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Teilhaushalt: 52 Sport und Bäder
Produkt: 42403 Bäder
Ertrag/Aufwand: Neubau Fössebad
Antrag,
zu beschließen:
Die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover wird aufgefordert, die Beschlussdrucksache mit der Nummer 0668/2020 umzusetzen. In der Planung dieser geht der Neubau des Fössebades 2024 in Betrieb.
Die in der derzeitigen Haushaltsplanung aufgeführte Bruttosumme von 40.317 Tsd. EUR wird auf die Jahre 2023 und 2024 dergestalt aufgeteilt, dass ein realistischer Mittelabfluss abgebildet werden kann.
Begründung
Seit fast dreißig Jahren sind die Schwimmhalle des Fössebades sowie das Außenschwimmbecken marode und bedürfen, mit über die Zeit stetig steigender Dringlichkeit, einer Sanierung. Passiert war nichts, und so wurde vor Jahren das Außenbecken vom Gesundheitsamt der Region Hannover gesperrt, da die Pumpenanlage zur Aufbereitung des Wassers nicht mehr den geltenden Anforderungen entsprach. Trauriger Höhepunkt ist nun die Schließung des Bades aufgrund Mängeln in der Dachkonstruktion. Laut der Homepages Bades wird die Schließung voraussichtlich bis März 2023 andauern, womit die Badesaison im Winter komplett nicht bespielt werden kann.
Nach jahrelang währender Diskussion um einen Neubau der Schwimmhalle und dem Abwägungsprozess zwischen reiner Hallenbad-Variante und der Wiederherstellung des Bades als Kombibad (also die Ausführung des Neubaus mit Außenschwimmbecken), wurde im Rat der Stadt Hannover mit der Beschlussdrucksache Nr. 0668/2020 der Beschluss gefasst, dass es einen Neubau des Fössebades mit Außenschwimmbecken geben soll. Terminierter Baubeginn sollte im Jahre 2021 sein und die Fertigstellung im Jahre 2024 erfolgen. Die Verwaltung hat dem Beschluss der Politik nicht Folge geleistet.
Allein der lange politische Prozess, welcher zu dieser Entscheidungsfindung führte, sollte, wie auch die breite Zustimmung im Rat für dieses Projekt, ausreichen, den Entscheidungsträger*innen vor Augen zu führen, dass es sich bei dieser Maßnahme nicht um ein ‚nice to have‘-Projekt handelt.
Vielmehr ist der Neubau des Fössebades ein Ankerprojekt, um in Kombination mit dem Stadionbad, Anforderungen von Breiten- und Spitzenschwimmsport zu vereinen. Darüber hinaus sorgt der Außenbereich des Bades für eine Attraktivitätssteigerung im Freizeitbereich, welche weit über den Stadtbezirk hinausreicht. Vor dem Hintergrund einer entstehenden Wasserstadt ist dies auch mehr als notwendig.
Dirk Machentanz
Fraktionsvorsitzender