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Seit geraumer Zeit häufen sich – nicht nur in der Landeshauptstadt Hannover – Fälle von Gewalt an Schulen und in deren Umfeld. Zum Teil kommt es zu gewalttätigen Übergriffen, zum Mobbing – gerade auch unter Nutzung sogenannter Sozialer Medien – oder zu sexualisierter Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen. Derartige Fälle sind nicht schulformspezifisch, weshalb eine Stigmatisierung der betroffenen Schulen ebensowenig angebracht ist wie eine Stigmatisierung des Umfeldes bzw. der Einzugsbereiche der betroffenen Schulen.
Aktuell ist die öffentlich gewordene Situation an der IGS Büssingweg nicht nur besorgniserregend, sondern schockiert. Zunehmende Gewaltbereitschaft ist nach allem, was bekannt ist, ein Problem sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für eine in immer stärkerem Maße überforderte Lehrerschaft. Im konkreten Fall muss umgehend gehandelt werden, um die Situation an der IGS Büssingweg zu befrieden. Darüber hinaus bleibt aber die generelle Problematik, die mutmaßlich noch mehr Schulen betrifft.
Damit eine zielführende Auseinandersetzung mit dieser Thematik eine valide Grundlage hat, sollten unserer Auffassung nach die Betroffenen befragt werden, um gezielte Maßnahmen umsetzen zu können, sofern hier ein Bedarf erkennbar wird. Berücksichtigung soll in dieser Umfrage finden, welche Erfahrungen sowohl auf dem Weg in die Schule und während des Schulbesuches als auch im Zuge des Aufenthaltes im Stadtgebiet gemacht werden.
Um der Gewalt an Schulen und unter den Schüler*innen entgegenzuwirken, soll die Verwaltung gemeinsam mit den zuständigen Behörden des Landes tragfähige und nachhaltige Gewaltschutzkonzepte und Konzepte zur Gewaltprävention entwickeln und in diese Erarbeitung auch die betroffenen Schulen einbeziehen. Die vorhandenen Instrumentarien, die vom Land angeboten werden oder die – etwa in Gestalt der Mobbing-Interventionsteams (MIT) bereits an den Schulen vorhanden sind – sollen verstärkt und intensiv genutzt und ausgebaut werden.
Über die Entwicklung von Gewalt an den allgemeinbildenden Schulen in Hannover, über die ergriffenen Maßnahmen und über den Stand der Entwicklungen soll regelmäßig im Schul- und Bildungsausschuss berichtet werden.
Lars Kelich Felix Semper Wilfried H. Engelke
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender