Informationsdrucksache Nr. 1951/2020:
Sprengel Museum Hannover; Fortsetzung der gemeinsam mit dem Land Niedersachen finanzierten Sanierungsmaßnahmen

Informationen:

verwandte Drucksachen:

1951/2020 (Originalvorlage)

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtbezirksrat Südstadt-Bult

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverInformationsdrucksacheInformationsdrucksache
In den Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten
In den Kulturausschuss
In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung
In den Verwaltungsausschuss
An den Stadtbezirksrat Südstadt-Bult (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1951/2020
1
 

Sprengel Museum Hannover; Fortsetzung der gemeinsam mit dem Land Niedersachen finanzierten Sanierungsmaßnahmen

Unter Bezug auf die Beschlussdrucksache 0031/2020 (Sprengel Museum Hannover, Sanierung haustechnischer Komponenten im 1. und 2. Bauabschnitt: Budgeterhöhung) informiert die Verwaltung über den mit dem Land Niedersachsen kürzlich getroffenen Beschluss der Verwaltungskommission (VK) des Sprengel Museum Hannover.

Bereits im Jahr 2009 wurde mit Beschluss der VK ein Maßnahmenkatalog von investiven Sanierungsmaßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Gebäudesubstanz des Sprengel Museum Hannover mit einer Laufzeit bis 31.12.2020 und einem Gesamtfinanzvolumen von 5,64 Mio. € inkl. 15 % Risikozuschlag beschlossen. Dieser Maßnahmenkatalog wird auch als Sanierungsliste bezeichnet.

Das Land Niedersachsen und die Landeshauptstadt Hannover finanzieren diese Maßnahmen gemeinsam – jeweils hälftig.

Mit Blick auf das nahende Laufzeitende der aktuellen Maßnahmenliste hat der Fachbereich Gebäudemanagement, zur zukünftigen Sicherung und Ertüchtigung der Gebäudesubstanz und technischen Anlagen des Museumsbetriebs, die Liste der bisher bekannten Sanierungsbedarfe fortgeschrieben, aktualisiert und nach technischer Dringlichkeit eingeordnet.

Da eine vollständige Umsetzung der aktuell bekannten Bedarfe, mit prognostizierten Kosten in Höhe von ca. 11,57 Mio. €, ohne Risikozuschlag, innerhalb eines 10 Jahres Zeitraums für beide Seiten finanziell nicht realisierbar erschien,

beauftragte die VK einen Arbeitsausschuss mit der Sondierung von Lösungsansätzen und Priorisierung der erforderlichen Maßnahmen.

Mit der im Arbeitsausschuss einvernehmlichen vorgenommenen Priorisierung der Maßnahmen für die nächsten 10 Jahre konnten die Gesamtkosten der Maßnahmen mit Priorität 1 mit einem Gesamtvolumen von 6.448.000 € und einem 25 % Risikozuschlags, d.h. mit einer Gesamtsumme von 8.060.000 € festgelegt werden. Somit wird für ca. 56 % der aus baufachlicher Sicht dargestellten, absehbar erforderlichen Maßnahmen eine gemeinsame Finanzierung in Aussicht gestellt. Eine Übersicht dazu befindet sich in der Anlage 1. Die Höhe des Risikozuschlages begründet sich einerseits in der Laufzeit von zehn Jahren und den zu erwartenden allgemeinen Baukostensteigerungen. Andererseits trägt dieser Risikozuschlag den baulichen und technischen Besonderheiten des Gebäudes, sowie den betrieblichen Anforderungen des Museums Rechnung.



Außerdem wurde im Arbeitsausschuss einvernehmlich vereinbart, dass eine Durchlässigkeit zwischen den Priorisierungen besteht, sodass ggf. Maßnahmen aus der Priorität 2 oder 3 bei Bedarf in die Priorität 1 übergehen können, soweit die Ausführung dringend erforderlich wird. Das Gesamtvolumen der neuen Sanierungsliste für den Zeitraum 2021 - 2030 bleibt dabei auf 8,06 Mio. € begrenzt.

Die Mitglieder der VK haben den vorgenannten Punkten, als Beschlussvorschlag des Arbeitsausschusses, in ihrer Sitzung am 05.03.2020 einstimmig zugestimmt. Die entsprechend hälftigen Summen sind für die jeweiligen Haushalte anzumelden.

Eine abschließende Finanzierungsentscheidung steht, wie bisher, jeweils unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel durch die jeweiligen Gremienbeschlüsse des Rates bzw. des Landtages.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Aus den Baumaßnahmen und deren finanziellen Auswirkungen ergibt sich keine spezifische Gender-Betroffenheit. Die mit den Maßnahmen verfolgte Zielsetzung wirkt sich in gleicher Weise auf Frauen, Männer und Diverse aus.

Kostentabelle

Die finanziellen Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen werden in jeweils vorzulegenden Beschlussdrucksachen (HU-Bau) erörtert.

41.2  Sprengel Museum Hannover
Hannover / Sep 4, 2020