzt werden wird.
Frau Dr. Schelle-Wolff antwortet, dass die Broschüre, die Erläuterungen zu den Kunstwerken im öffentlichen Raum geben soll und Grundlage von Führungen und Rundgängen sein wird, 2010 dem Kulturausschuss vorgelegt werden kann.
Ratsherr List fordert einen Beschluss zur Wiederherstellung des sowjetischen Ehrenmals.
Es wurde eine historische Recherche zu diesem Denkmal initiiert, erinnert Stadträtin Drevermann, die den Kulturausschuss in einer kommenden Sitzung bei seiner Entscheidung unterstützen soll.
Zur Kenntnis genommen
TOP 11.
Bilanz und Perspektiven der interkulturellen Arbeit der Entwicklungspartnerschaft ALBuM - Gemeinsam interkulturelle Stärken leben
(Informationsdrucksache Nr. 2193/2009)
Zur Kenntnis genommen
TOP 12.
Festwochen 2010/ Mündlicher Bericht der Intendantin
Frau Dr. Schweeger bedankt sich für das von der Stadt Hannover gewährte Vertrauen und für die Aufgabe, die Festwochen Herrenhausen als Intendantin zu erneuern und zu gestalten.
Mit ihrer Arbeit möchte sie die Idee der Stadt Hannover befördern, die geistes- und gesellschaftsgeschichtliche Tradition eines Ortes zu beleben und mit den Künsten zu verbinden.
Die Herrenhäuser Gärten manifestieren bis heute das Wirken und den Ideenreichtum des Philosophen Leibniz, sie sind zugleich ein historischer Ort der erlebbaren Künste gewesen. Frau Dr. Schweeger sieht im Barock ein Zeitalter des Übergangs. Vor dem Hintergrund einer überkommenen höfischen Kultur bahnt sich das Industriezeitalter an und findet Eingang in die zeitgenössischen Aufführungen. Dieses ideengeschichtliche Miteinander an einem Ort zeigte sich bis in die barocken Feuerwerke hinein: ihr technisch hochentwickelter Herstellungsaufwand diente in der Inszenierung zur traditionellen Unterhaltung des Herrschaftsadels.
Eine sozusagen barocke Verschränkung von heterogenen Inhalten in der Aufführung, die Leibniz mit dem Begriff des Kunstraums als Raum der Vielfältigkeit umreißt, möchte Frau Dr. Schweeger mit dem Konzept der Festwochen Herrenhausen aufgreifen. Hier sollen Möglichkeiten und Vielfalt der Wahrnehmung, der Erkenntnis, der Kunst, der Wissenschaft, sowie der Musik und der bildenden Kunst zusammenkommen und zugleich ein Nachdenken erlaubt sein.
Die Barockzeit wird von Frau Dr. Schweeger als Epoche des Spiels, des spielenden Menschen, beschrieben. Kreativität und Progression ergänzten sich hier und sollen auch den Inhalt des Festwochenprogramms 2010 bestimmen, das den Titel „Macht des Spiels“ tragen wird.
Opernaufführungen, klassische Konzerte, das Zusammenwirken von Klassik, Jazzmusikern und Illusionisten werden Teil der Festwochen sein. Viele Sponsoren haben bereits ihre Mitarbeit zugesichert.
Frau Dr. Schweeger freut sich auf das Publikum und bittet um die Unterstützung der Ausschussmitglieder.
Das vollständige Programm wird im nächsten Kulturausschuss präsentiert.
Ratsherr Kiaman fragt, wie sich das zukünftige Programm der Festwochen zwischen den Extremen der provokativen Erneuerung und dem bestehenden Publikumsgeschmack einordnet.
Die Provokation ist essentieller Bestandteil der Kunst, so Frau Dr. Schweeger. Ihre Aufgabe ist, etwas beim Besucher auszulösen, ihn zum Dialog anzuregen. Die Provokation ist jedoch kein Selbstzweck, sondern Teil einer intensiven Aufführung, die den Besucher bewegt. In diesem Sinne erfordert die Erneuerung des Programms der Festwochen, dass sich die Besucher auf Neues einlassen, aber auch Bewährtes erwarten können.
