Änderungsantrag zum Haushalt Nr. H-0426/2019:
Teilhaushalt: 41 Kultur
Produkt: 26201 Musikpflege Projektförderungen

Inhalt der Drucksache:

Den Antragstext finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Teilhaushalt: 41 Kultur
Produkt: 26201 Musikpflege Projektförderungen

Antrag zu beschließen:

1. Folgende Ansatzveränderung ab dem Haushaltsjahr 2019 vorzunehmen:
Der Aufwand in Höhe von 53.931 Euro
wird um 20.000 Euro
auf insgesamt 73.931 Euro erhöht.
Der Haushaltsansatz für die Projektförderungen im Bereich Musik wird dauerhaft auf 73.931 Euro erhöht. In den Jahren 2019 und 2020 wird das Projekt „Internationale Begegnungen Kinder- und Jugendchorzentrum Christuskirche“ aus dem erhöhten Ansatz gefördert.

2. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, dem Kulturausschuss über die Entwicklung der Antragstellung sowie über die Vergabe der Förderungen jährlich eine Infodrucksache vorzulegen.

Begründung:

Mit der Musikprojektförderung der Landeshauptstadt Hannover werden Konzertvorhaben der freien Musikszene in Hannover gefördert, die ein Fundament der Musikstadt darstellen. Der Mittelansatz für diese Projektzuwendungen, aus dem sämtliche förderfähige Konzertvorhaben von freien MusikerInnen in und aus Hannover unterstützt werden, besteht aus einem jährlichen Betrag von insgesamt 53 T €. Durch die steigende Zahl und das steigende Volumen von Anträgen zur Projektförderung, können aus diesem Ansatz aktuell nur sehr geringfügige Förderungen erfolgen. Bei gleichbleibendem Förderbetrag hat sich die Antragssumme in den vergangenen vier Jahren von 97.000 auf 176.000 Euro nahezu verdoppelt.
Die städtische Musikprojektförderung beträgt dabei durchschnittlich lediglich ca. 10 % des finanziellen Volumens der Projekte. Der hauptsächliche Anteil besteht mit ca. 20-25 % aus Eigenmitteln und ca. 65-70 % aus einem Mix von Drittmitteln. Die städtische Förderung stellt somit zwar eine wesentliche Stütze des musikalischen Angebots der Stadt dar, die Projekte sind aber im hohen Maß auf weitere Förderungen angewiesen und oft droht die Realisierung zu scheitern, wenn die städtischen Mittel nicht gewährt werden. Die Honorierung der Musikerinnen und Musiker ist dabei in der Regel nicht auskömmlich und liegt oft unterhalb der Mindestlohnhöhe.
Um dem deutlich gestiegenen Bedarf Rechnung zu tragen und einerseits mehr Projekte fördern zu können und andererseits eine Honorierung der Musikerinnen und Musiker sicherzustellen, soll der Mittelansatz dauerhaft erhöht werden.
Zur größeren Transparenz über die Mittelvergabe und die Entwicklung der Antragssituation soll dem Kulturausschuss zukünftig jährlich über die geförderten Projekte berichtet werden.




Christine Kastning Dr. Freya Markowis Wilfried H. Engelke
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender