Drucksache Nr. 2300/2010:
Stadtbahnstrecke C-Nord
- Barrierefreier Ausbau der Haltestelle Hainhölzer Markt

Informationen:

Beratungsverlauf:

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In die Kommission Sanierung Soziale Stadt Hainholz
In den Stadtbezirksrat Nord
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Verwaltungsausschuss
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
2300/2010
3
 

Stadtbahnstrecke C-Nord
- Barrierefreier Ausbau der Haltestelle Hainhölzer Markt

Antrag,

zuzustimmen, dass

1. die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH (infra) für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Hainhölzer Markt gemäß den als Anlagen beigefügten Plan-
unterlagen die erforderlichen planrechtlichen und finanziellen Voraussetzungen schafft
und die Maßnahme anschließend realisiert.

2. die Stadt Hannover die nicht stadtbahnbedingten Kosten für den Ausbau des Knotens und der Seitenanlagen in Höhe von ca. 270.000 € übernimmt und der infra eine ent-
sprechende Zusicherung erteilt.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Frauen sind im besonderen Umfang auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen und im Rahmen der Begleitmobilität mit Kindern und älteren Menschen in stärkerem Umfang gefordert. Unter diesem Aspekt stellt der barrierefreie Ausbau von Stadtbahnhaltestellen eine wesentliche Verbesserung beim Ein- und Ausstieg in die Stadtbahnfahrzeuge dar.

Die vorgelegte Planung berücksichtigt das besondere Sicherheitsbedürfnis von Frauen. Der geplante Mittelbahnsteig erhält barrierefreie Zugänge von beiden Seiten, ferner werden Notruf- und Informationssprechzellen eingebaut.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
Investitionenin €bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
Verwaltungs-
haushalt;
auchInvestitions-
folgekosten
in € p.a.bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
EinnahmenEinnahmen
Finanzierungsanteile von Dritten€135,000.00J.51106.012.3-68110000Betriebseinnahmen
sonstige EinnahmenFinanzeinnahmen von Dritten
Einnahmen insgesamt€135,000.00 Einnahmen insgesamt€0.00 
AusgabenAusgaben
ErwerbsaufwandPersonalausgaben
Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung€270,000.00J.51106.012.3-78720000Sachausgaben
EinrichtungsaufwandZuwendungen
Investitionszuschuss an DritteKalkulatorische Kosten€21,600.00Produkt 51106
Ausgaben insgesamt€270,000.00 Ausgaben insgesamt€21,600.00 
Finanzierungssaldo(€135,000.00) Überschuss / Zuschuss(€21,600.00) 

Begründung des Antrages

1. Ausgangslage

Der Nahverkehrsplan 2008 der Region sah einen barrierefreien Ausbau der Stadtbahn-
haltestelle Hainhölzer Markt im Gültigkeitszeitraum bis 2012 nicht vor. Mit Beschluss des Regionsausschusses vom 06.02.2010 hat die Region Hannover eine Veränderung in Ihrer Prioritätenliste zum barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen vorgenommen. An die Stelle des barrierefreien Ausbaus der Stadtbahnhaltestelle Am Küchengarten wurde in der Prioritätenliste die Haltestelle Hainhölzer Markt vorgezogen.

Die Stadtbahnstrecke C-Nord wird in Hainholz momentan von der Stadtbahnlinie 6 (Nordhafen – Messe/Ost) bedient, die tagsüber werktags im 10-Minuten-Takt verkehrt. Zwischen den vorhandenen Hochbahnsteigen Fenskestraße und Friedenauer Straße befinden sich im Zuge der Schulenburger Landstraße heute drei Haltestellen, die bisher nicht barrierefrei ausgebaut sind. An diesen Haltestellen Bertramstraße, Chamissostraße und Krepenstraße erfolgt der Ein- und Ausstieg in die bzw. aus den Stadtbahnen heute ohne Haltestelleninsel von der Fahrbahn aus oder über sehr schmale Seitenniedrig-
bahnsteige. Gemäß Nahverkehrsplan ist vorgesehen, in den nächsten Jahren diesen Streckenabschnitt stadtbahngerecht auszubauen. Dieses Vorhaben (C-Nord Abschnitt V, Bertramstraße – Krepenstraße) besteht aus drei Teilmaßnahmen:



§ Zusammenlegung der Stadtbahnhaltestellen Bertramstraße und Chamissostraße mit einem neuen Hochbahnsteig Hainhölzer Markt.
§ Neubau eines besonderen Bahnkörpers in der Schulenburger Landstraße zwischen Hainhölzer Markt und Sorststraße.
§ Barrierefreier Ausbau der Haltestelle Krepenstraße.