Auch heute renommierte Autoren und Künstler mussten mit viel Geduld im Aufführungsbetrieb etabliert werden.
Beigeordnete Bittner-Wolff fragt, ob es Ansätze gibt, wie ein jüngeres Publikum für die Festwochen gewonnen werden kann.
Frau Dr. Schweeger antwortet, dass eine „Akademie der Spiele“ geplant sei, die eine aktive Beteiligung durch Workshops vorsieht.
Ratsherr Busse meint, dass im Barockzeitalter der Souverän das Programm bezahlt und bestimmt habe. Er fragt Frau Dr. Schweeger, ob sie sich dem heutigen Souverän, dem Volk, mit ihrem Programm verpflichtet sieht.
Frau Dr. Schweeger strebt an vor vollen Räumen zu spielen. Sie erinnert daran, dass die Raumkapazitäten in Herrenhausen aber nur Besucherzahlen von 300 bis 450 Personen zulassen. Dieses Angebot soll mit seiner Qualität bekannt werden und das Publikum nach Herrenhausen ziehen, es kann nicht für ein Massenpublikum sein.
Ratsherr Dr. Tilsen fragt, ob die gewonnenen Sponsoren wissen, wie neuartig das Programm ist und das ein Publikum erst gewonnen werden muss.
Stadträtin Drevermann teilt mit, dass den Sponsoren bewusst sei, dass das Angebot der Festwochen in Hannover etabliert werden soll und ein kurzfristiger Erfolg wünschenswert ist aber derzeit nicht abgesichert werden kann.
Frau Dr. Schweeger ergänzt, dass sich der Erfolg eines Projektes nicht allein an der Auslastung der Veranstaltungsorte bemisst.
TOP 13.
Bericht der Dezernentin
Stadträtin Drevermann weist auf den Beginn der Winterkonzerte in der Galerie der Herrenhäuser Gärten hin.
Sie erinnert an das 30jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit der Stadt Poznan, die durch ein Programm begleitet wird.
Im Historischen Museum finden Ausstellungen statt, die sich den Themen „Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“ sowie „20 Jahre Mauerfall“ widmen.
Das Winterfest in den Herrenhäuser Gärten findet im November statt.
Der Dezembertermin des Kulturausschusses wird einvernehmlich auf den 11.12.2009 um 13.00 Uhr verlegt.
Das Theater an der Bult, so Stadträtin Drevermann, wird vom Theater für Niedersachsen (TfN) aufgegeben.
Ein Mitarbeiter des Historischen Museums erläutert die Planungen den historischen Beginenturm zum Museumsraum zu entwickeln.
Die baugeschichtliche Erforschung ist abgeschlossen. Der Baukörper wird derzeit hinsichtlich seines technischen Ausbaus zur musealen Nutzung geprüft. Ein vollständiger barrierefreier Zugang kann aufgrund der historischen Bausubstanz nicht hergestellt werden.
Ziel des Umbaus wird sein, den mittelalterlichen Turm zu einer Ausstellungsfläche und zu einem Erlebnisraum umzugestalten: Auf der Erdgeschossebene wird ein barrierefreies Besucherzentrum entstehen, dass die Erlebnisperspektive des Turms vorwegnimmt und Informationen für alle bereitstellt, die das Gebäude nicht vollständig begehen können. In der ersten Etage wird die Einbindung des Bauwerks in die Altstadt dokumentiert werden. Die Funktionen des historischen Wehrturms sind im zweiten Obergeschoss dargestellt. Die abschließenden Geschosse dienen mit ihrem Panoramaausblick dazu, die faszinierende Stellung in der Stadt zu verdeutlichen.
Die Zugangstickets sollen einerseits in den Eintritt für das Historische Museum eingebunden werden, es soll aber auch ein separater und ausschließlicher Eintritt für den Turm ermöglicht werden.
Ein Mitarbeiter des Historischen Museums erläutert, der Bedarf für einen Toilettenbereich wird durch die Sanitäreinrichtungen des Historischen Museums gewährleistet.
