Drucksache Nr. 2056/2007 N1:
Umbenennung des Kestner-Museums in Museum August Kestner

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
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1. Neufassung
2056/2007 N1
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Ergänzung der Antragsbegründung

Umbenennung des Kestner-Museums in Museum August Kestner

Antrag,

der Umbenennung des Kestner-Museums in Museum August Kestner zum November 2007 zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Gender-Aspekte sind nicht zu berücksichtigen.
Frauen und Männer sind von der Umbenennung nicht bzw. in gleicher Weise betroffen.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
Investitionenin €bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
Verwaltungs-
haushalt;
auchInvestitions-
folgekosten
in € p.a.bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
EinnahmenEinnahmen
Finanzierungsanteile von DrittenBetriebseinnahmen
sonstige EinnahmenFinanzeinnahmen von Dritten
Einnahmen insgesamt€0.00 Einnahmen insgesamt€0.00 
AusgabenAusgaben
ErwerbsaufwandPersonalausgaben
Hoch-, Tiefbau bzw. SanierungSachausgaben€3,000.003101.000-601000
EinrichtungsaufwandZuwendungen
Investitionszuschuss an DritteKalkulatorische Kosten
Ausgaben insgesamt€0.00 Ausgaben insgesamt€3,000.00 
Finanzierungssaldo€0.00 Überschuss / Zuschuss(€3,000.00) 

Begründung des Antrages

Das älteste städtische Museum der Landeshauptstadt muss sich immer wieder gegen Museen und Kunstvereine, die Eigenamen tragen (kestnergesellschaft, Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte, Sprengel Museum Hannover), behaupten.
Deshalb wurde im vergangenen Sommersemester mit dem Institut für Journalismus und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover eine Projektstudie durchgeführt.

Ebenfalls wurden im Freundes- und Förderkreis „Antike und Gegenwart“ des Kestner-Museums lange und differenzierte Diskussionen geführt darüber, wie das Profil des Hauses auch in einer neuen Namensgebung deutlich werden kann.
Als neuer Name wurde empfohlen:


Museum August Kestner

Dafür sprechen folgende Gründe

1. Der Grundstock des Museums basiert im Wesentlichen auf den Sammlungen des Hannoverschen Gesandten am Vatikan in Rom.

2. Missverständnisse und falsche Schreibweisen (Kästner) sollen dadurch beseitigt werden.

3. Die Abgrenzung zur „kestnergesellschaft“ wird dadurch einsichtig.

4. Durch die Voranstellung des Begriffes Museum wird der Unterschied zu einem privaten Kunstverein sinnfällig.

Als Unterzeile (Claim) wird gewählt:

Mehr Als Kunst
(entsprechend der Projektstudie des IJK = Institut für Journalismus und Kommunikationsforschung an der HMT = Hochschule für Musik und Theater Hannover). Die Buchstaben MAK sollen in weiteren Werbemaßnahmen ständig aktualisiert werden und - so die Empfehlung des Kulturausschusses am 14.09.2007 - die Ausstellungsinhalte möglichst umfassend wiedergeben (z.B. Moderne, Antike, Kunsthandwerk usw.)

In beiden Bezeichnungen sollen die Buchstaben M, A, K eine wichtige Rolle spielen.
Damit wird auch die inhaltliche Beziehung zu anderen deutschsprachigen Museen der Angewandten Kunst deutlich.

Im Kestner-Museum wurden in den vergangenen Jahrzehnten durch Ringtausch unter den Hannoverschen Museen ganz bewusst alle bedeutenden Werke der Angewandten Kunst (= Kunsthandwerk) in Hannover zentralisiert. Das Kestner-Museum hat im Gegenzug alle Bestände an Malerei und Grafik an das Niedersächsische Landesmuseum bzw. an das neu gegründete Sprengel Museum Hannover abgegeben.

Als Termin für die Umbenennung wird der 28. November 2007 angestrebt – 230. Geburtstag von August Kestner.
Dez. IV 
Hannover / Sep 18, 2007