Drucksache Nr. 2212/2023:
Zuwendung aus dem WIR2.0-Förderprogramm an die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. für das Projekt "Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen"

Inhalt der Drucksache:

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2212/2023
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Zuwendung aus dem WIR2.0-Förderprogramm an die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. für das Projekt "Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen"

Antrag,

der Freigabe von Mitteln in Höhe von 38.749,42 Euro aus dem WIR2.0-Förderprogramm für das Projekt „Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen“ zur Umsetzung der WIR2.0-Maßnahme „Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen“ an die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Die Teilnahme an dem zu fördernden Projekt steht allen Personen unabhängig von ihrem Geschlecht offen. Alle WIR 2.0-Maßnahmen sind zudem durch die grundsätzliche Positionierung des zugrundliegenden Strategieplans auf die Einhaltung der Prinzipien der Gleichbehandlung und der Antidiskriminierung verpflichtet.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung

Neutral

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilergebnishaushalt 56 - Investitionstätigkeit
Produkt 11143
Einwanderungsstadt Hannover
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
   
   
Transferaufwendungen €38,749.42
   
Saldo ordentliches Ergebnis -€38,749.42
   
  

Begründung des Antrages

Gemäß der Förderrichtlinie zur Vergabe von Mitteln aus dem WIR2.0-Förderprogramm der Landeshauptstadt Hannover gibt das WIR2.0-Kuratorium zu den Anträgen im Förderbereich 2 eine Empfehlung ab, die dem Internationalen Ausschuss des Rates und nachfolgend dem Verwaltungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt wird. Das WIR2.0-Kuratorium hat sich in seiner Sitzung vom 6.10.2023 für eine Förderung des Projekts „Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen“ des Antragstellers AWO Region Hannover e.V. ausgesprochen.

Der Antragsteller beabsichtigt mit seinem Projekt „Migrant*innencommunities unterstützen wohnungslose Menschen“ die vom WIR2.0-Kuratorium ausgewählte gleichnamige WIR2.0-Maßnahme umzusetzen. Ziel des Projektes ist eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe wohnungsloser Menschen sowie ihre Einbindung in (muttersprachliche) Communities. Muttersprachliche Angebote aus den Communities heraus sollen niedrigschwellige Zugänge zu bestehenden Hilfesystemen schaffen. Durch die Zusammenarbeit mit kommunalen Träger*innen der Wohnungslosenhilfe und anderer Beratungs- und Unterstützungsstellen soll darüber hinaus der Informationsaustausch zwischen der Verwaltung und verschiedenen Communities verbessert werden. Durch die Einbindung verwaltungsexterner Träger*innen soll der Austausch zwischen diesen und der Verwaltung verbessert werden. Dabei ist der Ansatz, die vorhandenen Ressourcen in den Migrant*innencommunities auf sprachlicher, sozialer und kultureller Ebene kooperativ zu nutzen und auszubauen, ein wesentlicher Aspekt zur Sicherstellung des nachhaltigen Gelingens.

Im Fokus des Projektes steht die Zielgruppe der zugewanderten Menschen aus Polen und Bulgarien. In Zusammenarbeit mit der bulgarischen und der polnischen Gemeinde in Hannover und muttersprachlichen Ehrenamtlichen aus diesen Communities wird ein niedrigschwelliger Zugang zu den Hilfesystemen für betroffene Menschen geschaffen. Es werden Kontakte zwischen Klient*innen und migrantischen Ehrenamtlichen vermittelt, ein Netzwerk aufgebaut und es finden Schulungen für die Ehrenamtlichen statt, um eine professionalisierte Begleitung der wohnungslosen Menschen zu gewährleisten. Gemeinsame Aktivitäten mit den Ehrenamtlichen und Klient*innen sind ebenfalls Bestandteil des Projektes.

Über den Kontakt zu den Ehrenamtlichen werden die Klient*innen sozial eingebunden. Sie erhalten Zugang zu den Communities, bei welchen sie sich in ihrer Muttersprache verständigen können. So können sie Kontakte knüpfen und sich ein soziales Netz aufbauen, welches in Zukunft eine große Ressource für sie darstellen kann. Zudem lernen sie im Rahmen des Projekts andere Betroffene kennen, mit denen sie sich austauschen können. Auf diese Weise können sie sich in Zukunft gegenseitig helfen.

Die Verwaltung befürwortet den Antrag, eine Zuwendung in Höhe von bis zu 38.749,42 € zu bewilligen.

56.10 
Hannover / Oct 25, 2023