Ratsherr Busse fragt nach der zeitlichen Perspektive für die bauliche Realisierung.
Stadträtin Drevermann erläutert, dass 150.000 € Baumittel bereits beschlossen wurden. Sollten darüber hinaus weitere Kosten anfallen, müssten Drittmittel eingeworben werden. Die Baukostenplanung ist vor dem Abschluss, nachdem eine Entscheidung gegen einen vollständigen barrierefreien Zugang getroffen wurde.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
Beigeordneter Schlieckau eröffnet die 25. Sitzung des Kulturausschusses. Er stellt die ordnungsgemäße Einberufung und die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest.
Er stellt zur Tagesordnung fest, dass die zu TOP 6 und TOP 7 vorgelegten Drucksachen abgesetzt werden müssen und folglich in dieser Sitzung nicht vom Kulturausschuss verhandelt werden können. In den gemäß der Beratungsabfolge vorab zuständigen Stadtbezirksräten wurden die Drucksachen in die Fraktionen gezogen.
TOP 8 wird abgesetzt. Die Drucksache soll in der Januarsitzung des Kulturausschusses behandelt werden.
Weiterhin informiert der Beigeordnete Schlieckau, dass die zu TOP 11 versandten Unterlagen nicht mit der zu verhandelnden Drucksache 2193/2009 übereinstimmen. Diese liegt aber als Tischvorlage den Ausschussmitgliedern vor.
Er begrüßt Frau Dr. Schweeger, die Intendantin der Festwochen Herrenhausen, im Namen des Kulturausschusses.
TOP 2.
EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE
Der Beigeordnete Schlieckau stellt fest, dass keine Einwohnerinnen oder Einwohner anwesend sind, um von ihrem Fragerecht Gebrauch machen zu können.
TOP 3.
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 18.09.2009
Auf Hinweis der Beigeordneten Bittner-Wolff wird das Protokoll des Kulturausschusses vom 18.09.2009 ergänzt:
[Die Beigeordnete Bittner-Wolff ist anwesend von 14.00 bis 14.45 Uhr. Ratsherr Borchers vertritt sie danach von 14.45 bis 15.45 Uhr.]
Genehmigt mit Änderung
TOP 4.
Integrierte Gesamtschule Mühlenberg, Neubau durch Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)
(Drucks. Nr. 1982/2009 mit 2 Anlagen)
Beigeordneter Schlieckau weist darauf hin, dass der Kulturausschuss beim Thema Neubau der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg zuständig ist, weil das Freizeit- und Bildungszentrum „Weiße Rose“ im Gebäude beheimatet und somit von den Planungen betroffen ist.
Ratsherr Dr. Tilsen kritisiert generell, dass die Bauvergabe für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg ohne eine offizielle Ausschreibung erfolgt. Die Möglichkeiten einer maximal wirtschaftlichen Realisierung würden hier nicht ausgeschöpft.
Mit dem vorliegenden Raumprogramm, so Ratsherr Förste, sei eine Verringerung der Nutzungsflächen geplant; dies bedeute eine Verschlechterung für die Schüler der IGS Mühlenberg.
Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Gebäudewirtschaft erklärt, dass die geplante Verminderung der Flächen einerseits auf die Reduzierung von unnötigen Verkehrs- bzw. Betriebsflächen zurückzuführen ist. Andererseits sind bei den Programmflächen Mehrfachnutzungen geplant, so dass beispielweise die Schulaula und der Saal in Zukunft auf einer Fläche realisiert werden können. Die beteiligten Nutzer sehen dies als einen Gewinn an Qualität.
Antrag,
- Abweichend von der Beschlusslage aus Drs. 0518/2006 wird die IGS nicht saniert, sondern mit dem in Anlage 1 dargestellten Raumprogramm neu errichtet.
