Drucksache Nr. 15-3148/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Unbefriedigende Situation in der Mensa GS Beuthener Straße
Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am 12.12.2019
TOP 6.2.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-3148/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Unbefriedigende Situation in der Mensa GS Beuthener Straße
Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am 12.12.2019
TOP 6.2.2.

Ein wichtiger Aspekt einer offenen Ganztagsschule ist ein pädagogisches Mittagessen, bei dem alle Schüler*innen gemeinsam mit ihren Betreuer*innen an einem Tisch sitzen und eine warme Mahlzeit einnehmen. Erfreulicherweise nehmen immer mehr Schüler*innen an der Mittagsversorgung teil. In absehbarer Zeit ist mit einem Anstieg der Schüler*innenzahlen zu rechnen, und somit auch mit einer Steigerung der Teilnahmen am Mittagsangebot. Der schon jetzt vorhandene, räumliche Engpass in der GS Beuthener Straße bei der Essenseinnahme wird sich dadurch weiter verstärken.
Der Platz rund um die Essensausgabe ist durch zusätzliche bereitgestellte Sitzplätze deutlich eingeschränkt. Ein bis auf das Äußerste ausgedehnter Schichtbetrieb auf engstem Raum bedeutet schon jetzt eine kaum noch kindgerechte Mittagsversorgung.

Ein Gespräch oder eine Unterhaltung am Tisch ist durch Unruhe und die Vielzahl der Schüler*innen auf dem beengtem Raum kaum noch möglich. Der hohe Lärmpegel und die enge Taktung der Essensgruppen führen zu Stress und zu keiner entspannten Essenssituation.

Eine zusätzliche Verschärfung des Problems stellt die Auflösung der bisherigen provisorischen Kooperation mit dem Familienzentrum der Gleiwitzer Straße dar. Das bedeutet, dass ab Ende Januar 2020 die Schüler*innen des 1. Jahrgangs nicht mehr dort ihr Mittagessen einnehmen können.

Durch die baulichen Gegebenheiten können die 160 teilnehmenden Schüler*innen die Mensa nur über den Flur des Hortes der Beuthener Straße (eine Außenstelle der Kita Quittengarten) erreichen. Durch die immer größer werdenden Gruppen, die dort entlang gehen müssen, ergeben sich vermehrt Konfliktsituationen zwischen den Schüler*innen des Ganztages und denen des Hortes. Erforderliche Streitschlichtungen stören den zeitlichen Ablauf der Essensausgabe zusätzlich in erheblichem Maße.

Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund?


1. Ist der Verwaltung die Situation bekannt?
2. Was wird die Verwaltung unternehmen, um das Problem zu lösen?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu 1.
Die Verwaltung hat sich bereits ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.
Die Grundschule Beuthener Straße ist Ganztagsschule und wird im Schuljahr 2019/20 von 283 Kindern besucht. Im 1. OG befindet sich die provisorische Mensa, hier haben 30 Kinder gleichzeitig die Möglichkeit, ihr Mittagessen einzunehmen. Durchschnittlich werden 75 Essen abgerufen. Es wird auch Kindern die ihr Essen mitbringen eine Teilnahme an der gemeinsamen Mittagspause ermöglicht. So entsteht ein Platzbedarf, der nur im 4- Schicht-Betrieb umgesetzt werden kann.

Zu 2.
Die Verwaltung hat der Schule einen kurzfristig umsetzbaren Lösungsvorschlag unterbreitet der im weiteren Verfahren, in Abstimmung mit der Schule, umgesetzt werden soll. Dabei ist geplant bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21 eine Möglichkeit im Bereich des sogenannten Ruhegartens mit 40 bis 60 Sitzplätzen für die Mittagsesseneinnahme zu schaffen. Dabei wird auch die bereits vorhandene Küche genutzt werden können. Angedacht ist eine Mischung aus Standardmöblierung und Klapptischgarnituren. So wird es möglich sein, wie bisher die Fläche auch am Nachmittag zu nutzen. Die Provisorische Mensa im 1. OG bleibt erhalten. Durch diese Möglichkeit ist eine Entzerrung der Situation zu erwarten. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen wird im Folgenden von der Verwaltung geprüft.

Da es sich aber auch hierbei um eine provisorische Möglichkeit handelt, ist die Verwaltung bemüht, an der Grundschule Beuthener Straße eine vollwertige Mensa nach dem Standardraumprogramm für Ganztagsgrundschulen zu errichten. Die entsprechenden Möglichkeiten werden derzeit vom Fachbereich Gebäudemanagement geprüft.