Drucksache Nr. 1686/2022:
Koordinationsstelle Nachtkultur (KoN)

Inhalt der Drucksache:

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1686/2022
1
 

Koordinationsstelle Nachtkultur (KoN)

Antrag,

1. das Konzept für eine Koordinationsstelle Nachtkultur, wie in der Anlage beigefügt, zu beschließen.

2. die Verwaltung zu beauftragen, die Einrichtung der internen und externen Struktur für die Koordinationsstelle vorzubereiten und die Maßnahmen wie in Punkt 6 der Anlage beschrieben durchzuführen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Das nachfolgend beschriebene Konzept richtet sich an die Stadtgesellschaft in all ihren Ausprägungen. Es sind alle Geschlechter gleichermaßen berücksichtigt.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilergebnishaushalt 41 - Investitionstätigkeit
Produkt 28102
sonstige Kulturpflege
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
   
   
Sach- und Dienstleistungen €50,000.00
   
Saldo ordentliches Ergebnis -€50,000.00
   
  
Für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 werden zum Aufbau der externen Stelle sowie für Projektmittel 50.000€ p.a. benötigt. Die Mittel wird die Verwaltung im Verwaltungsentwurf zum Haushaltsplan 2023/2024 im Teilhaushalt 41 Kultur, Produkt 28102 Sonstige Kulturpflege vorsehen.

Begründung des Antrages

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat mit dem Haushaltsbegleitantrag die Verwaltung beauftragt gemeinsam mit dem KlubNetz e.V. ein Konzept für eine*n Beauftragte*n für Nachtkultur zu entwickeln. Erkenntnisse aus dem Projekt LimmernLabor sollten dabei mit einbezogen werden. Dazu sollte unter anderem die Zusammenarbeit zwischen der Klubszene und der Stadtverwaltung in den Bereichen Kultur, Eventmanagement, Bau, Gleichstellung, Migration, Soziales und Tourismus berücksichtigt werden aber auch Problemfelder wie Lärmschutz und Sicherheit. Die Qualitäten der Klub- und Konzertkultur sollten dabei hervorgehoben werden

Die Kulturverwaltung legt als Anlage zu dieser Drucksache als Ergebnis das Konzept für eine Koordinationsstelle für Nachtkultur KoN vor.

Verfahren und Beteiligte
Mit Beschluss des Haushaltsbegleitantrages wurde mit der Arbeit an diesem Konzept begonnen, im Laufe des Arbeitsprozesses wurden neben Vertreter*innen des Kulturbüros und des KlubNetz e.V weitere Personen aus verschiedenen Fachbereichen der Verwaltung in den Arbeitsprozess mit einbezogen. Die im KlubNetz e.V vertretenen Spielstätten und Vertreter*innen setzten sich zusätzlich mit vielen Herausforderungen und Fragestellungen u.a. auch jenen aus dem Antrag der Politik auseinander, trugen Lösungsansätze bei, die in das Konzept eingeflossen sind.
Ergänzend zum Ratsauftrag fand im Oktober 2021 eine Anhörung zum Thema in einer gemeinsamen Sitzung folgender Ausschüsse statt:
· Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschaft- und Liegenschaftsangelegenheiten
· Ausschuss für Haushalt, Finanzen und Rechnungsprüfung
· Kulturausschuss
Es wurden Expert*innen und amtierende “Nachtbürgermeister” auf offene Fragen und fehlende Perspektiven hin befragt. Besonders als maßgebliche Impulse zur Erstellung dieses Konzeptes seien hier die Erfahrungsberichte von Herr Runge (Nachtmanager aus Stuttgart), Herr Lübke (Nachtbürgermeister Osnabrück) und Herr Gaa (Night Mayor Mannheim) genannt sowie die Ausführungen von Andrea Rau, Geschäftsführerin des DEFUS Hannover.
Weitere Impulse lieferte die Konferenz „Stadt nach 8“, die im November in Berlin stattfand und in der das Thema Nachtbeauftragte, Aufgaben und Konflikte in Zusammenhang mit der Nachtkultur diskutiert wurde.

Das inhaltlich verantwortliche Projektteam bestand aus Vertreter*innen folgender Stellen:

Kulturbüro (Federführung)
KlubNetz e.V
Geschäftsstelle Kommunaler Präventionsrat
Kommunaler Ordnungsdienst

Fachliche Beratung und Feedback:
Polizeidirektion Hannover
Kollektiv 17, LimmernLabor
Dezernat für Soziales und Integration
Stadtbezirksmanagement, OE 18.63
Gleichstellungsbüro
Fachbereich Kultur
Fachbereich Jugend und Familie
Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement
41.1 
Hannover / Jun 8, 2022