- Die Verwaltung erarbeitet mit der GBH einen Vertrag zur Errichtung eines entsprechenden Neubaus für die integrierte Gesamtschule Mühlenberg durch die GBH mit folgenden Eckpunkten:
- Bestellung eines Erbbaurechts am Schulgrundstück zugunsten der GBH,
- Veräußerung des Gebäudekomplexes an die GBH,
- Umsetzung des Raumprogramms gem. Anlage 1 auf Basis eines von der GBH in Abstimmung mit der LHH durchzuführenden Realisierungswettbewerbes zur Findung des für die Schule und die weiteren Nutzungen geeigneten funktionalen, wirtschaft- lichen, städtebaulichen, gestalterischen und nachhaltigen Konzepts für einen Neubau,
- Ermittlung der dazugehörigen Investitions-, Unterhaltungs- und Betriebskosten durch die GBH als Basis der Mietpreisbildung,
- Gestaltung einer langfristigen Anmietung des Neubaus durch LHH analog zu den bei der IGS List/Gymnasium Leibnizschule mit der union-boden GmbH beschlossenen Rahmenbedingungen und legt die wesentlichen Punkte des Vertrages den Ratsgremien zu gegebener Zeit zur Beschlussfassung vor.
Finanzierung
Die Höhe der aus der Umsetzung dieses Modell resultierenden Investitionskosten und die daraus abzuleitenden, jährlich durch die Landeshauptstadt an die GBH als Mietzahlung zu erstattenden Betriebs-, Unterhaltungs- und Finanzierungskosten können derzeit noch nicht exakt beziffert werden. Der externe Gutachter ist in seinem Variantenvergleich von Investitionskosten in Höhe von ca. 54 Mio € ausgegangen. Die jährlichen Kosten der Landeshauptstadt für die Anmietung des Objektes werden bei etwa 5,4 Mio € pro Jahr (Annahme: 10% der Investitionskosten) liegen. Die bisher ungenauen Kostenannahmen sollen wie beantragt im weiteren Verfahren konkretisiert werden.
Als Kostenrahmen wegen vergleichbarer funktionaler, technischer und räumlicher Qualitäten soll bei den Investitionskosten ein Bezug zum soeben abgeschlossenen ÖPP-Neubau-Projekt GS In der Steinbreite hergestellt werden. Für höherwertige funktionale und technische Komponenten einer IGS im Vergleich zu einer Grundschule, für Standortfaktoren und mögliche Preisentwicklungen von 2009 bis zur Erstellung des Neubaus für die IGS Mühlenberg sollen geeignete Anpassungsmechanismen vereinbart werden.
9 Stimmen dafür, 1 Stimme dagegen, 0 Enthaltungen
TOP 5.
Initiativen zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche 2009
(Drucks. Nr. 2034/2009)
Ratsfrau Neubauer fragt, wie das Projekt Lesementoring die 25.000 € aus dem Mittelansatz „Initiativen zur kulturellen Bildung“ verwendet.
Frau Dr. Schelle-Wolff erläutert, diese Mittel würden hauptsächlich für Honorare der Fachkräfte benötigt, die die jugendlichen Lesementoren schulen und begleiten. Die Jugendlichen arbeiten ehrenamtlich, aber die professionellen Leistungen des externen Schulungspersonals werden entlohnt. Dies ist auch erforderlich, da die ausgebildeten Jugendlichen ein abschließendes bundesweites Zertifikat, den Kompetenznachweis Kultur, erhalten. Eine Informationsdrucksache zum Thema Lesementoring ist in Vorbereitung und wird dem Kulturausschuss vorgelegt werden.
Im Unterschied dazu ist das Projekt Mentor e.V. grundsätzlich auf die Arbeit von ehrenamtlich Tätigen gegründet.
Ratsfrau Nerenberg hebt das Engagement und die begeisterte Arbeit der Jugendlichen beim Lesementoring hervor. Der Kompetenznachweis sei eine begrüßenswerte Anerkennung und eine qualifizierende Ergänzung der individuellen Lebensläufe.
Mit der Umsetzung der Initiativen zur kulturellen, so Beigeordnete Bittner-Wolff, sollte eine Evaluation der Maßnahmen einhergehen. Sie fragt, wann damit zu rechnen sei.
