Drucksache Nr. 2987/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der SPD-Fraktion zu Ausbildung, FSJ und FÖJ 2020/2021
in der Ratssitzung am 19.12.2019, TOP 3.1.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
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2987/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der SPD-Fraktion zu Ausbildung, FSJ und FÖJ 2020/2021
in der Ratssitzung am 19.12.2019, TOP 3.1.2.

Durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren am Gymnasium (G9) wird eine erkleckliche Anzahl von Schüler*innen statt zum Ende dieses Schuljahres erst im Sommer 2021 die Gymnasien verlassen. Damit reduziert sich die Zahl Jugendlicher, die nach dem Ende ihrer Schulzeit ab September 2020 eine Ausbildung, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) antreten könnten.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Um wie viel niedriger als in den vergangenen Jahren wird voraussichtlich die Zahl derjenigen Schüler*innen ausfallen, die zum Ende des laufenden Schuljahres 2019/2020 ihre Schullaufbahn beenden werden und damit potenziell für eine Ausbildung, ein Freiwilliges Soziales oder Freiwilliges Ökologisches Jahr zur Verfügung stünden?
2. Wie viele Ausbildungsplätze und wie viele FSJ- bzw. FÖJ-Plätze bietet die Landeshauptstadt Hannover im laufenden Jahr an, und wie viele Ausbildungs-, FSJ- und FÖJ-Plätze beabsichtigt die Landeshauptstadt Hannover ab Sommer 2020 anzubieten?
3. Wie stellt sich die Verwaltung der Landeshauptstadt auf die geringere Zahl von Schulabsolvent*innen zum Ende des laufenden Schuljahres und die daraus resultierende geringere Zahl Auszubildender, FSJler*innen und FÖJler*innen ein?

Christine Kastning
Fraktionsvorsitzende

Text der Antwort

Frage 1: Um wieviel niedriger als in den vergangenen Jahren wird voraussichtlich die Zahl derjenigen Schüler*innen ausfallen, die zum Ende des laufenden Schuljahres 2019/2020 ihre Schullaufbahn beenden werden und damit potenziell für eine Ausbildung, ein Freiwilliges Soziales oder Freiwillige Ökologisches Jahr zur Verfügung stünden?

In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Schüler*innen, die in den zwölften Klassen an den Gymnasien beschult wurden, bei rund 1600. Durch die Wiedereinführung von G9 werden die 1671 Schüler*innen, die im aktuellen Schuljahr den 12. Jahrgang bilden, mehrheitlich noch ein weiteres Jahr ihre Schulen besuchen.

Einzige Ausnahmen sind zwei besondere Lerngruppen an den Gymnasien Goetheschule und Wilhelm-Raabe-Schule, die mit Ablauf des aktuellen Schuljahres ihr Abitur nach 13 Jahren ablegen werden. Diese Lerngruppen umfassen insgesamt 141 Schüler*innen.

Insofern ist damit zu rechnen, dass etwa 1460 Schüler*innen weniger für eine Ausbildung, ein FSJ oder FÖJ zur Verfügung stehen werden.



Frage 2: Wie viele Ausbildungsplätze und wie viele FSJ- bzw. FÖJ-Plätze bietet die Landeshauptstadt Hannover im laufenden Jahr an, und wie viele Ausbildungs-, FSJ- und FÖJ-Plätze beabsichtigt die Landeshauptstadt Hannover ab Sommer 2020 anzubieten?

In den vergangenen Jahren wurden jährlich jeweils ca. 200 Ausbildungs- und Studien-verhältnisse in über 30 Berufen begründet. Im Jahr 2019 wurden darüber hinaus 30 FSJ/FÖJ-Plätze belegt. Diese Zahlen werden auch für das Jahr 2020 angestrebt.



Frage 3: Wie stellt sich die Verwaltung der Landeshauptstadt auf die geringere Zahl von Schulabsolvent*innen zum Ende des laufenden Schuljahres und die daraus resultierende geringere Zahl Auszubildender, FSJler*innen und FÖJler*innen ein?

Die Verwaltung geht davon aus, die angestrebten Ausbildungsplätze - trotz rückläufiger Bewerber*innenzahlen - besetzen zu können.
Sie hat in 2019 die Marketinginitiativen in den elektronischen Medien aber auch durch personellen Einsatz ausgeweitet.

Insbesondere die Präsenz auf Berufsmessen und Berufswahlveranstaltungen der Schulen, Kammern und der Arbeitsagentur wurden intensiviert, es wurden aber auch zahlreiche Werbemaßnahmen im öffentlichen Raum durchgeführt (Plakatmedien, U-Bahnwerbung, Citycards usw.)

Die Attraktivität der Arbeitgeberin LHH wird besonders herausgestellt und der Wunsch der jungen Generation nach sinnvollen Betätigungsfeldern in ihrem Lebensumfeld kann durch die LHH geboten werden.

Dennoch wird es in einzelnen Berufen zu einer starken Konkurrenz auch mit den sonstigen Ausbildungsbetrieben aus der Wirtschaft und dem Handwerk kommen.