Informationsdrucksache Nr. 2633/2015:
Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept Oberricklingen

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverInformationsdrucksacheInformationsdrucksache
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2633/2015
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Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept Oberricklingen

Teile des Stadtteils Oberricklingen wurden am 23.10.2012 in das KfW-Programm Energetische Stadtsanierung aufgenommen. Das Programm 432 (energetische Stadtteilsanierung) fördert mit Zuschüssen die Untersuchung und Konzepterstellung zur Verbesserung der Energieeffizienz im Quartier. Es unterstützt die Planung als auch in einem zweiten Schritt des Programms (Programmteil B des KfW-Programms 432) ein Sanierungsmanagement bei der Realisierung bzw. Umsetzung einer energetischen Sanierung auf Quartiersebene.

Ausschlaggebend hierfür war u.a. ein umfassendes Beteiligungs- und Kooperationsmodell zur Einbeziehung der zentralen Akteure (z.B. die Stadtwerke, proKlima, Vereine und Verbände sowie die EigentümerInnen.

Im Fokus der Betrachtung stand der Generationswechsel bei den EigentümerInnen und BewohnerInnen. Seit Jahren ziehen zunehmend junge Familien nach Oberricklingen. Gerade in dem EigentümerInnenwechsel wird ein hohes Potenzial gesehen, Maßnahmen der Gebäudemodernisierung mit einer energetischen Sanierung zu verknüpfen. Weitere Bearbeitungsthemen waren u.a. klimagerechte Mobilität, Nutzung regenerativer Energien im Quartier und die Förderung klimabewusstes Verbraucherverhalten.

Im Konzept wurden auch Aspekte berücksichtigt, die dazu dienen, das im Rahmen des Klimaschutzaktionsprogramms vom Rat der Stadt Hannover verabschiedete Ziel einer 40-prozentigen CO2- Reduktion quartiersbezogen umsetzen zu können. Der inzwischen fertig gestellte "Masterplan Stadt und Region Hannover | 100 % für den Klimaschutz" ist Grundlage der quartiersbezogenen Umsetzungsziele.

Ziel der Konzeptentwicklung ist es, praxisgerechte und umsetzungsorientierte Handlungsempfehlungen für ein klimafreundliches Quartier Oberricklingen zu erhalten sowie eine Basis für zukünftige Investitionsentscheidungen von ImmobilieneigentümerInnen zu legen. Das Konzept beschreibt mögliche Klimaschutzmaßnahmen in Abwägung mit städtebaulichen und baukulturellen sowie wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aspekten.

Die im Konzept aufgezeigten Handlungsempfehlungen sollen über das ab 02.01.15 eingesetzte Sanierungsmanagement konkretisiert und soweit möglich umgesetzt werden.

Eine Kurzfassung der Vorgehensweise zur Konzepterstellung sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse sind in der Anlage dieser Drucksache beigefügt. Das Konzept soll zukünftig auf der Internetseite der Landeshauptstadt Hannover www.hannover.de der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Für die Konzepterstellung fielen Kosten von insgesamt 87.804,86 € an. Von Seiten der KfW-Bank wurden aus dem Förderprogramm Energetische Stadtsanierung 57.073,16 € als Zuschuss zur Verfügung gestellt.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Eine Umsetzung wird differenzierte Auswirkungen auf die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen, alten und jungen Menschen haben. Die Beachtung von Gender-Aspekten sind zentraler Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen im Rahmen der Konzepterstellung und des Einsatzes von Sanierungsmanagement.

Die Belange behinderter Menschen werden insbesondere bei allen baulichen aber auch bei allen anderen durchzuführenden Maßnahmen berücksichtigt.

Kostentabelle

Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen.

61.41 
Hannover / 24.11.2015