Der Stadtteil Hainholz ist seit 2001 Sanierungsgebiet und wird städtebaulich erneuert. Die Stadt Hannover entwickelt derzeit ein neues Stadtteilzentrum für Hainholz, entsprechende Bebauungspläne wurden aufgestellt und befinden sich im Beteiligungsverfahren. Bei der gemäß Nahverkehrsplan vorgesehenen Zusammenlegung der Stadtbahnhaltestellen Bertramstraße und Chamissostraße im neuen Stadtteilzentrum kann der zentrale Bereich von Hainholz durch den neuen Hochbahnsteig Hainhölzer Markt barrierefrei erschlossen werden (Anlage 1). Hier wird werktäglich mit über 4.000 Ein- und Aussteigern gerechnet.

Die von der infra mit der Planung des Vorhabens beauftragte Firma TransTecBau hat zwischenzeitlich eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der Varianten für den zukünftigen Hochbahnsteig untersucht und bewertet wurden.


2. Beschreibung der Maßnahme

2.1 Planung

Das Ausbaukonzept für die Stadtbahnstrecke C-Nord beinhaltet eine Neuordnung der Haltestellenstandorte im Zuge der Schulenburger Landstraße. Die beiden bestehenden Haltestellen Bertramstraße und Chamissostraße sollen zur neuen Haltestelle Hainhölzer Markt südlich des neu anzulegenden Knotenpunktes für die Einmündung der geplanten Erschließungsstraße im Zuge der alten Niedersachsenringtrasse zusammengefasst werden. Die weiter nördlich gelegene Haltestelle Krepenstraße soll mittelfristig im Zuge des geplanten barrierefreien Ausbaus von der Nordseite auf die Südseite des gleichnamigen Knotenpunktes verlegt werden, um die Erschließung des Gewerbegebietes zu optimieren. Die Haltestellenabstände im Ausbauabschnitt C-Nord V würden sich nach Abschluss aller Maßnahmen wie folgt darstellen:

§ Friedenauer Straße – Krepenstraße 520 m
§ Krepenstraße – Hainhölzer Markt 680 m
§ Hainhölzer Markt – Fenskestraße 670 m

Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse am Hainhölzer Markt soll der neue Mittelhoch-
bahnsteig in Mittellage der Schulenburger Landstraße in einem leichten Bogen ausgeführt werden, der noch den für Rollstuhlfahrer erforderlichen minimalen horizontalen Abstand zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug zulässt. Damit sind eine Aufweitung sowie eine Verschwenkung der Gleisanlagen verbunden. Die Ausbaustrecke des Hochbahnsteig-
vorhabens beginnt in Höhe der Grundstücke Schulenburger Landstraße 53 bzw. 66 und endet nach etwa 270 m vor den Grundstücken Schulenburger Landstraße 89 bzw. 98.

Der Mittelbahnsteig erhält die Standardlänge von 70 m für Drei-Wagen-Züge der Serie TW 2000 und eine Breite von 4,00 m. Der barrierefreie Einstieg in das Stadtbahnfahrzeug erfordert eine Bahnsteighöhe von 82 cm über Schienenoberkante. Die Lage des Bahnsteigs in Mittellage des Straßenraums bedingt die Umlegung der Regen- und Abwasserkanäle sowie eine Anpassung der Schächte in diesem Bereich.



Ein barrierefreier Zugang zur neuen Haltestelle soll beidseitig über Rampen sichergestellt werden, die durch signalisierte Überwege an die Seitenanlagen angeschlossen werden.
Die Signalisierung ist zwingend vorgeschrieben, da zwischen Gleis und Fahrbahn keine Aufstellmöglichkeit für Fahrgäste vorhanden ist.

