Drucksache Nr. 1917/2026:
Verstetigung Outdoor-Piano auf dem Opernplatz im Rahmen der Umsetzung Kulturdreieck im Kulturmanagement

Inhalt der Drucksache:

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1917/2026
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Verstetigung Outdoor-Piano auf dem Opernplatz im Rahmen der Umsetzung Kulturdreieck im Kulturmanagement

Antrag,

der dauerhaften Verstetigung des derzeit im Rahmen einer befristeten Sondernutzung auf dem Opernplatz aufgestellten Outdoor-Pianos zuzustimmen und damit seinen Standort auf dem Opernplatz langfristig zu sichern. Das bestehende Stadtmobiliar, bestehend aus zwölf gelben Stühlen sowie zwei Schlangenbänken, wird als Bestandteil des Gesamtkonzeptes ebenfalls dauerhaft vorgehalten.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Die diversitätssensible Ausgestaltung von Maßnahmen und Beteiligung wird im Zuge der Verstetigung immer weiter ausgebaut – insbesondere mit Blick auf Barrierefreiheit, Zugänglichkeit und die Sichtbarkeit auch weiblicher Künstler*innen. Bei Open Calls für Konzerte professioneller Musiker*innen oder Laien werden genderspezifische Aspekte und Belange beachtet.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung

Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sind zentrale Zielrichtungen der Strategie von Restart: #HANnovativ gewesen und werden im Rahmen der Fortführung der Maßnahme weitergeführt. Positive Auswirkungen auf den Klimaschutz entstehen durch den Einsatz des witterungsbeständigen, vandalismussicheren und auch mit z.T. Sonnenenergie betriebenen Outdoor-Pianos. Bei der Planung von Veranstaltungen rund um das Outdoor-Piano werden nachhaltige Produktion im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der UN berücksichtigt.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilergebnishaushalt 42 - Investitionstätigkeit
Produkt 27201
Dez. VII KM
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
   
   
Sach- und Dienstleistungen €5,000.00
   
Saldo ordentliches Ergebnis -€5,000.00
   
  
Die Mittel für Pflege, Wartung und Unterhaltung des Outdoor-Pianos auf dem Opernplatz werden im Rahmen der Haushaltsmittel „Kulturmanagement“ zur Verfügung gestellt.

Begründung des Antrages

Das Outdoor-Piano hat sich seit seiner Aufstellung im Dezember 2025 als erfolgreiches kulturelles und soziales Angebot im öffentlichen Raum etabliert. Die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen, dass die Maßnahme einen nachhaltigen Mehrwert für die Innenstadt sowie für das Kulturdreieck schafft.

Niedrigschwelliger kultureller Begegnungsort
Das frei zugängliche Piano ermöglicht spontane musikalische Aktivitäten und Begegnungen im öffentlichen Raum. Es hat sich zu einem innovativen und niedrigschwelligen Treffpunkt entwickelt, der Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe zusammenführt. Dadurch werden gesellschaftlicher Zusammenhalt, Austausch und eine friedliche Nutzung des Opernplatzes gefördert.

Förderung kultureller Teilhabe
Als öffentlich zugängliches Instrument ermöglicht das Outdoor-Piano einen unkomplizierten Zugang zu Kunst und Kultur. Die Nutzung ist unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status möglich und stärkt damit die kulturelle Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten. Die freie Bespielbarkeit senkt Hemmschwellen und lädt zur kreativen Aneignung des öffentlichen Raums ein.

Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt
Das Outdoor-Piano trägt maßgeblich zur Belebung des Opernplatzes bei. Es schafft Aufenthaltsqualität und fördert eine attraktive Nutzung des öffentlichen Raums. Gemeinsam mit den gelben Stühlen und Sitzgelegenheiten entsteht ein lebendiger Ort des Verweilens, der die kulturelle Prägung der Innenstadt – auch in der Umsetzung des Kulturareals „Kulturdreieck“ – sichtbar macht.

Stärkung des Kulturstandorts Hannover
Das Piano fungiert als sichtbares Zeichen für Hannovers Profil als „UNESCO City of Music“. Die Maßnahme macht Musik im Alltag unmittelbar erlebbar und stärkt die Wahrnehmung Hannovers als bedeutenden Musik- und Kulturstandort. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur lokalen, nationalen und internationalen Profilierung der Stadt.

Nachhaltiger Beitrag zur kulturellen Innenstadtentwicklung
In Verbindung mit den weiteren Maßnahmen des Projekts „Sounds & Screens“ im Kulturdreieck unterstützt das Outdoor-Piano die kulturelle Aufwertung und Profilierung der Innenstadt. Es fördert Identifikation mit dem Stadtraum, kulturelle Sichtbarkeit sowie die Vernetzung von Kultur, Stadtgesellschaft und urbanem Leben. Das Outdoor-Piano ist witterungsfest und vandalismussicher gebaut und für die Stadtverwaltung per App („remote“) ansteuerbar für Laustärke und Ruhezeiten. Individuell einstellbar, bietet es der LHH als Eigentümerin die volle Kontrolle über Nutzungszeiten und Lautstärke. Darüber hinaus ist es für die Gesamtsteuerung durch die LHH aufschlussreich, wie und wann das Piano genutzt wird – und gibt darüber neue Einsichten und Erkenntnisse zur kulturellen Innenstadtentwicklung.

Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung
Großveranstaltungen, Kundgebungen oder Baumaßnahmen auf dem Opernplatz sollen grundsätzlich mit dem dauerhaften Standort des Outdoor-Pianos und seines Stadtmobiliars (12 gelbe Stühle und zwei Schlangenbänke) vereinbar sein. In Ausnahmefällen kann das Outdoor-Piano weichen und temporär (d.h. für maximal zwei Wochen) in einen Lagerraum oder an einen geeigneten Standort im Kulturhof oder auch (nach Fertigstellung der Blau-Grünen Kulturpromenade) auf die vom Autoverkehr befreite Prinzenstraße in Abstimmung mit den jeweiligen Fachbereichen der LHH gebracht werden. Bei eingehenden Anträgen im Eventmanagement kann je nach Veranstaltung auch lediglich ein temporärer Rückbau der Stühle erforderlich sein. Dies ist jeweils im Einzelfall vom Eventmanagement zu prüfen und in Abstimmung mit dem Kulturmanagement zu entscheiden. Die Kosten für den möglichen temporären Rückbau werden aus Haushaltsmittel des „Kulturmanagement“ (Dez. VII) der Landeshauptstadt Hannover getragen.


Wird im Rahmen von Umbaumaßnahmen durch das Baudezernat in der Innenstadt ein Teil des Opernplatzes als Baufeld benötigt, muss dies zwischen Baudezernat und Kulturdezernat abgestimmt werden. Die bereits in den letzten Jahren intensivierte Zusammenarbeit zwischen beiden Dezernaten wird hiermit weiter ausgebaut. Die Zusammenarbeit zwischen Baudezernat und Kulturdezernat ist von beiden Seiten gewünscht, weil Kultur kreative Nutzung öffentlicher Räume schafft und Transformationsprozesse positiv begleiten und durch gute Kommunikation unterstützen kann.

Fazit
Die bisherigen Erfahrungen belegen, dass das Outdoor-Piano auf dem Opernplatz einen dauerhaften Mehrwert für die Landeshauptstadt Hannover schafft. Es stärkt kulturelle Teilhabe, Begegnung und Aufenthaltsqualität, unterstützt die Positionierung Hannovers als Musikstadt und trägt zur weiteren Belebung der Innenstadt bei.
VII-K 
Hannover / Sep 21, 2026