Drucksache Nr. 2299/2011:

Naturbad Hainholz, Kiosk-/Funktionsneubau nach Brandschaden

Informationen:

Beratungsverlauf:

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In die Kommission Sanierung Soziale Stadt Hainholz
In den Stadtbezirksrat Nord
In den Sportausschuss
In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung
In den Verwaltungsausschuss
In die Ratsversammlung
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
2299/2011
3
 
BITTE AUFBEWAHREN - wird nicht noch einmal versandt


Naturbad Hainholz, Kiosk-/Funktionsneubau nach Brandschaden

Antrag,


1. der Haushaltsunterlage Bau gemäß § 12 GemHKVO zum Kiosk-/Funktionsneubau im Naturbad Hainholz in Höhe von insgesamt 930.000,- € und

2. dem Baubeginn

zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten


Von der Baumaßnahmen profitieren alle Bevölkerungsgruppen als Nutzer/innen des Naturbades in gleicher Weise. Zuge der Baumaßnahmen werden Toiletten für Damen und Herren errichtet. Außerdem wird ein neuer Bereich für Menschen mit Behinderungen geschaffen.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilfinanzhaushalt 61 - Investitionstätigkeit
Investitionsmaßnahme I.51106.013
EinzahlungenAuszahlungen
Zuwendungen für Investitionstätigkeit €240,000.00
Beiträge u.ä. Entgelte für Investitionstätigkeit €238,600.00
Veräußerung von Sachvermögen €0.00
Veräußerung von Finanzvermögensanlagen €0.00
Sonstige Investitionstätigkeit €0.00
  
  
  
Erwerb von Grundstücken und Gebäuden €0.00
Baumaßnahmen €930,000.00
Erwerb von bewegl. Sachvermögen €0.00
Erwerb von Finanzvermögensanlagen €0.00
Zuwendungen für Investitionstätigkeit €0.00
Sonstige Investitionstätigkeit €0.00
  
Saldo Investitionstätigkeit (€451,400.00)
€0.00

Teilergebnishaushalt 52 - Investitionstätigkeit
Produkt 42403
Bäder
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
Zuwendungen und allg. Umlagen €0.00
Sonstige Transfererträge €0.00
Öffentlichrechtl. Entgelte €0.00
Privatrechtl. Entgelte €0.00
Kostenerstattungen €0.00
Auflösung Sonderposten (anteilige Zuwendungen) €11,965.00
Sonstige ordentl. Erträge €0.00
  
Außerordentliche Erträge €11,965.00
  
Erträge aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Personalaufwendungen €0.00
Sach- und Dienstleistungen €0.00
Abschreibungen €23,250.00
Zinsen o.ä. (TH 99) €11,285.00
Transferaufwendungen €0.00
Sonstige ordentliche Aufwendungen €0.00
  
Saldo ordentliches Ergebnis (€22,570.00)
Außerordentliche Aufwendungen €0.00
Saldo außerordentliches Ergebnis €11,965.00
Aufwendungen aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Saldo aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Saldo gesamt (€10,605.00)
Die Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgt aus Einnahmen aus der Feuerversicherung in Höhe von 238.600 € sowie aus EFRE-Mitteln in Höhe von 240.000 €. Der offene Restbetrag wird aus Mitteln der Stadtsanierung des Jahres 2012 gedeckt.

