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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der CDU-Fraktion zur Sanierung des Kompostplatzes am Seelhorster Friedhof
in der Ratssitzung am 09.10.2008, TOP 2.2.
Die Verwaltung teilt mit dem Schreiben vom 25. August 2008 an den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel mit, dass der Kompostplatz am Seelhorster Friedhof wegen eindringenden Grundwassers aufwendig saniert werden muss.
In letzter Zeit wurde anfallendes Grundwasser festgestellt, das in einen Graben eingeleitet werden musste, um die Funktionsfähigkeit der Deponie zu gewährleisten.
Nunmehr muss die Verwaltung umfangreiche Bau und Sanierungsmaßnahmen in Auftrag geben.
Wir fragen daher die Verwaltung:
1. Wurde vor Baubeginn der Deponie ein Bodengutachten eingeholt, um die entsprechende Eignung der gewählte Fläche zu prüfen? Wenn ja, zu welchem Ergebnis hat das Gutachten geführt? Wenn nein, warum wurde ein solches Gutachten nicht eingeholt?
2. Welche Sanierungsarbeiten sind nun geplant und wie hoch sind hierfür voraussichtlich die Kosten?
Rainer Lensing
Vorsitzender
Text der Antwort
Frage 1:
Wurde vor Baubeginn der Deponie ein Bodengutachten eingeholt, um die entsprechende Eignung der gewählten Flächen zu prüfen? Wenn ja, zu welchen Ergebnis hat das Gutachten geführt? Wenn nein, warum wurde ein solches Gutachten nicht eingeholt?
Bei der bestehenden Anlage handelt es sich nicht um eine Deponie, die der Endlagerung von Stoffen dient, sondern um eine Anlage zur Herstellung von Komposterde, die als Rohstoff anschließend wieder auf die Grünflächen verbracht wird.
Vor Baubeginn des Kompostplatzes wurde vom zuständigen Bereich Geoinformation eine Stellungnahme zur Baugrund- und Grundwassersituation auf der geplanten Kompostfläche eingeholt. In dieser Stellungnahme wurde mit Bezug auf die in der Nähe befindlichen Grundwassermessstelle ausgeführt, dass der maximal dort gemessene Grundwasserstand 4,66 Meter unterhalb der Geländeoberkante war, so dass davon auszugehen war, dass es keine negativen Einflüsse für das Becken durch hoch anstehendes Grundwasser geben würde.
Tatsächlich hat sich nun herausgestellt, dass sich bei Starkregen Niederschlagswasser im Bereich des Sickerwasserbeckens über einer Schuffschicht im Boden staut, dadurch dann die Beckenfolie hoch gedrückt und das Volumen im Becken verringert wird.
Frage 2:
Welche Sanierungsmaßnahmen sind nun geplant und wie hoch sind hierfür voraussichtlich die Kosten?
Zur Behebung des oben geschilderten Mangels wurde der Boden des Kompostsickerwasserbeckens mit Betonplatten beschwert. Dazu wurden nicht, wie in der Presse dargestellt, die Sickerwässer aus dem Becken in den Seelhorstbach abgeleitet, sondern das völlig unbelastete Grundwasser unter der Folie wurde während der Baumaßnahme abgepumpt. Die Arbeiten sind abgeschlossen und haben ca. 16.350,00 Euro gekostet.
Es gilt das gesprochene Wort