Der Mittelhochbahnsteig soll aus Betonfertigteilen hergestellt werden und erhält zwei Wetterschutzdächer mit Sitzmöglichkeiten sowie zwei Fahrkartenentwerter, einen Fahrkartenautomaten, eine Notruf-/Infosäule und zwei Zugzielanzeiger. Um auch blinden und sehbehinderten Personen einen sicheren Zugang zur Stadtbahn zu ermöglichen, sind sehbehindertengerechte Ausrüstungen von Fußgängerfurten an Lichtsignalanlagen (Blindensignalgeber) sowie kontrastreiche, taktile Leitstreifen auf den Bahnsteigen vorgesehen.

Bedingt durch die Breitenentwicklung, die Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und aus städtebaulichen Randbedingungen muss in stadtauswärtiger Richtung auf einen besonderen Bahnkörper verzichtet werden. Das stadtauswärts führende Gleis wird deshalb auch zukünftig weiterhin straßenbündig geführt und ist für den MIV überfahrbar. Im Haltestellenbereich wird der MIV durch Straßenmarkierung von der Stadtbahn getrennt, so dass diese konfliktfrei in die Haltestelle einfahren kann. Der Oberbau des Abschnittes wird als Rillenschienengleis auf Betontragplatte ausgeführt und der überfahrbare Bahnkörper mit Gussasphalt eingedeckt.

Das stadteinwärts führende Gleis wird um den Hochbahnsteig in der Gleismittellage verzogen. Im Haltestellenbereich wird dieses Gleis auf besonderem Bahnkörper geführt. Der Oberbau des stadtauswärtigen Gleises wird im Bereich des Bahnsteigs mit Vignolschienengleis auf Betonlängsbalken und gepflasterten Zwischenräumen ausgeführt, um den erhöhten Anforderungen der Barrierefreiheit an die horizontale und vertikale Lagestabilität zu genügen und das Spaltmaß möglichst gering zu halten.

Der größere Gleisachsabstand im Haltestellenbereich bedingt einen Eingriff in beide Richtungsfahrbahnen. In stadtauswärtiger Richtung wird der MIV an der Haltestelle auf einem kombinierten Geradeaus-Rechtsabbiegestreifen vorbei geführt. Die Straßenraum-
breite lässt eine Linksabbiegespur nicht zu. Nach der geplanten Einmündung weitet sich die Fahrbahn auf 6,00 m Breite, so dass ein Fahrbahnrandparken zugelassen werden kann. In stadteinwärtiger Richtung erhält der MIV aus Richtung Norden einen Geradeausstreifen und einen separaten Linkabbiegestreifen, der nach der Einmündung entfällt.

Die Seitenanlagen im Bereich des Hochbahnsteigs Hainhölzer Markt werden beidseitig erneuert. Sie erhalten auf beiden Seiten eine Radverkehrsführung auf Radwegen mit Querungsmöglichkeiten an beiden Enden des Bahnsteigs. Die Aufstellflächen dieser Querungsmöglichkeiten werden in den straßenbegleitenden Grünstreifen eingepasst und so eine Verschwenkung der Radwege vermieden. Die Bäume im Bereich der Engstelle südlich des künftigen Hochbahnsteiges können weitestgehend gehalten werden. Für den Ersatz entfallender Bäume steht jedoch Raum in den Seitenanlagen zur Verfügung. Nördlich des Hochbahnsteigs schwenken die beiden Richtungsgleise wieder in den heute bestehenden straßenbündigen Bahnkörper Richtung Nordhafen ein. Ein zukünftiger Anschluss der Gleise auf den mittelfristig geplanten Streckenausbau mit besonderem Bahnkörper zwischen Hainhölzer Markt und Sorststraße ist sichergestellt (Zielplanung Schulenburger Landstraße in Anlage 2 dargestellt).

Im Bereich des Hainhölzer Marktes wird eine Wegebeziehung für Fuß- und Radverkehr an die geplante Erschließungsstraße angeschlossen und damit eine Lücke in der stadtweit fast durchgängig vorhandenen Radwegeverbindung, dem Julius-Trip-Ring, geschlossen.

