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zu beschließen:
Der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Grünflächen führt gemeinsam mit dem Betriebsausschuss für Stadtentwässerung und dem Stadtentwicklungs- und Bauausschuss möglichst noch vor Ende 2024 eine Anhörung zum Thema klimaresistente Schwammstadt Hannover durch. Gegenstand der Anhörung soll die Erörterung sein, wie angesichts zunehmender Klimarisiken durch Starkregen einerseits und Hitze sowie Trockenheit andererseits die Stadt Hannover durch eine wassersensible Stadtentwicklung zu einer klimaresistenten Schwammstadt umgebaut werden kann.
Als Anzuhörende werden eingeladen:
- Prof. Dr. Stephan Köster, Leiter des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Uni Hannover
- Dr. Michael Richter, Fachgebiet Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung an der HafenCityUni Hamburg
- Prof. Dr.-Ing Heiko Sieker, Honorarprofessor für Urbane Hydrologie an der Technischen Hochschule Berlin
- Martin Schmied, Umweltbundesamt (UBA), Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien (oder Vertretung)
- Sabine Groß, Bürgermeisterin und Klimadezernentin der Stadt Offenbach oder Wiebke Fiebig, Leiterin des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Stadt Offenbach
Die Überschwemmungen in der Folge von Starkregenereignissen im Winter in Niederdachsen, auch in Hannover, sowie im Südwesten Deutschlands im Mai und Juni 2024 aber auch Hitze und Trockenheit in anderen Regionen des Landes haben erneut den dringenden Klimaanpassungsbedarf insbesondere in Siedlungen verdeutlicht. Der Umgang mit diesen Klimarisiken ist heute eine grundlegende Herausforderung für den Erhalt der urbanen Lebensqualität in dichtbebauten und entsprechend versiegelten Städten wie der Landeshauptstadt Hannover, mit einem Versiegelungsgrad von 46 % laut des Hitze-Checks der Deutschen Umwelthilfe (DUH).
Das zum 1. Juli 2024 in Kraft getretene Klimaanpassungsgesetz des Bundes stärkt die Ebenen übergreifende Klimavorsorge und stellt gleichzeitig klar, dass Klimaanpassung zukünftig zum verbindlichen Aufgabenkanon der Kommunen gehört.
Das Prinzip der Schwammstadt verfolgt vor dem Hintergrund der kommunalen Klimaanpassung einen ganzheitlichen Ansatz im Management von urbanem Niederschlagswasser und hält Lösungen für auf den ersten Blick gegensätzliche Klimafolgen, wie Starkregen und Hitzewellen mit andauernder Trockenheit bereit. Dabei geht es um die Fähigkeit einer Stadt, ein Zuviel an Wasser aufzusaugen, dieses Wasser „wie ein Schwamm“ zu speichern und es dann durch Verdunstung, Versickerung oder nach einer Wiedernutzung beispielsweise zur Bewässerung verzögert wieder abzugeben. Insbesondere die Speicherung und Wiedernutzung von Niederschlagswasser zur Reduzierung von Schäden durch Starkregenereignisse, zur Verbesserung des Umgangs mit Trockenheit sowie in Kopplung mit Stadtgrün zur Kühlung urbaner Räume sind zentrale Ziele der Schwammstadt. Diese „blau-grüne Infrastruktur“ der Stadt wird aktiv bewirtschaftet und mit ihren ökologischen Leistungen zur Stabilisierung der Stadtfunktionen und der Lebensqualität Stadtbevölkerung verwendet.