Herr Wuttig kündigt eine wertende Gesamtschau der Projekte für das Frühjahr 2010 an. Nach zwei Projektjahren sollen insbesondere der Kompetenzgewinn für Jugendliche, die Angebotsvielfalt für Eltern und die Strukturentwicklung für eine Kooperation in den Stadtteilen betrachtet werden.
Antrag,
den aufgeführten Projekten / Vorhaben zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche
zuzustimmen.
Einstimmig beschlossen
TOP 6.
Mietvertrag über das Theater am Aegi
(Drucks. Nr. 2181/2009 mit 1 Anlage)
Antrag,
den Abschluss eines Mietvertrages über das Theater am Aegi zu den in Anlage 1 genannten Vertragsbedingungen zu beschließen.
Abgesetzt, wurde im Stadtbezirksrat in die Fraktionen gezogen
TOP 7.
Sanierung eines ersten Bauabschnittes des Raschplatzpavillons
(Drucks. Nr. 2195/2009 mit 1 Anlage)
Antrag,
der Erstellung der Haushaltsunterlagen Bau für einen ersten Bauabschnitt zur Sanierung des nördlichen Teils des Raschplatzpavillons für max. 6,3 Mio. € zuzustimmen. Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt der Kreditgenehmigung der Kommunalaufsicht zum Wirtschaftsplan des Gebäudemanagements.
Abgesetzt, wurde im Stadtbezirksrat in die Fraktionen gezogen
TOP 8.
Bericht des Geschäftsbereiches Kultur für das Jahr 2008
(Informationsdrucksache Nr. 2182/2009 mit 2 Anlagen)
Abgesetzt
TOP 9.
Stadtbibliothek Hannover; Projekte zur Verbesserung der Besucherzahlen und
Konzepte zur räumlichen Verbesserung von Stadtteilbibliotheken
(Informationsdrucksache Nr. 2184/2009 mit 1 Anlage)
Beigeordnete Bittner-Wolff begrüßt die Projektidee „Zukunftswerkstatt“ bei der Jugendliche in die bevorstehende Gestaltung der Stadtteilbibliothek im Lindener Rathaus einbezogen werden würden.
Ratsherr List sieht einen Widerspruch zwischen der Zusammenlegung der Lindener Stadtteilbibliotheken am Lindener Markt und dem mit der Drucksache vorgebrachten Bestreben, die Nutzerzahlen der Jugendlichen in den Stadtteilbibliotheken zu verbessern.
Stadträtin Drevermann betont, dass die qualitative Entwicklung des Standortes am Lindener Markt als Maßnahme zur Erhöhung der Nutzerzahlen verstanden werden soll. Auch die Beteiligung am Ausbau von Ganztagsgrundschulen zeigten, dass insbesondere die Angebote zur Mobilisierung von Jugendlichen und Kindern besonders vehement entwickelt und unterstützt werden.
Zur Kenntnis genommen
TOP 10.
Stand der Umsetzung des Gutachtens "Tradition und Innovation". Stand der Kunst im öffentlichen Raum im Innenstadtbereich Hannover-Perspektiven für deren Pflege und Entwicklung"
(Informationsdrucksache Nr. 2186/2009 mit 1 Anlage)
Beigeordnete Bittner-Wolff fragt, welche Möglichkeiten der inhaltlichen Vermittlung für die Kunst im öffentlichen Raum absehbar umgesetzt werden.
Ratsherr Dr. Tilsen fragt, ob ein von der FDP vorgeschlagener Straßenkunstführer umgesetzt werden wird.
Frau Dr. Schelle-Wolff antwortet, dass die Broschüre, die Erläuterungen zu den Kunstwerken im öffentlichen Raum geben soll und Grundlage von Führungen und Rundgängen sein wird, 2010 dem Kulturausschuss vorgelegt werden kann.
Ratsherr List fordert einen Beschluss zur Wiederherstellung des sowjetischen Ehrenmals.
Es wurde eine historische Recherche zu diesem Denkmal initiiert, erinnert Stadträtin Drevermann, die den Kulturausschuss in einer kommenden Sitzung bei seiner Entscheidung unterstützen soll.
Zur Kenntnis genommen
TOP 11.
