Drucksache Nr. 2460/2017 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der SPD-Fraktion zur Personalsituation in städtischen Bädern
in der Ratssitzung am 30.11.2017, TOP 3.1.

Inhalt der Drucksache:

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2460/2017 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der SPD-Fraktion zur Personalsituation in städtischen Bädern
in der Ratssitzung am 30.11.2017, TOP 3.1.

Aus aktueller Berichterstattung der Presse lässt sich entnehmen, dass deutschlandweit derzeit 2000 offene Stellen bei SchwimmmeisterInnen zu verzeichnen sind und aufgrund der geringen Attraktivität des Berufes zukünftig mit noch größeren Personalengpässen zu rechnen sei.
Da auch die Landeshauptstadt Hannover sieben Bäder betreibt, stellt die beschriebene Entwicklung auch die Landeshauptstadt Hannover als Arbeitgeberin vor Herausforderungen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie viele Fachangestellte für das Bäderwesen beschäftigt die Landeshauptstadt Hannover und sind alle im Stellenplan ausgewiesenen Ausbildungsplätze besetzt?
2. Wie sieht der Altersschnitt der Beschäftigten in diesem Beruf aus und wie groß ist die Fluktuation beim Personal?
3. welche Maßnahmen unternimmt die Verwaltung um Nachwuchs in diesem Berufsfeld zu gewinnen?

Christine Kastning
Fraktionsvorsitzende

Text der Antwort


Frage 1: Wie viele Fachangestellte für das Bäderwesen beschäftigt die Landeshauptstadt Hannover und sind alle im Stellenplan ausgewiesenen Ausbildungsplätze besetzt?

Bei der LHH sind im Fachbereich Sport und Bäder aktuell auf 50 Stellen insgesamt 53 Fachangestellte für Bäderbetriebe beschäftigt. Dazu kommen zehn Stellen für geprüfte MeisterInnen für Bäderbetriebe als Betriebsleitungen bzw. stellvertretende Betriebsleitungen. Überdies stehen in jedem Jahr sechs Ausbildungsplätze für die jeweils dreijährige Ausbildungsdauer zur Verfügung. Insgesamt werden derzeit 15 Mitarbeitende zu Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet, die anschließend im Rahmen des Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung zunächst für die Dauer von zwei Jahren weiterbeschäftigt werden. Unbesetzte Ausbildungsplätze haben sich ergeben, weil Mitarbeitende die Ausbildung auf eigenen Wunsch vorzeitig abgebrochen haben bzw. geeignete BewerberInnen nicht in ausreichender Zahl gefunden werden konnten.


Frage 2: Wie sieht der Altersschnitt der Beschäftigten in diesem Beruf aus und wie groß ist die Fluktuation beim Personal?

Den weitaus überwiegenden Teil machen Mitarbeitende ab dem Geburtsjahr 1980 und jünger aus. Die Fluktuation durch Wechsel des Arbeitgebers ist relativ gering. Von den unbefristet beschäftigten Mitarbeitenden sind in den letzten Jahren lediglich zwei Beschäftigte durch eigene Kündigung ausgeschieden. Zusätzlich nutzten fünf Beschäftigte die Weiterbildungsmöglichkeiten im Verwaltungsbereich und nahmen bzw. nehmen am Angestelltenlehrgang I teil. Befristet Beschäftigte, die während einer Krankheitsvertretung, Elternzeit o. ä. eingesetzt werden, orientieren sich auf der Suche nach einer sicheren Zukunftsperspektive anderweitig.

Frage 3: Welche Maßnahmen unternimmt die Verwaltung um Nachwuchs in diesem Berufsfeld zu gewinnen?

Ausbildungsvoraussetzung ist ein guter Hauptschulabschluss. Daneben sollten BewerberInnen Spaß an der Bewegung im und am Wasser haben, aufgeschlossen und freundlich sein und Verantwortung übernehmen können.
Um Nachwuchs im Berufsfeld der Fachangestellten für Bäderbetriebe zu gewinnen, wird jährlich ca. 40 Interessierten die Teilnahme am Zukunftstag sowie an Schülerpraktika ermöglicht. Überdies werden vielfältige Möglichkeiten, das Berufsfeld des Fachangestellten für Bäderbetriebe weiter bekannt zu machen und attraktiv darzustellen, genutzt. Hier seien beispielhaft der Auftritt bei Schülermessen, die Nutzung der sozialen Medien sowie entsprechende Plakate und Informationen im Internet auf Hannover.de genannt. Dort ist u.a. ein sehr anschaulicher Werbefilm der Auszubildenden veröffentlicht. Darüber hinaus wurden die Ausbildungsmöglichkeiten mit einem eigenen Stand beim Großraumentdeckertag der Region Hannover, bei eigenen Veranstaltungen des Fachbereichs Sport und Bäder, an Informationstagen in verschiedenen Bädern sowie in der Veranstaltungsbroschüre der Bäder beworben. In den letzten Jahren sind durchschnittlich 25 Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zum Fachangestellten für Bäderbetriebe bei der LHH eingegangen.