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Mit der Aufstellung des Bebauungplanes sollen im Bereich des Waldfriedhofes Misburg Flächen für den Bau von Einfamilienhäusern bereitgestellt werden, die sich derzeit noch im Eigentum der Landeshauptstadt Hannover befinden. Die Beteiligung des Stadtbezirksrates Bothfeld - Vahrenheide ist erforderlich, weil kürzlich an der Straße Kugelfangtrift gepflanzte Bäume als Ausgleichsmaßnahme angerechnet werden sollen.
Der Verwaltungsausschuss hat die Durchführung einer frühzeitigen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auf seiner Sitzung am 07.01.2002 beschlossen. Die Darlegung und Erörterung der allgemeinen Ziele und Zwecke fand in der Zeit vom 28.02.2002 bis zum 27.03.2002 statt. Während und nach dieser Zeit sind Änderungswünsche und Vorschläge zur Planung eingegangen:
Die Eigentümerin eines nördlich angrenzenden Grundstückes wendet sich gegen eine öffentliche Nutzung ihres hinteren Grundstücksteiles.
Stellungnahme der Verwaltung:
Bei der Detailplanung gab es kurzzeitig eine Variante, die den angesprochenen Teil des Grundstückes in die öffentliche Grünverbindung einbezog. Diese Variante wurde verworfen und daraufhin das Grundstück insgesamt wegen fehlenden Regelungsbedürfnisses aus dem Geltungsbereich entlassen.
Der Eigentümer eines Grundstückes hat angeboten, die nördliche der beiden festgesetzen privaten Grünflächen zu erwerben.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die Festsetzungen des Bebauungsplanes stehen einem Erwerb der Fläche nicht entgegen.
Der Bürgerverein Misburg spricht sich erstens dafür aus, dass die Erweiterungsfläche für den Waldfriedhof weiterhin vorgehalten wird. Er möchte den Angehörigen von verstorbenen Misburger Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft lange Wege ersparen. Eine Verwirklichung der Planung würde nämlich langfristig bedeuten, dass der Waldfriedhof geschlossen wird und alle Bestattungen dann auf dem Stadtfriedhof Lahe stattfinden.
Zweitens könnten stattdessen für die Abdeckung des Bedarfes an Einfamilienhausgrundstücken in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Grundstücke auf der Nordseite der Straße Am Blauen See für eine Bebauung vorgesehen werden. Die Straße sei bisher nur einseitig bebaut. Im übrigen ständen auch im Steinbruchsfeld genügend geeignete Grundstücke zur Verfügung.
Dem Vorschlag, die Nordseite der Straße Am Blauen See zu bebauen, schließt sich ein Rechtsanwalt namens eines Eigentümers dieser Grundstücke an.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die in der als Anlage 2 beigefügten Begründung auf Seite 2 dargestellten Zahlen belegen, dass auf die bislang vorgehaltene Erweiterungsfläche des Waldfriedhofes Misburg ohne weiteres verzichtet und sie als Fläche für den Bau von Einfamilienhäusern verwendet werden kann.
In Hannover besteht auch weiterhin ein Bedarf an geeigneten Baugrundstücken für Einfamilienhäuser. Grundsätzlich sind dafür auch die Grundstücke auf der Nordseite der Straße Am Blauen See geeignet. Die Verwaltung wird zu gegebener Zeit einen Beschlussvorschlag in den Stadtbezirksrat Misburg - Anderten für eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einbringen. Innerhalb des Verfahrens wird u. a. zu klären sein, wie der sich dann abzeichnende und höchstwahrscheinlich nicht vor Ort zu kompensierende Eingriff ausgeglichen werden kann, ob die Straße Am Blauen See verbreitert werden muss und wie der Bedarf an Spielfläche abgedeckt werden kann.
Der Stadtbezirksrat Misburg-Anderten hat die Drucksache Nr. 1662/2003 in der Anhörung am 03.09.2003 mit 7 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen abgelehnt mit der Begründung, es stehen ausreichend Einfamilienhausgrundstücke in Misburg z.B. Steinbruchsfeld zur Verfügung. Die Reserveflächen für den Waldfriedhof sollen nicht angefasst werden. Weiter gibt es Befürchtungen, der Baustellenverkehr für die 5 – 6 Einfamilienhäuser könnte die schmale Straße Am Blauen See zu Lasten der Altanlieger beschädigen.
Stellungnahme der Verwaltung:
Mit der Umwandlung der Friedhofserweiterung in Bauland soll der Nachfrage nach bauträgerfreien Einfamilienhausgrundstücken nachgekommen werden. Die Erschließungsstruktur des Baugebietes Steinbruchsfeld ist eher ungünstig für die freie Vergabe und Bebauung mit Einzelhäusern.
Mit der Vermarktung nicht mehr benötigter Friedhofsflächen soll ein Betrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet werden.
Die Straße Am Blauen See ist eine öffentliche Verkehrsfläche, die geeignet ist, den Baustellenverkehr von 5-6 Einfamilienhäusern aufzunehmen.
Die beantragten Beschlüsse sind erforderlich, um das Bebauungsplanverfahren weiterführen bzw. abschließen zu können.
Die gutachtliche Stellungnahme des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün ist als Anlage 3 beigefügt.