Drucksache Nr. 1692/2003:

Außerplanmäßige Ausgabe für die Energetische Sportstättensanierung

Informationen:

verwandte Drucksachen:

1692/2003 (Originalvorlage)

Beratungsverlauf:

  • 08.09.2003: Sportausschuss: Einstimmig
  • 10.09.2003: Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung: abgesetzt
  • 08.10.2003: Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung: 9 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 2 Enthaltungen
  • 30.10.2003: Verwaltungsausschuss: Einstimmig
  • 13.11.2003: Ratsversammlung: Einstimmig

Nachrichtlich:

  • Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Sportausschuss
In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung
In den Verwaltungsausschuss
In die Ratsversammlung
An den Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1692/2003
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Außerplanmäßige Ausgabe für die Energetische Sportstättensanierung

Antrag,

zu beschließen,

1. im UA 5520 - Vereinssportanlagen - des Vermögenshaushalts 2003 bei der Haushaltsstelle 2.5520.988400.1/901 - Energetische Sportstättensanierung - 67.656,46 € im Rahmen einer außerplanmäßigen Ausgabe nach § 89 Abs 1. NGO zur Verfügung zu stellen. Die Deckung erfolgt über einen nicht verbrauchten Haushaltsrest bei der Haushaltsstelle 2.5620.949200.2/901.

2. aus den außerplanmäßig zur Verfügung gestellten Mitteln und den bei der Haushaltsstelle 2.5520.988400.1/901 noch vorhandenen Haushaltsresten aus dem Jahr 2002 folgenden Vereinen Zuwendungen für energetische Sanierungsmaßnahmen zu bewilligen:

a. Turn- und Sportverein Bemerode 23.500 €
b. Sportgemeinschaft von 1874 9.000 €
c. Sportverein Odin 27.500 €
d. TSV Fortuna-Sachsenross 23.000 €
e. SpVgg. Niedersachsen Döhren /FC Schwalbe 12.000 €
f. Uniformierte Schützengesellschaft Ahlem 3.000 €
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insgesamt 98.000 €

Begründung

zu 1.:

Mit Beschlussdrucksache 2880/2002 wurde beschlossen, die Energetische Sportstättensanierung nach neuem System durchzuführen. Da im Haushaltsplan 2003 keine Mittel für Investitionsmaßnahmen zur Verfügung gestellt worden sind, wurden die Vereine, die sich schon im Beratungsprogramm befanden, zwar weiter beraten, um die Kosten für evtl. notwendige Maßnahmen zu ermitteln, gleichzeitig wurden Ihnen aber keine Zuwendungen der Stadt in Aussicht gestellt. Es wurde vielmehr versucht, andere Finanzierungswege zu eröffnen. Dies ist nur zum Teil gelungen. Die Region Hannover stellt in diesem Jahr für die energetische Sanierung im Stadtgebiet Hannovers 40.000 € zur Verfügung. Die Hoffnungen auf die Partizipation an einem bundesweiten Förderprogramm haben sich vorläufig zerschlagen. Darüber hinaus ist es auch nicht gelungen, die Sparkasse Hannover stärker in eine kostengünstige Finanzierung der Maßnahmen einzubinden. Gleichzeitig stellte sich nach Vorliegen der Abschlussberichte der beauftragten Berater heraus, dass bei einigen Vereinen sehr dringender Handlungsbedarf besteht, die Maßnahmen ohne Unterstützung der Stadt aber nicht durchgeführt werden können. Die Maßnahme ist daher unvorhergesehen.

Wegen der geplanten Abgabe der Stadionsporthalle werden dort von städtischer Seite keine weiteren Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Deshalb können die für den Umbau des Foyers der Stadionsporthalle im Haushalt als Haushaltsrest zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 67.656,46 € für die Energetische Sportstättensanierung verwendet werden.

Die Ausgabe ist unabweisbar. Damit die dringenden Maßnahmen, die z.T. auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften durchgeführt werden müssen, kurzfristig begonnen werden können, ist die Bereitstellung der entsprechenden Haushaltsmittel unabweisbar.



zu 2.:

Zur Erarbeitung der vorgeschlagenen Förderungen wurde vorab eine Rangliste der einzelnen, von den Vereinen geplanten Maßnahmen in Zusammenarbeit zwischen den Vereinsberatern, der Klimaschutzagentur, der Region und der Stadt (Leitstelle für Energie und Klimaschutz/Sportservice) erstellt. Hierbei waren wichtige Kriterien für eine Aufnahme in die Förderung die Dringlichkeit (hauptsächlich aufgrund gesetzlicher Vorschriften), die CO2-Effizienz, die Höhe der Endenergieeinsparung und die Fördereffektivität. Ausdrücklich nicht gefördert wurde die Ergänzung der Heizungsanlagen durch Solaranlagen, da ansonsten die Mittel bei Weitem nicht ausgereicht hätten und der ProKlima-Fonds die Installation von Solaranlagen in stattlicher Höhe fördert. Die zur Förderung vorgeschlagenen Vereine planen im Einzelnen folgende Maßnahmen:

a. Das Vereinshaus des Turn- und Sportverein Bemerode wurde im Jahr 1975 errichtet. Es hat einen einfachen Dämmstandard sowie noch die ursprüngliche Heizung, die bei der nächsten Überprüfung durch den Bezirksschornsteinfeger aller Voraussicht nach außer Betrieb genommen wird. Deshalb plant der Verein die Erneuerung der Heizungsanlage incl. Installation eines neuen Wärmeverteilungsnetzes und neuer Heizkörper und die Dämmung des Daches. Außerdem sollen in den Duschen Spararmaturen angebracht werden sowie eine Solaranlage installiert werden.

