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Anfrage von Ratsherrn Jens Böning (Die Hannoveraner) zu leer stehenden Häusern von hanova in Ricklingen
Das städtische Wohnungsbauunternehmen hanova hat nach jahrelangem Leerstand vier in ihrem Bestand befindliche Häuser in Oberricklingen saniert.
Medienberichten zufolge wurden dort 80 Flüchtlinge -überwiegend Familien- untergebracht. Wie jedem bekannt sein dürfte, ist der Wohnungsmarkt in Hannover äußerst angespannt.
Wohnungssuchende -insbesondere Familien- haben es schon seit längerem sehr schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Selbst dann, wenn sie aus der sogenannten "Mittelschicht" kommen und über ein entsprechendes Einkommen verfügen.
Umgekehrt ist es aber so -wie aktuell in Oberricklingen geschehen-, dass Flüchtlinge statt in regulären Flüchtlingsunterkünften zu leben, in Wohnungen eines städtischen Wohnungsbauunternehmens niedrigschwelligen Zugang zu Wohnraum erhalten haben, der jahrelang dem freien Wohnungsmarkt durch fehlende Sanierung entzogen wurde.
Gerade auch die Kommentare in den sozialen Medien, speziell auf der Facebook-Seite der HAZ, zeigen, wie kontrovers, sehr kritisch und emotional das Thema in Hannover diskutiert wird.
Sicherlich nicht nur wir als Wählergemeinschaft DIE HANNOVERANER stellen uns daher in diesem Zusammenhang die folgenden Fragen:
1. Warum wurden die benannten vier Häuser in Oberricklingen jahrelang vom städtischen Wohnunternehmen hanova durch fehlende Sanierung dem freien Wohnungsmarkt vorenthalten, obwohl diese Häuser aufgrund der angespannten Marktsituation z. B. an Familien sicherlich zügig hätten vermietet werden können?
2. Plante die Verwaltung von Anfang an, nach erfolgter Sanierung der Häuser den verfügbaren Wohnraum ausschließlich für die Unterbringung von Flüchtlingen vorzuhalten? Wennn "ja": Womit begründet die Verwaltung diese Vorgehensweise?
3. Ist sich die Verwaltung eigentlich darüber im Klaren, dass in der Öffentlichkeit nun sehr wahrscheinlich wieder einmal der Eindruck entsteht -wir verweisen hier auf die zahlreichen Kommentare zum o. g. Artikel der HAZ-! dass Flüchtlinge bei der Unterbringung auf dem freien Wohnungsmarkt den gegenüber "schon länger hier lebenden Familien" bevorzugt werden?