Bilanz und Perspektiven der interkulturellen Arbeit der Entwicklungspartnerschaft ALBuM - Gemeinsam interkulturelle Stärken leben
(Informationsdrucksache Nr. 2193/2009)
Zur Kenntnis genommen
TOP 12.
Festwochen 2010/ Mündlicher Bericht der Intendantin
Frau Dr. Schweeger bedankt sich für das von der Stadt Hannover gewährte Vertrauen und für die Aufgabe, die Festwochen Herrenhausen als Intendantin zu erneuern und zu gestalten.
Mit ihrer Arbeit möchte sie die Idee der Stadt Hannover befördern, die geistes- und gesellschaftsgeschichtliche Tradition eines Ortes zu beleben und mit den Künsten zu verbinden.
Die Herrenhäuser Gärten manifestieren bis heute das Wirken und den Ideenreichtum des Philosophen Leibniz, sie sind zugleich ein historischer Ort der erlebbaren Künste gewesen. Frau Dr. Schweeger sieht im Barock ein Zeitalter des Übergangs. Vor dem Hintergrund einer überkommenen höfischen Kultur bahnt sich das Industriezeitalter an und findet Eingang in die zeitgenössischen Aufführungen. Dieses ideengeschichtliche Miteinander an einem Ort zeigte sich bis in die barocken Feuerwerke hinein: ihr technisch hochentwickelter Herstellungsaufwand diente in der Inszenierung zur traditionellen Unterhaltung des Herrschaftsadels.
Eine sozusagen barocke Verschränkung von heterogenen Inhalten in der Aufführung, die Leibniz mit dem Begriff des Kunstraums als Raum der Vielfältigkeit umreißt, möchte Frau Dr. Schweeger mit dem Konzept der Festwochen Herrenhausen aufgreifen. Hier sollen Möglichkeiten und Vielfalt der Wahrnehmung, der Erkenntnis, der Kunst, der Wissenschaft, sowie der Musik und der bildenden Kunst zusammenkommen und zugleich ein Nachdenken erlaubt sein.
Die Barockzeit wird von Frau Dr. Schweeger als Epoche des Spiels, des spielenden Menschen, beschrieben. Kreativität und Progression ergänzten sich hier und sollen auch den Inhalt des Festwochenprogramms 2010 bestimmen, das den Titel „Macht des Spiels“ tragen wird.
Opernaufführungen, klassische Konzerte, das Zusammenwirken von Klassik, Jazzmusikern und Illusionisten werden Teil der Festwochen sein. Viele Sponsoren haben bereits ihre Mitarbeit zugesichert.
Frau Dr. Schweeger freut sich auf das Publikum und bittet um die Unterstützung der Ausschussmitglieder.
Das vollständige Programm wird im nächsten Kulturausschuss präsentiert.
Ratsherr Kiaman fragt, wie sich das zukünftige Programm der Festwochen zwischen den Extremen der provokativen Erneuerung und dem bestehenden Publikumsgeschmack einordnet.
Die Provokation ist essentieller Bestandteil der Kunst, so Frau Dr. Schweeger. Ihre Aufgabe ist, etwas beim Besucher auszulösen, ihn zum Dialog anzuregen. Die Provokation ist jedoch kein Selbstzweck, sondern Teil einer intensiven Aufführung, die den Besucher bewegt. In diesem Sinne erfordert die Erneuerung des Programms der Festwochen, dass sich die Besucher auf Neues einlassen, aber auch Bewährtes erwarten können.
Auch heute renommierte Autoren und Künstler mussten mit viel Geduld im Aufführungsbetrieb etabliert werden.
Beigeordnete Bittner-Wolff fragt, ob es Ansätze gibt, wie ein jüngeres Publikum für die Festwochen gewonnen werden kann.
Frau Dr. Schweeger antwortet, dass eine „Akademie der Spiele“ geplant sei, die eine aktive Beteiligung durch Workshops vorsieht.
