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In der Zeitung war kürzlich zu lesen, dass die Verwaltung die City-Uhren für nicht mehr zeitgemäß und damit für überflüssig hält. Gleichzeitig wurde in dem Artikel darauf hingewiesen, dass die bestehenden Uhren im Jahr 2004 zu Funkuhren umgerüstet worden seien.
Wir fragen daher die Verwaltung:
1.
Wie teuer war die Umrüstung der Uhren im Jahr 2004?
2.
Warum sind nach Ansicht der Verwaltung die Uhren nur 7 Jahre nach ihrer Umrüstung nicht mehr zeitgemäß?
3.
Wie steht die Verwaltung zu der Auffassung, dass a) die öffentlichen Uhren Bestandteil des Vermögens der Stadt sind und als solche auch gewartet und gepflegt werden müssen und dass b) zu einer vitalen Großstadt auch funktionierende öffentliche Uhren gehören, zumal sie in der Unterhaltung nicht allzu teuer sein dürften?
Jens Böning
Vorsitzender
Anfrage der Fraktion Die Hannoveraner zu öffentlichen Uhren in der City
(Drucksache 2285/2011)
Wie im Zeitungsartikel der „Neuen Presse“ Ende Oktober 2011 angegeben, zählen nur 12 der ca. 50 Großuhren im Stadtgebiet zum Eigentum der Landeshauptstadt Hannover, darunter jedoch besonders prominente Exemplare wie die Rathaus- und die Kröpcke-Uhr. Um zu gewährleisten, dass alle Uhren „im selben Takt ticken“, wurden die Uhren mit einem zentralen Steuerpuls betrieben. Die Einstreuungen dieses Steuerpulses beeinträchtigten jedoch das parallel verlaufende Datennetz der Landeshauptstadt Hannover, so dass zehn der zwölf Standorte im Zeitraum 2004 / 2005 sukzessive auf Uhren mit Funksteuerung umgestellt wurden.
Frage 1: Wie teuer war die Umrüstung der Uhren im Jahre 2004?
Die Kosten betrugen ca. 2.400,- € pro Uhr, für 10 Uhren insgesamt 24.000 €.
Frage 2: Warum sind nach Ansicht der Verwaltung die Uhren nur 7 Jahre nach ihrer Umrüstung nicht mehr zeitgemäß?
Die Landeshauptstadt Hannover vertritt nicht die Auffassung, dass öffentliche Großuhren nicht mehr zeitgemäß seien. Es werden allerdings keine zusätzlichen städtischen Uhren mehr gebaut. An den Standorten Lindener Markt und Küchengarten wurde jeweils ein Uhrwerk vorzeitig defekt. Beide Uhren wurden wieder instand gesetzt und funktionieren mittlerweile wieder. Sie sind damit in jeder Hinsicht zeitgerecht.
Frage 3: Wie steht die Verwaltung zu der Auffassung, dass a) die öffentlichen Uhren Bestandteil des Vermögens der Stadt sind und als solche auch gewartet und gepflegt werden müssen und dass b) zu einer vitalen Großstadt auch funktionierende öffentliche Uhren gehören, zumal sie in der Unterhaltung nicht allzu teuer sein dürften?
a) Unstrittig liegt die Wartung und Werterhaltung ihres Eigentums im Interesse der Landeshauptstadt Hannover und wird entsprechend ausgeführt.
b) Öffentliche Uhren an traditionellen Standorten sind Bestandteil des Stadtbildes. Allerdings sind die Menschen aufgrund der vielfältigen anderen Möglichkeiten heute nicht mehr allein auf die öffentlichen Uhren angewiesen.