Für die Kombination der Verkehrsmittel Fahrrad und Stadtbahn sind ca. 10 Fahrrad-
abstellmöglichkeiten im straßenbegleitenden Baumstreifen geplant. Die genaue Lage
der Fahrradbügel wird in der Ausführungsplanung festgelegt.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Hainhölzer Markt werden die benachbarten Haltestellen Bertramstraße und Chamissostraße aufgegeben. Die heute an der Haltestelle Chamissostraße vorhandene Fußgängersignalanlage wird durch die neue 110 m südlich gelegene signalisierte Querungsmöglichkeit an dem geplanten Knotenpunkt für die Ein-
mündung der geplanten Erschließungsstraße im Zuge der alten Niedersachsenringtrasse ersetzt. Der Niedrigbahnsteig der Haltestelle Bertramstraße wird zurückgebaut. Die Planung hierfür ist noch nicht abgeschlossen.

2.2 Grundstückseingriffe

Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Hainhölzer Markt erfordert keine Grundstücks-
eingriffe. Allerdings werden auf der Westseite der Schulenburger Landstraße öffentliche Grundstücke in Anspruch genommen, die zurzeit durch die Anlieger genutzt werden.


3. Untersuchung alternativer Lösungen

Für den barrierefreien Neubau der Haltestelle Hainhölzer Markt wurde auch ein Standort nördlich des neu anzulegenden Knotenpunktes für die Einmündung der geplanten Erschließungsstraße untersucht. Weil die neue Haltestelle zwei bisherige Haltestellen ersetzen soll, ist für den neuen Standort eine möglichst mittige Lage maßgebend. Deshalb wurde die südliche Lage gewählt und die nördliche Variante aufgrund ihrer Nähe zur Haltestelle Chamissostraße nicht weiterverfolgt.

Da die Gleise heute straßenbündig in Fahrbahnmitte verlaufen kommen auch nur Halte-
stellenvarianten in Mittellage der Schulenburger Landstraße in Frage. Insofern wurde auch die westliche und östliche Seitenlage nicht weiterverfolgt. Aufgrund der straßenbündigen Gleisführung bieten sich Lösungen mit Mittelbahnsteig an. Eine Variante mit Seitenbahn-
steigen würde einen deutlich größeren Straßenraumquerschnitt benötigen und wäre auf-
grund ihrer Breite in den zur Verfügung stehenden Querschnitt zwischen der bestehenden Bebauung auf der Westseite und dem gemäß B-Plan Nr. 1716 vorgesehenen neuen Bebauung am Hainhölzer Markt nicht integrierbar.

Insofern ergibt sich für den neuen Mittelhochbahnsteig eine Lage in Fahrbahnmitte südlich des neuen Knotenpunktes. Hierfür wurden vier Varianten untersucht:
§ Variante 1: Mittelbahnsteig mit beidseitig straßenbündigem Bahnkörper
§ Variante 2: Mittelbahnsteig mit einseitigem besonderen Bahnkörper stadteinwärts
§ Variante 3: Mittelbahnsteig mit einseitigem besonderen Bahnkörper stadtauswärts
§ Variante 4: Mittelbahnsteig mit beidseitig besonderem Bahnkörper

Diese Varianten wurden von der TransTecBau auf den Zielfeldern Städtebau und Umfeld, Verkehr sowie Wirtschaftlichkeit untersucht. In allen Varianten entsteht eine Trichterwirkung an der Engstelle südlich des Hochbahnsteiges, da der Straßenraum hier schmaler wird. Diese tritt in der Variante 4 durch eine notwendige scharfe Verziehung der Fahrbahn besonders in Erscheinung. Diese Wirkung ist in den Varianten 1 und 3 gegenüber der Variante 4 geringer und tritt in der Variante 2 mit stadteinwärtigem besonderem Bahnkörper am Wenigsten in Erscheinung. Im Rahmen der Abwägung hat die Variante 2 in den definierten Zielfeldern mehr Vorteile als Nachteile aufzuweisen und wird deshalb zur Ausführung vorgeschlagen.