Ratsherr Busse meint, dass im Barockzeitalter der Souverän das Programm bezahlt und bestimmt habe. Er fragt Frau Dr. Schweeger, ob sie sich dem heutigen Souverän, dem Volk, mit ihrem Programm verpflichtet sieht.
Frau Dr. Schweeger strebt an vor vollen Räumen zu spielen. Sie erinnert daran, dass die Raumkapazitäten in Herrenhausen aber nur Besucherzahlen von 300 bis 450 Personen zulassen. Dieses Angebot soll mit seiner Qualität bekannt werden und das Publikum nach Herrenhausen ziehen, es kann nicht für ein Massenpublikum sein.
Ratsherr Dr. Tilsen fragt, ob die gewonnenen Sponsoren wissen, wie neuartig das Programm ist und das ein Publikum erst gewonnen werden muss.
Stadträtin Drevermann teilt mit, dass den Sponsoren bewusst sei, dass das Angebot der Festwochen in Hannover etabliert werden soll und ein kurzfristiger Erfolg wünschenswert ist aber derzeit nicht abgesichert werden kann.
Frau Dr. Schweeger ergänzt, dass sich der Erfolg eines Projektes nicht allein an der Auslastung der Veranstaltungsorte bemisst.
TOP 13.
Bericht der Dezernentin
Stadträtin Drevermann weist auf den Beginn der Winterkonzerte in der Galerie der Herrenhäuser Gärten hin.
Sie erinnert an das 30jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit der Stadt Poznan, die durch ein Programm begleitet wird.
Im Historischen Museum finden Ausstellungen statt, die sich den Themen „Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“ sowie „20 Jahre Mauerfall“ widmen.
Das Winterfest in den Herrenhäuser Gärten findet im November statt.
Der Dezembertermin des Kulturausschusses wird einvernehmlich auf den 11.12.2009 um 13.00 Uhr verlegt.
Das Theater an der Bult, so Stadträtin Drevermann, wird vom Theater für Niedersachsen (TfN) aufgegeben.
Ein Mitarbeiter des Historischen Museums erläutert die Planungen den historischen Beginenturm zum Museumsraum zu entwickeln.
Die baugeschichtliche Erforschung ist abgeschlossen. Der Baukörper wird derzeit hinsichtlich seines technischen Ausbaus zur musealen Nutzung geprüft. Ein vollständiger barrierefreier Zugang kann aufgrund der historischen Bausubstanz nicht hergestellt werden.
Ziel des Umbaus wird sein, den mittelalterlichen Turm zu einer Ausstellungsfläche und zu einem Erlebnisraum umzugestalten: Auf der Erdgeschossebene wird ein barrierefreies Besucherzentrum entstehen, dass die Erlebnisperspektive des Turms vorwegnimmt und Informationen für alle bereitstellt, die das Gebäude nicht vollständig begehen können. In der ersten Etage wird die Einbindung des Bauwerks in die Altstadt dokumentiert werden. Die Funktionen des historischen Wehrturms sind im zweiten Obergeschoss dargestellt. Die abschließenden Geschosse dienen mit ihrem Panoramaausblick dazu, die faszinierende Stellung in der Stadt zu verdeutlichen.
Die Zugangstickets sollen einerseits in den Eintritt für das Historische Museum eingebunden werden, es soll aber auch ein separater und ausschließlicher Eintritt für den Turm ermöglicht werden.
Ein Mitarbeiter des Historischen Museums erläutert, der Bedarf für einen Toilettenbereich wird durch die Sanitäreinrichtungen des Historischen Museums gewährleistet.
Ratsherr Busse fragt nach der zeitlichen Perspektive für die bauliche Realisierung.
Stadträtin Drevermann erläutert, dass 150.000 € Baumittel bereits beschlossen wurden. Sollten darüber hinaus weitere Kosten anfallen, müssten Drittmittel eingeworben werden. Die Baukostenplanung ist vor dem Abschluss, nachdem eine Entscheidung gegen einen vollständigen barrierefreien Zugang getroffen wurde.
Beigeordneter Schlieckau schließt die Sitzung um 16.00 Uhr.
Für die Niederschrift
Stadträtin Protokollführer
Stadträtin Protokollführer