Begründung des Antrages


In der Nacht vom 07. auf den 08.11.2009 ist die Gastronomie im Naturbad Hainholz durch einen technischen Defekt abgebrannt. In der Folge gab es, auch in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Betreiber des Naturbades, der Naturbad Hainholz UG diverse Überlegungen zum Wiederaufbau einer Gastronomie für das Bad. Nach intensiver Diskussion soll jetzt anstelle der bisherigen Gaststätte ein Kiosk zur Bewirtschaftung des Bades errichtet werden. Darüber hinaus soll eine neue Toilettenanlage für die Badbesucher/innen, ein Bereich für Menschen mit Behinderungen sowie Sozialräume für die Mitarbeiter/innen des Bades entstehen. Zu dem Raumprogramm noch folgende Erläuterungen:

1. Die Gastronomie wieder im ursprünglichen Zustand aufzubauen, ist aus Sicht der Verwaltung für ein Freibad wie das Naturbad Hainholz nicht sinnvoll. Von daher wurde das Raumprogramm für diesen Bereich stark gekürzt. Es soll ein Kiosk mit Küchenbereich und den notwendigen Nebenräumen für das Kioskpersonal entstehen. Außerdem soll dem Kioskbetreiber die Möglichkeit gegeben werden, vom Kiosk aus auch einen Bereich außerhalb des Bades zu bewirtschaften.

2. Im Bereich des Kiosks soll auch ein Kassenbereich für das Bad neu entstehen. Sollte das Bad mittelfristig von der Stadt wieder an einen Dritten abgegeben werden, könnte durch die Neupositionierung der Kasse das Kassengeschäft vom Kioskpersonal mit erledigt werden. In der Übergangszeit kann dieser Bereich vom Kioskbetreiber als Büroerweiterung genutzt werden.

3. Da die bisherigen Einrichtungen für das Badpersonal nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sollen in diesem Zuge die notwendigen Räume in angemessener Größe geschaffen werden.

4. Die im hinteren Bereich des Bades befindliche Toilettenanlage für Besucher/innen soll in den vorderen Bereich verlegt werden. In einem Bad wie dem Naturbad Hainholz ist es von besonderer Bedeutung für die Wasserqualität, dass die Besucher/innen die vorhandenen Sanitäranlagen auch nutzen. Durch die Lage und den baulichen Zustand der jetzigen Toiletten, ist dies momentan nicht der Fall. Von daher bietet es sich an, die Toiletten in den von den Besuchern stärker frequentierten Bereich zu verlegen.

5. Der bisherige Kellerbereich unter der bisherigen Gaststätte ist aus baulichen und gesundheitlichen Gründen (Schimmelbefall) stark sanierungsbedürftig. Nach Einschätzung der Verwaltung wäre eine Sanierung des Kellers, um diesen Bereich später vernünftig nutzen zu können, sehr kostenaufwändig. Andererseits ist es aber wichtig, diesen Bereich quasi als Bodenplatte für den neuen Baukörper zu erhalten. Von daher ist geplant, den Keller notdürftig zu sanieren, um die Gebäudesubstanz zu erhalten. Außerdem befinden sich im Keller Versorgungsanschlüsse.

6. Im Zuge der Baumaßnahme müssen die technischen Einrichtungen für dieses Gebäude auf einen betriebssicheren Stand gebracht werden, dafür müssen Versorgungsanschlüsse teilweise neu erstellt werden.

Im Rahmen der Planung wurden die Aspekte der Barrierefreiheit untersucht und die durchzuführenden Maßnahmen mit der städtischen Behindertenbeauftragten abgestimmt. Es wird eine rollstuhlgerechte WC-Anlage inkl. Dusche und ein entspr. Umkleideraum errichtet.

Zur Warmwasserbereitung sollen Sonnenkollektoren auf dem Dach installiert werden. Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 wird beim Bau des Gebäudes eingehalten. Darüber hinaus gehende energetische Standards werden wegen der temporären Nutzung während der Freibadesaison im Sommer nicht umgesetzt.

Details zu den Baumaßnahmen sind in der als Anlage beigefügten Objektbeschreibung aufgeführt.

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2012 beginnen und müssen bis zum Herbst 2012 abgeschlossen sein, da die Versicherungsleistung nur bis drei Jahre nach Eintritt des Schadensfalls zur Verfügung steht und auch die EFRE-Mittel bis zum Ende des Jahres 2012 abgerufen werden müssen.
52 /61.41
Hannover / Dec 6, 2011