Änderungsantrag zum Haushalt Nr. H-0350/2019:
Teilhaushalt: 51 Jugend und Familie
Produkt: 36501 Kindertagesbetreuung
Ertrag/Aufwand: Familienzentren

Informationen:

verwandte Drucksachen:

H-0350/2019 (Originalvorlage)

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Inhalt der Drucksache:

Den Antragstext finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Teilhaushalt: 51 Jugend und Familie
Produkt: 36501 Kindertagesbetreuung
Ertrag/Aufwand: Familienzentren

Antrag zu beschließen:

Folgende Ansatzveränderung für 2019 vorzunehmen:

Der Aufwand in Höhe von 18.893.391 Euro


wird um 100.000 Euro
auf insgesamt 18.993.391 Euro erhöht.

Folgende Ansatzveränderung ab 2020 vorzunehmen:

Der Aufwand in Höhe von 19.924,182 Euro


wird um 130.000 Euro
auf insgesamt 20.054.182 Euro erhöht.

Mit der Ansatzerhöhung werden die Zuschüsse zu den Familienzentren erhöht, um die bestehenden Maßnahmen zu sichern und besser auszustatten, sowie die Möglichkeit eröffnet, trägerbezogenen Sachkosten zu finanzieren.


Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, die Förderung von einer Projektförderung auf eine aufwandsbezogene Förderung umzustellen.

Begründung:

Seit dem Jahr 2006 fördert die Stadt Hannover Familienzentren und wird 2019 insgesamt 48 Einrichtungen dieser Art betreiben. Diese arbeiten sozialraumorientiert, sind offen für alle Menschen im Stadtteil und bieten Familien schnelle Hilfen aus einer Hand. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit und Teilhabeförderung, meistens in Stadtteilen mit besonderen sozialen Handlungsbedarf. Eltern werden aktiv eingebunden und die Bildungschancen von Kindern nachweislich verbessert (höhere Schullaufbahn—empfehlungen, bessere Ergebnisse bei Sprachstandserhebungen, Anstieg der Schulfähigkeit). Familienzentren verbessern die Integration von Kindern und Eltern (vornehmlich mit Migrationshintergrund), stärken die soziale Teilhabe und eröffnen echte Chancen zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Die Festkostenfinanzierung von 40.000 Euro (bzw. 55.000 Euro für größere Familienzentren) ist seit Einrichtung der Familienzentren vor 12 Jahren nicht erhöht worden, so dass inzwischen auch große Teile der Sachkosten genutzt werden, um ungedeckte Personalkosten aufzufangen.
Dadurch können die Familienzentren ihre Angebote nicht mehr vollständig oder nur noch eingeschränkt durchführen. Die Umstellung auf einen Leistungsvertrag soll den auf Dauer angelegten Familienzentren Planungssicherheit geben.
Um das Erfolgsmodell „Familienzentrum" in Hannover hinsichtlich Inhalt, Umfang und Qualität der erbrachten Leistungen zu konsolidieren, ist eine Ansatzerhöhung zwingend erforderlich.

Christine Kastning Norbert Gast Patrick Döring


Fraktionsvorsitzende stl. Fraktionsvorsitzender stl. Fraktionsvorsitzender