Die Kosten für die zuwendungsfähigen Maßnahmen belaufen sich auf 69.800 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 28.670 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 13.960 €
3. Zuschuss ProKlima 3.670 €
4. Zuwendung der Stadt 23.500 €
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insgesamt 69.800 €


b. Das Vereinshaus der Sportgemeinschaft von 1874 wurde 1961 errichtet. In den siebziger Jahren wurde auf der Vereinssportanlage der SG von 1874 zusätzlich eine Mehrzweckhalle gebaut. Das Vereinshaus wurde zwar in den achtziger Jahren saniert, dabei wurden aber energetische Gesichtspunkte nicht berücksichtigt. Das Haus ist nicht gedämmt, das Flachdach ist undicht, die Fenster sind marode, die Heizungsanlage ist abgängig. Auch die Heizungsanlage der Mehrzweckhalle muss erneuert werden. Der Verein plant deshalb die umfassende energetische Sanierung seiner Gebäude. Die Beheizung der Gebäude und die Warmwasserbereitung soll in Zukunft über ein zentrales Blockheizkraftwerk erfolgen. Darüber hinaus sollen im Vereinhaus die Fenster erneuert sowie das Flachdach saniert und dabei gedämmt werden.

Die Kosten für die geplanten Maßnahmen belaufen sich auf 180.000 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 85.000 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 36.000 €
3. Zuschuss ProKlima 10.000 €
4. Zuschuss der Region 40.000 €
5. Zuwendung der Stadt 9.000 €
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insgesamt 180.000 €


c. Das Vereinshaus des Sportverein Odin wurde im Jahr 1964 errichtet. Es hat einen einfachen Dämmstandard, die Heizungsanlage ist sehr störanfällig und entspricht auch nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften. Der Verein plant deshalb die Erneuerung der Heizungsanlage, die Dämmung der Außenwände und die Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Außerdem sollen in den Duschen Spararmaturen angebracht werden sowie eine Solaranlage installiert werden.

Die Kosten für die zuwendungsfähigen Maßnahmen belaufen sich auf 64.900 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 20.660 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 12.900 €
3. Zuschuss ProKlima 3.840 €
4. Zuwendung der Stadt 27.500 €
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insgesamt 64.900 €


d. Im vergangenen Jahr wurde in einem ersten Bauabschnitt das Flachdach des Vereinshauses des TSV Fortuna Sachsenross notdürftig repariert. Im zweiten Bauabschnitt soll auf das Flachdach eine zusätzliche Wärmedämmung aufgebracht werden, die zusätzlich abgedichtet wird. Durch diese Maßnahme wird eine optimale Dämmung des Hauses erreicht. Der zwischenzeitlich ins Auge gefasste Bau eines Walmdaches wurde aus Kostengründen verworfen. Außerdem sollen Fenster erneuert und eine Solaranlage installiert werden.

Die Kosten für die zuwendungsfähigen Maßnahmen belaufen sich auf 54.000 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 13.200 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 10.800 €
3. Zuschuss ProKlima 7.000 €
4. Zuwendung der Stadt 23.000 €
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insgesamt 54.000 €


e. Im Vereinshaus auf der Bezirkssportanlage Döhren, das von den Vereinen SpVgg. Niedersachsen Döhren und Fußball-Club Schwalbe gemeinsam genutzt und unterhalten wird, war bislang eine Ölheizung installiert. Nach über 30 Jahren Betrieb hat der TÜV Schäden am unterirdischen Öltank festgestellt und die Nutzung des Tankes nur noch für eine Übergangszeit genehmigt. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass auch der Heizkessel sowie die Heizungsverteilung und die Warmwasserbereitung erneuert werden müssen. Da eine Ölheizung in besonderem Maßnahme CO2 emittiert und ein Gasanschluss nicht zu finanzieren ist, haben sich die Vereine entschlossen, eine umweltfreundliche, vollautomatische Holzpelletheizung einbauen zu lassen.

Die Kosten für die geplanten Maßnahmen belaufen sich auf 73.400 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 20.640 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 8.760 €
3. Zuschuss ProKlima 30.000 €
4. Zuwendung der Stadt
a. Energetische Sportstättensanierung 12.000 €
b. Vereinssportstättenbau (Umwidmung einer
bereits bewilligten Zuwendung für die
Sanierung des Öltanks) 2.000 € 14.000 €
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insgesamt 73.400 €


f. Das Schützenhaus der USG Ahlem wird seit über 20 Jahren durch eine mit Propangas betriebene Gasheizanlage beheizt. Der Heizkessel entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Einsatz von Propangas ist aus Sicht des Klimaschutzes abzulehnen und darüber hinaus aufgrund der hohen laufenden Kosten unwirtschaftlich. Außerdem ist die Decke des Hauses ungedämmt. Deshalb hat sich der Verein entschlossen, einen neuen Heizkessel mit Brennwerttechnik zu installieren und diesen an die Erdgasversorgung anschließen zu lassen.

Die Kosten für die geplanten Maßnahmen belaufen sich auf ca. 13.000 €, die wie folgt finanziert werden sollen:

1. Eigenleistung des Vereins 3.250 €
2. Zuschuss des Landes-/Stadtsportbundes 2.250 €
3. Zuschuss ProKlima 4.500 €
4. Zuwendung der Stadt 3.000 €
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insgesamt 13.000 €
 15.5
Hannover / 20.08.2003