Drucksache Nr. 3087/2007:
Sanierung der Straßenbrücke über den Mittellandkanal im Zuge „Auf der Horst“

Inhalt der Drucksache:

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3087/2007
3
 

Sanierung der Straßenbrücke über den Mittellandkanal im Zuge „Auf der Horst“

Antrag,

der Sanierungsmaßnahme der Brücke „Auf der Horst“, wie in der Begründung dargestellt,
und dem Baubeginn zuzustimmen.

Finanzielle Auswirkungen:
Haushaltsmanagementkontierung: 6300.187-950100
Bezeichnung: Gemeindestraßen / Kanalbrücke Auf der Horst

Vermögenshaushalt:
Verpflichtungsermächtigung 2007 z. L. 2008: 2.500.000 €
Verpflichtungsermächtigung 2007 z. L. 2009: 500.000 €

Vorgesehen in der MifriFi 2007 bis 2011:
2008 2.500.000 €
2009 500.000 €

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Im Rahmen der Planung der Baumaßnahmen werden genderspezifische Belange beachtet. Fragen der sozialen Sicherheit und einer behindertengerechten Verkehrsführung während der Bauzeit werden berücksichtigt.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
Investitionenin €bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
Verwaltungs-
haushalt;
auchInvestitions-
folgekosten
in € p.a.bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
EinnahmenEinnahmen
Finanzierungsanteile von DrittenBetriebseinnahmen
sonstige EinnahmenFinanzeinnahmen von Dritten
Einnahmen insgesamt€0.00 Einnahmen insgesamt€0.00 
AusgabenAusgaben
ErwerbsaufwandPersonalausgaben
Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung€3,000,000.006300.187-950100Sachausgaben
EinrichtungsaufwandZuwendungen
Investitionszuschuss an DritteKalkulatorische Kosten€240,000.00Einzelplan 9
Ausgaben insgesamt€3,000,000.00 Ausgaben insgesamt€240,000.00 
Finanzierungssaldo(€3,000,000.00) Überschuss / Zuschuss(€240,000.00) 

Begründung des Antrages

1. Ausgangslage

Die Straße „Auf der Horst“ wird über den Mittellandkanal mit einer Stahl-Bogenbrücke über-
führt. Die Brücke wurde 1968 als Stahl-Bogenbrücke mit Stahlbetonfahrbahnplatte fertig ge-
stellt. Die Stützweite der Brücke beträgt 61,60 m, die Breite 25,50 m. Die Stahlbeton-
Brückenplatte ist mit vielen Quer- und Längsfugen sowie Durchdringungen an den Hänger- und Bogenfußpunkten ausgeführt. Fugen und Durchdringungspunkte sowie die Abdichtung auf der Fahrbahn sind seit vielen Jahren undicht und durchfeuchtet. Das eindringende Was-
ser hat über Jahre zu Schäden geführt. Bei den regelmäßig durchgeführten Brückenprü-
fungen wurde eine stetige Verschlechterung des Schadensbildes festgehalten.

In der letzten Brückenhauptprüfung, die von einem Ingenieurbüro durchgeführt wurde, stellte der Prüfer an der Stahlkonstruktion und an der Betonkonstruktion erhebliche Schäden fest, die neben dem Alter der Brücke auf die Schwachstellen in der Konstruktion zurückgeführt werden. Im Prüfungsergebnis wurde die dringende Notwendigkeit einer Grundinstand-
setzung der Konstruktion mit Beseitigung der Schwachstellen festgehalten. Die Betriebs-
sicherheit der Brücke ist noch nicht gefährdet. Um die Betriebssicherheit zu erhalten und die Brücke in ihrer Tragfähigkeit nicht herunterstufen zu müssen, ist eine Sanierung umgehend erforderlich.



2. Beschreibung des Vorhabens

Folgende Instandsetzungsmaßnahmen sind vorgesehen:

- Erneuerung der Fahrbahnplatte als Stahlverbundplatte in Längs- und Querrichtung ohne Querfugen.
- Erneuerung der vorhandenen Stahlbeton-Nebenanlagen durch Stahlkonstruktion mit wasserdichter Verschweißung der Hänger- und Bogendurchdringungen.
- Erneuerung der Fahrbahnübergänge und Lager entsprechend dem Stand der Technik.
- Erneuerung des gesamten Korrosionsschutzes.

Die konstruktiven Veränderungen wurden von einem Ingenieurbüro untersucht und haben sich bereits bei der Sanierung (1996-1997) der baugleichen Brücke über die DB im Zuge der Bornumer Str. bewährt.


3. Bauzeit / Bauablauf

Mit den Arbeiten soll im Frühjahr 2008 begonnen werden, die Fertigstellung ist Mitte 2009 vorgesehen. Wegen witterungsabhängiger Arbeiten wird von November 2008 bis Januar 2009 eine Winterpause eingelegt.

Der Bauablauf der Brückensanierung ist auf die im Jahr 2008 vorgesehenen Straßen-
bauarbeiten in der Garbsener Landstraße abgestimmt.

Die Arbeiten beginnen mit dem Korrosionsschutz der Bögen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs in beiden Fahrtrichtungen und dem Korrosionsschutz der Brückenunterseite mit zeitweisen Einschränkungen für die Schifffahrt.

Danach wird die Brücke in zwei Teilen halbseitig umgebaut.

Zuerst werden Fahrbahn und Nebenanlagen der ersten Brückenhälfte erneuert. Die ver-
bleibende Fahrbahn lässt den Individualverkehr in nur einer Fahrspur zu. Der Verkehr wird in dieser Zeit ampelgeregelt wechselseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Geh- und Radver-
kehr werden auf eine Straßenseite verlegt. Der Einbau (Betonage) der neuen Betonfahr-
bahnplatte erfolgt unter Vollsperrung an einem Wochenende. Abdichtung und Fahrbahn-
belag sollen bis Ende Oktober 2008 eingebaut sein.

Während der anschließenden Winterpause kann der Verkehr mit jeweils einer Fahrspur in beide Fahrtrichtungen über die Brücke geführt werden.

Mitte Januar 2009 beginnt die Erneuerung der zweiten Brückenhälfte. Bauablauf und Verkehrsregelung sollen wie bei der ersten Brückenhälfte erfolgen.
66.3 1
Hannover / Dec 18, 2007