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Änderungsantrag der SPD-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu Drucks. Nr. 0544/2022: Fortschreibung des Bädersanierungskonzeptes für die Landeshauptstadt Hannover
Antrag
das Bädersanierungskonzept für die Landeshauptstadt Hannover in folgenden Punkten
zu ändern:
1. Anderter Bad
Die Verwaltung wird aufgefordert, die Planungen für einen Neubau so rechtzeitig zu beginnen, dass wie beim Neubau des Fössebades eine Nutzungsalternative bereitsteht, sobald der Abriss des bestehenden Bades begonnen wird.
2. Stöckener Bad
Die Erfahrungen mit dem Misburger Bad und dem Fössebad belegen die im Vergleich zu einer Sanierung höhere Wirtschaftlichkeit eines Badneubaus. Die Verwaltung wird aufgefordert, dies in ihren weiteren Planungen zu berücksichtigen. Bis zum Start der konkreten Neubauplanungen ab dem Jahr 2027 sind die baulichen Maßnahmen zum Erhalt des Stöckener Bades wie beschrieben fortzusetzen.
Begründung
Zu 1: Das Anderter Bad ist das einzige Hallenbad in Osten Hannovers. In den umliegenden Stadtteilen Kleefeld, Kirchrode, Bemerode und Wülferode gibt es zurzeit keine Hallenbadflächen. Darüber hinaus baut hanova bis 2023 auf verschiedenen Baufeldern rund 300 Wohnungen und Kindertagesstätten sowie einige Gewerbeeinheiten – weitere hannoversche Akteure der Bauwirtschaft machen Kronsrode zu einem der größten Neubaugebiete Niedersachsens. Um günstigen Wohnraum anbieten zu können, werden viele dieser Wohnungen auch öffentlich gefördert. Es ist damit zu rechnen, dass der Osten Hannover einen enormen Bevölkerungszuwachs erfährt. Der Abriss des bestehenden Bades darf daher erst erfolgen, wenn eine Nutzungsalternative bereitsteht.
Zu 2: Im Sinne der Herstellung von Planungssicherheit sind die bei den jüngst eingeleiteten Bädersanierungen gemachten Erfahrungen zu Grunde zu legen. Diese sprechen eindeutig für die Variante eines Neubaus. Dies ist von der Verwaltung für die weiteren Planungen zu berücksichtigen.