Drucksache Nr. 15-2945/2020 S1:
Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich Asternstraße, Im Moore, Hahnenstraße und Fliederstraße
Sitzung des Stadtbezirksrates Nord am 29.03.2021
TOP 9.1.2.

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Nord (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1. Entscheidung
15-2945/2020 S1
0
 
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates

Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich Asternstraße, Im Moore, Hahnenstraße und Fliederstraße
Sitzung des Stadtbezirksrates Nord am 29.03.2021
TOP 9.1.2.

Beschluss

Die Verwaltung wird mit der Erstellung einer Beschlussvorlage für die Schaffung von neuen Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich Asternstraße, Im Moore‚ Hahnenstraße und Fliederstraße für ca. 200 Fahrräder beauftragt. Die Vorlage soll die von der Veraltung vorgesehenen Maßnahmen in einer kartierten Darstellung mit einer Priorisierung unter Einbezug von geeigneten privaten Vorgärten veranschaulichen. Die Beschlussvorlage ist den Anwohner*innen des Quartiers bekannt zu machen und nach erfolgter Rückmeldefrist dem Bezirksrat zur Abstimmung vorzulegen.

Entscheidung

Stellungnahme der Verwaltung:
Vorausgegangen war der Antrag des Bezirksrates (DS 15-1086/2020), die Auslastung der vorhandenen Abstellanlagen zu ermitteln und bedarfsgerecht zusätzliche Anlagen zu schaffen, davon 10% überdacht.
Am Do, 2.7.2020 wurde zu drei Tageszeiten eine Zählung durchgeführt. Im öffentlichen Raum bestand eine Abstellmöglichkeit für 206 Räder. An privaten Abstellmöglichkeiten (Bügel in Vorgärten, Felgenklemmer, Ösen an Hauswänden) konnten 68 Räder abgestellt werden. Die Zahl der abgestellten Räder betrug zu allen Zeiten über 400, in der Spitze 474 Räder (augenscheinliche „Schrotträder“ nicht mitgezählt). Somit ergibt sich ein Fehlbedarf von ca. 200 Plätzen.

In verwaltungsinterner Abstimmung wurden die Möglichkeiten zusätzlicher Plätze erörtert, es wurde festgestellt, dass
- keine Möglichkeiten für überdachte Anlagen bestehen,
- lediglich die Möglichkeiten bestehen, Kfz-Stellplätze zu Fahrradabstellplätzen umzu-
wandeln und an einzelnen Stellen vorhandene Bügel zu ergänzen.


Da damit der ermittelte Fehlbedarf nicht abgedeckt werden kann, wurde anschließend geprüft, ob die Fläche vor der Anna-Siemsen-Schule einbezogen werden kann.
Dies wird vom Denkmalschutz wegen Ensembleschutz abgelehnt.

Zusätzliche Abstellmöglichkeiten auf Innenhöfen lassen sich nach Kenntnis der Verwaltung wahrscheinlich nicht schaffen, da in etlichen Innenhöfen bereits ausgelastete Abstellanlagen bestehen.

Vor einigen Häusern im Quartier befinden sich im privaten Raum versiegelte Flächen. Hier könnten möglicherweise weitere Abstellplätze eingerichtet werden. Eine Versiegelung von Vorgärten zur Schaffung von Abstellplätzen wird abgelehnt.

Die Einrichtung von Abstellanlagen im öffentlichen Raum wurde verwaltungsintern geprüft. Es können voraussichtlich 102 zusätzliche Abstellplätze durch Umwandlung von Kfz-Stellplätzen und Ergänzung von Anlehnbügeln geschaffen werden.

Eine Abfrage zur Bereitschaft von Eigentümer*innen zur Einrichtung von Fahrradabstellplätzen im privaten Raum ist seitens der Verwaltung aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht beabsichtigt. Stattdessen wird die Erstellung eines Informationsblattes für Hauseigentümer*innen geprüft, um diese zur Schaffung von neuen und zusätzlichen Abstellanlagen zu motivieren.

Die Verwaltung hat den Abfallwirtschaftsbetrieb aha angesprochen und um regelmäßige Überprüfung des Quartiers und die Entfernung von „Schrotträdern“ gebeten. Durch aha wurden im Juni in einem größeren Bereich der Nordstadt 137 Räder markiert, die entfernt werden sollen.


Anlage

Karte mit den geplanten Standorten für neue Fahrradbügel