4. Kosten und Finanzierung

Für den Neubau der Stadtbahnhaltestelle Hainhölzer Mark sollen zwei Fördertöpfe genutzt werden. Die Stadt hat für den Bereich um das neue Stadtteilzentrum Hainhölzer Markt Mittel aus dem Europäischen Förderprogramm EFRE angemeldet und auch dafür einen Zuschlag erhalten. Dadurch besteht die Möglichkeit, für einen Teil des Hochbahnsteigvorhabens EFRE-Mittel zu bekommen. Dieses betrifft die neue Straßenkreuzung am Hainhölzer Markt, die über die Zuwegung zur Haltestelle hinausgehende Signalisierung des Knotenpunktes, die Seitenanlagen auf der östlichen Seite der Schulenburger Landstraße und den neuen Grünstreifen auf der westlichen Seite. Der eigentliche Hochbahnsteig mit Zugängen und der dadurch verursachte Neubau der verdrängten Anlagen (Leitungen, Gleise, Fahrbahnen) sollen hingegen herkömmlich nach dem Entflechtungsgesetz (EntflG, ehemals GVFG) gefördert werden.

Die Gesamtkosten für den Neubau der Stadtbahnhaltestelle Hainhölzer Mark betragen nach der Kostenkalkulation auf Grundlage der Vorplanung rund 3,77 Mio. €. Davon entfallen 270.000 € auf den EFRE-Antrag und 3,5 Mio. € auf den Antrag nach EntflG, der für die Region kostenrelevant ist. Von diesen 3,5 Mio. € sind voraussichtlich ca. 2,7 Mio. € zuwendungsfähig und ca. 0,8 Mio. € nicht zuwendungsfähig.

Die infra hat Ende Juli 2010 bei der LNVG den Finanzierungsantrag zur Förderung nach dem Entflechtungsgesetz gestellt und eine entsprechende Programmaufnahme beantragt. Danach sollen 75 % der zuwendungsfähigen Kosten vom Land Niedersachsen getragen werden. Die verbleibenden 25 % der zuwendungsfähigen sowie 100 % der nicht zuwendungsfähigen Kosten (größtenteils Planungskosten) stellen den Finanzierungsanteil der Region Hannover dar. Der Anteil der Region wird rund 1,5 Mio. € betragen.

Der EFRE-Antrag wurde von der Verwaltung bei der NBank gestellt und befindet sich in der Prüfung. Danach werden 50% (= 135.000 €) von der Europäischen Union (EU) getragen und 50% (= 135.000 €) kommunal von der Stadt gegenfinanziert.


5. Beteiligung der Behindertenbeauftragten

Die Behindertenbeauftragte der Stadt Hannover wurde an der Planung beteiligt. Die ÖPNV-Erschließungsqualität für mobilitätsbehinderte Menschen wie z. B. Rollstuhl-
fahrerInnen, Senioren und Personen mit Kinderwagen wird durch den Bau von Hoch-
bahnsteigen erheblich verbessert. Aber auch blinden und sehbehinderten Personen wird durch entsprechend ausgerüstete Fußgängerfurten an Lichtsignalanlagen (Blindensignal-
geber) sowie durch taktile Leitstreifen auf den Bahnsteigen der Einstieg erleichtert.


6. Weiteres Verfahren, Realisierung

Der Regionsausschuss wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 09.11.2010 den Beschluss über die Einleitung der Planfeststellung und die Bereitstellung von weiteren Planungsmitteln für den Ausbau der Haltestelle Hainhölzer Markt fassen. Die Infrastrukturgesellschaft als Bauherr hat die TransTecBau mit der Planung und der Umsetzung beauftragt.






Um im Jahre 2012 Landesmittel erhalten zu können, hat die infra bereits den Finanzierungs-
antrag gestellt. Die Planfeststellung soll Ende 2010 beantragt werden. Die öffentliche Aus-
legung der Pläne wird voraussichtlich Anfang 2011 erfolgen. Alle betroffenen Anlieger können im Rahmen des Verfahrens ihre Einwände vorbringen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) wird in ihrer Funktion als Plan-
feststellungsbehörde ggf. eine Anhörung durchführen und im Planfeststellungsbeschluss über die Einwände entscheiden. Sollten sich im Verfahren grundlegende Änderungen ergeben, werden die politischen Gremien erneut beteiligt.

Die Planung der infra sieht vor, im Herbst 2011 mit Leitungsarbeiten zu beginnen. Ab Mitte 2012 sollen die Gleisbau- und Bahnsteigbauarbeiten erfolgen. Die Inbetriebnahme der umgebauten Haltestelle soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 erfolgen.
66.1 
Hannover / Nov 8, 2010