Antrag Nr. 2263/2024:
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Haus der Jugend seiner Bestimmung zurückführen, Angebote für Jugendliche benötigen Raum

Informationen:

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei

Inhalt der Drucksache:

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Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Haus der Jugend seiner Bestimmung zurückführen, Angebote für Jugendliche benötigen Raum

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Frühjahr 2025 ein Konzept vorzulegen, um

1. geeignete neue Räumlichkeiten für die Verwaltung der Jugendmusikschule zu finden

2. feste und verlässliche Proberäume für die Angebote der Jugendmusikschule (z.B. im Rathaus Linden, Musikzentrum…) anzumieten

3. der Initiative Jugendparlament feste und geeignete Räumlichkeiten im Haus der Jugend zur Verfügung stellen

4. alle beteiligten Akteur*innen in die Planungen mit einzubeziehen.

Begründung


Jugendliche brauchen jederzeit einen niedrigschwelligen Zugang zu vielfältigen Freizeit- und Bildungsangeboten sowie pädagogische Aktivitäten, um ihre persönliche, soziale und kreative Entwicklung zu fördern. Sowohl die Angebote des Hauses der Jugend als auch die der Jugendmusikschule bieten jungen Menschen nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung an, sondern eröffnen ihnen auch die Möglichkeit, wichtige Fähigkeiten zu erlernen, sich in einer Gemeinschaft zu engagieren und sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entfalten. Gleichzeitig sind die Angebote beider Einrichtungen in hohem Maße geeignet, die Nachwirkungen der Pandemie mit ihren weitreichenden Einschränkungen und Isolationserfahrungen abzufedern und psychische Belastungen ein Stück weit abzubauen. Es sollte selbstverständlich sein, dass sowohl das Haus der Jugend als auch die Jugendmusikschule das Mindeste vorhält, das es für diese wichtigen Angebote braucht: ausreichende Räumlichkeiten zur Nutzung.

Tatsächlich konkurrieren beide Einrichtungen jedoch täglich um Räume. Nicht, weil sie es so wollen, sondern weil sie beide gleichermaßen unter der Raumnot leiden. Es gibt kaum noch kostenfreie Raumressourcen für Jugendliche in der Stadt Hannover. Damit fehlen Treffpunkte für Gemeinschaft, für Aktivitäten, für den Austausch oder auch einfach nur zum Nichtstun. Ein besonders drastisches Beispiel für die Auswirkung der Raumknappheit ist die Einschränkung, die die Initiative Jugendparlament in ihrer Arbeit im Haus der Jugend hinnehmen muss. Es kann und darf nicht sein, dass das Haus der Jugend und die Jugendmusikschule sich auf diese Weise in ihrer bestimmungsgemäßen und wichtigen Arbeit gegenseitig blockieren.

Durch den Antrag wird der Jugendmusikschule ermöglicht, den Jugendlichen ausreichende Räume für Musikunterricht sowie Probenräume anzubieten, und zugleich kann das Haus der Jugend seiner bestimmungsgemäßen Arbeit wieder vollumfänglich nachgehen. Die Stadt setzt damit zudem ein Zeichen, dass sie ihrer Verantwortung für die Bildung, Entwicklung und Begleitung von jungen Menschen nachkommt.

Dr. Elisabeth Clausen Muradian/Dr. Daniel Gardemin

Fraktionsvorsitz