Informationen:
verwandte Drucksachen:
| 2235/2020 (Originalvorlage) |
Beratungsverlauf:
- 01.10.2020: Verwaltungsausschuss: Einstimmig abgelehnt.
- 29.10.2020: Ratsversammlung: Bei 5 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen abgelehnt.
Antragsteller(in):
AfD-Fraktion
| 2235/2020 (Originalvorlage) |
AfD-Fraktion
Die Bundesregierung hat am 15. September die Bereitschaft Deutschlands erklärt, 1.553 „Flüchtlinge" aus Moria aufzunehmen - und damit das fatale Signal ausgesendet, dass Brandstiftung belohnt wird. Den Schleppern und ihren Kunden wird signalisiert, dass ihr Geschäft noch immer blendend funktioniert, wenn sie dabei nur gewalttätig genug sind. Prompt brachen am selben 15. September nahe einer „Flüchtlings"-Unterkunft auf der Insel Samos weitere Feuer aus; vier Afghanen wurden wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen.
„Es besteht kein Zweifel, dass Moria von einigen hyperaktiven Flüchtlingen und Migranten verbrannt wurde, die die Regierung erpressen wollten, indem sie Moria niederbrannten und ihre sofortige Umsiedlung von der Insel forderten", zitierte die „Tagesschau" den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Aus diesem Grund müssten alle Flüchtlinge auf der Insel bleiben und in ein neues Lager ziehen.
Mit der Aufnahme von „Flüchtlingen" aus Moria stieße man nicht nur den Griechen brutal vor den Kopf, die ohnehin schon unter dem Ansturm von „Flüchtlingen" massiv zu leiden haben. Auch innerhalb der EU ist Deutschland heillos isoliert, teilweise verhasst und wird bestenfalls milde belächelt. Deutschland beschreitet abermals einen höchst fragwürdigen Sonderweg, den Hannover nicht mitgehen sollte.
Wenn der Herr Oberbürgermeister sagt: „Wir sind bereit, Menschen aus Moria aufzunehmen, um die humanitäre Katastrophe zu entschärfen", dann ist das bestenfalls naiv. Unpolitisch gedacht, ja verantwortungslos ist es allemal. Und es geht vollkommen an der Realität vorbei. Denn die „humanitäre Katastrophe" würde damit nicht entschärft, sondern auf Dauer gestellt, sie würde sich beständig wiederholen.
Es spricht also alles, aber auch alles dagegen, „Flüchtlinge" aus Moria aufzunehmen. Hannover sollte das in seinen Kräften Stehende tun, Schaden von der Stadt und - durch ein schnelles und klares Signal - künftig auch vom Land abzuwenden.