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Zuwendung aus dem Interventionsfond an pro familia e. V. für das Dialogprojekt II - Sexualethik auf dem Hintergrund unterschiedlicher Religionen und Kulturen
Antrag,
pro familia e. V. für das Dialogprojekt II - Sexualethik auf dem Hintergrund unterschiedlicher Religionen und Kulturen aus dem Verwaltungshaushalt 2008, Haushaltsmanagementkontierung 0205.000-718000 "Zuschüsse an übrige Bereiche" eine einmalige Zuwendung in Höhe von
5000,00 Euro
zu bewilligen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Die Sichtweise, das Wissen und die Erfahrung beider Geschlechter ist gewünscht und nötig, um den Dialog zu diesem Thema zu führen; beide Geschlechter sind eingeladen und bei Stufe I beteiligt.
Kostentabelle
Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
| Investitionen | in € | bei HMK (Deckungsring)/ Wipl-Position | Verwaltungs- haushalt; auchInvestitions- folgekosten | in € p.a. | bei HMK (Deckungsring)/ Wipl-Position |
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| Einnahmen | Einnahmen |
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| Finanzierungsanteile von Dritten | | | Betriebseinnahmen | | |
| sonstige Einnahmen | | | Finanzeinnahmen von Dritten | | |
| Einnahmen insgesamt | €0.00 | | Einnahmen insgesamt | €0.00 | |
| Ausgaben | Ausgaben |
|---|
| Erwerbsaufwand | | | Personalausgaben | | |
| Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung | | | Sachausgaben | | |
| Einrichtungsaufwand | | | Zuwendungen | €5,000.00 | 0205.000-718000 |
| Investitionszuschuss an Dritte | | | Kalkulatorische Kosten | | |
| Ausgaben insgesamt | €0.00 | | Ausgaben insgesamt | €5,000.00 | |
| Finanzierungssaldo | €0.00 | | Überschuss / Zuschuss | (€5,000.00) | |
Begründung des Antrages
Die Debatten um Kopftuch und Zwangsheirat haben Problemlagen und Wissensdefizite in der Bevölkerung sichtbar gemacht, denen mit diesem Projektansatz begegnet werden soll. Bildungschancen von Mädchen, die Situation junger Männer auf dem Arbeitsmarkt, die durch tradierte Rollenmodelle mit beeinflußt werden, Vorstellungen von Würde, von Konzepten für Erziehung der Kinder und die Rollen in der Familie - alle diese Fragen sind verbunden mit dem Thema Sexualität und ihrem gesellschaftlichen Bedeutungszusammenhang im Kontext von religiösen und traditionellen Vorstellungen und Identitäten. Im Vordergrund steht nicht die individualpsychologische Sichtweise von Sexualität, sondern der gesellschaftliche Bedeutungszusammenhang, der Einwirkung hat auf das Geschlechterverhältnis, die Stellung der Frau, die Bedeutung von Ehe und Familie, die Erziehung von Kindern, die Anerkennung oder Diskriminierung von Minderheiten.
Demokratisch handeln können, gemeinsame Identität entwickeln zu können, setzt Bewußtheit über die eigene Situation und die Gesellschaft voraus.
Das Projekt soll dazu beitragen, die komplexen Lebenswelten in unserer Gesellschaft, das Zusammenwirken von Tradition und Moderne, Religion und Politik sichtbar zu machen, um gemeinsame Entwicklungen zu ermöglichen, politischen und sozialen Zusammenhalt zu fördern und Ängste um den Verlust der eigenen kulturellen und religiösen Identität abzubauen.
Während der ersten Stufe des Dialogprojektes wurde eine Reihe von Dialogen mit Angehörigen aus verschiedenen Kulturen/Religionen durchgeführt. Beteiligt waren Buddhisten, Hindus, Christen, Juden, Muslime, Nichtreligiöse. Herkunftsländer: Iran, Türkei, Rußland, Deutschland, Polen, Irak,Indien, Korea.
Für die zweite Stufe ist die Fortsetzung der Dialoge geplant, darüberhinaus soll Material durch Einzelinterviews erhoben werden. Zur Vorbereitung einer Tagung werden wissenschaftliche Bearbeitungen der Thematik hinzugezogen und ausgewertet.
Die Maßnahme richtet sich an Multiplikatoren in der Jugend- und Sozialarbeit, interessierte Bürgerinnen und Bürger der Zuwanderungsgesellschaft.
An den Gesamtkosten in Höhe von 20700,00 Euro beteiligt sich die Klosterkammer mit 9333,00Euro, HBS mit 2000,00 Euro und die Region Hannover mit 5367,00 Euro.
Zur Sicherstellung der Finanzierung ist die städtische Zuwendung in Höhe des beantragten Betrages von 5000,00 Euro nötig.
Die Mittel stehen im Verwaltungshaushalt 2008, Haushaltsmanagementkontierung 0205.000-718000 "Zuschüsse an übrige Bereiche" zur Verfügung.
Die Verwaltung schlägt vor, die Zuwendung in der beantragten Höhe zu bewilligen.
15.23
Hannover / Jun 18, 2008