Informationsdrucksache Nr. 1785/2012:
Leitlinien für den Umgang mit Dachbegrünung in Bebauungsplänen

Informationen:

verwandte Drucksachen:

1785/2012 (Originalvorlage)

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Ratsversammlung
  • Stadtbezirksräte 01 - 13

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverInformationsdrucksache-ZeichenInformationsdrucksache
In den Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten
An die Ratsversammlung (zur Kenntnis)
An die Stadtbezirksräte 01 - 13 (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1785/2012
1
 

Leitlinien für den Umgang mit Dachbegrünung in Bebauungsplänen

Anlass
Bereits 1994 wurden die Leitlinien für den Umgang mit Dachbegrünung in Bebauungsplänen mit der Ratsdrucksache 756/94 beschlossen und haben sich seitdem grundsätzlich bewährt. Sie sind jetzt von der Verwaltung aktualisiert worden. In der bisherigen Fassung der Richtlinie war die Installation von Photovoltaik-Anlagen noch ein Ausnahmetatbestand, um kein Gründach realisieren zu müssen. Diese Ausnahme wurde in der als Anlage beigefügten neuen Fassung herausgenommen. Es hat sich herausgestellt, dass Gründächer die Installation von Photovoltaik nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil: Durch eine Dachbegrünung wird der Wirkungsgrad der Anlage erhöht, denn die Leistung der Module verringert sich um ca. 0,5 % pro Grad Celsius Aufheizung. Da auf begrünten Dachflächen in der Regel 35° C nicht überschritten werden, bleiben die Module auf dem Gründach kühler und damit bleibt ein hoher Leistungsgrad erhalten.

Bei der Überarbeitung der Leitlinien für den Umgang mit Dachbegrünung in Bebauungsplänen wurde von der Verwaltung weiterhin geprüft, zukünftig auch Photovoltaikanlagen und/oder deren Kombination mit Gründach in Bebauungsplänen festzuschreiben. Eine solche Festsetzung in Bebauungsplänen wird die Verwaltung jedoch grundsätzlich aus folgenden Gründen nicht vornehmen: Zum einen verpflichtet das EEWärmeG Eigentümer neu zu errichtender Gebäude dazu, den Wärme- und Kälteenergiebedarf durch einen merklichen Anteil erneuerbarer Energien zu decken. D.h., eine inhaltlich gleiche Festsetzung im Bebauungsplan ist überflüssig bzw. rechtswidrig. Zum anderen sind Festsetzungen von energetischen Anforderungen, die über das EEWärmeG hinaus gehen, nur in Ausnahmefällen denkbar. Diese müssten auf Grundlage des BauGB unter städtebaulichen Gesichtspunkten gerechtfertigt werden können.

Über Städtebauliche Verträge oder bei von der Stadt verkauften Grundstücken können dagegen Vorgaben gemacht werden, Gründach und Photovoltaikanlage auf Flachdächern zu kombinieren, wenn dies gegenüber den Investoren unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten durchsetzbar ist.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Aussagen zu den Geschlechterdifferenzierungen gem. Beschluss des Rates vom 03.07.2003 (DS. 1278/2003) wurden geprüft, sind im Falle dieser Drucksache jedoch nicht relevant und werden daher nicht ausgeführt.

Kostentabelle

Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen.

67.10 
Hannover / Aug 3, 2012