Kleingarten Besitzer in Hannover sind — unserer Meinung nach völlig zu Recht — geschockt, weil die die Stadt plötzlich alte Regeln, die 40 Jahre lang im wahrsten Sinne des Wortes keinen wirklich interessierten, nun knallhart durchsetzen will.
Die Folgen für die Kleingärtner sind zum Teil absolut fatal: Pächter, die jahrelang viel Geld und Arbeit in die Gestaltung ihrer Parzellen steckten, müssen nun z.B. ihre Laube auf eigene Kosten abreißen , weil deren Fläche die zulässige Größe überschreitet.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
1. Da man bei den Kleingarten Besitzern plötzlich die harte Linie fährt und uralte Regeln
„durchsetzt" gehen wir davon aus, dass man jetzt auch in vielen anderen Bereichen der Stadtgesellschaft von Seiten der Verwaltung ganz genauso konsequent handelt und durchgreift! Sicherlich haben wir HANNOVERANER es einfach nur noch nicht mitbekommen: Wo bzw. in welchen Bereichen werden denn nun ebenfalls alte Regeln (die jahrelang — wie oben — nicht angewendet wurden) wieder „durchgesetzt" und wie werden diese Regeln dann durchgesetzt?
2. Falls das wider Erwarten nicht der Fall sein sollte: Warum geschieht das dann ausgerechnet bei den Kleingärtnern?
3. Gibt es von Seiten der Verwaltung nicht einen gewissen Ermessungsspielraum, in dessen Rahmen sie betroffene Pächter unterstützen könnte?
Ratsherr Jens Böning
Einzelvertreter, DIE HANNOVERANER