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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Sicherheitspersonal in Stadtbahnen
Sitzung des Stadtbezirksrates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt am 17.11.2022
TOP 10.1.4.
Um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken und Konflikten vorzubeugen, wird in den Stadtbahnen der Landeshauptstadt Sicherheitspersonal privater Firmen eingesetzt. In der Regel sind jedoch nicht in allen fahrenden Bahnen präsent. Fühlen sich Fahrgäste in den Bahnen aus berechtigten Gründen bedroht und ist kein Sicherheitspersonal zur Stelle, nützt auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit der Firmenzentrale aus der Bahn heraus erfahrungsgemäß wenig. In diesen Fällen bleibt nur der Notruf als einzige Option übrig.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Wie viele Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen sind zu welchen Uhrzeiten in den
Stadtbahnen, die durch unseren Stadtbezirk führen, im Einsatz?
2. Von wo aus starten diese Mitarbeiter ihre Einsätze, wenn sie angefordert werden und derzeit nicht in einer Stadtbahn unterwegs sind?
3. Welche finanziellen und personellen Mittel stehen zur Verfügung, um die Präsenz von Sicherheitspersonal in den Stadtbahnen vor allem abends und nachts und somit das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken?
Antwort der Verwaltung:
Zuständigkeitshalber wurde die Anfrage an die Region Hannover / Fachbereich Verkehr weitergeleitet.
Vorweg:
In den Stadtbahnen wird kein Sicherheitspersonal privater Firmen eingesetzt. Beauftragt und im Einsatz für die Fahrgäste ist die Firma „protec“, eine Tochterfirma der ÜSTRA. Zu den Aufgaben der protec gehören in diesem Zusammenhang Streifendienste in U-Bahnstationen und auf Haltestellen, die Begleitung von Fahrzeugen sowie die Videobeobachtung aus der rund um die Uhr besetzten protec-eigenen Einsatzleitstelle. Mehr Informationen finden Sie hier:
www.protec-service.de .
zu 1.:
Insgesamt sind ca. 100 qualifizierte Beschäftigte des Tochterunternehmens protec im Einsatz. Die Einsatzplanung richtet sich nach Fahrgastzahlen und täglicher Einsatzlage. Sie variiert nach Tageszeiten und Wochentagen. Dahinter steht eine systematische sicherheitsrelevante Risikobeurteilung sowie ein Rahmeneinsatzkonzept. Beides wird regelmäßig validiert und weiterentwickelt. Allen Beteiligten ist klar, dass eine vollständige Abdeckung von Fahrzeugen, Stationen und Haltestellen mit Sicherheits- oder auch Servicepersonal nicht leistbar ist. Zahlen über den Einsatz in einzelnen Stadtbezirken für bestimmte Perioden werden aus diesen Gründen auch nicht erhoben.
zu 2.:
Die eingesetzten Streifen sind gemäß ihren täglichen Einsatz- und Streifenplänen im Streckennetz der ÜSTRA (oftmals im Stadtzentrum) unterwegs. Zentrale Anlaufstelle ist dabei stets der Standort der protec in der Fernroder Straße. Wenn für ein Ereignis bzw. eine Maßnahme ein Einsatz angefordert wird, wird von der protec-Einsatzleitstelle eine Streife disponiert und diese begibt sich zum Einsatzort. Meist erfolgt das gemäß dem kürzesten Weg. Es ist richtig, dass Fahrgäste in Notsituationen die Noteinrichtungen im Fahrzeug oder an der Haltestelle verwenden sollen oder aber auch den direkten Notruf der Polizei.
zu 3.:
Verantwortlich für den Nahverkehr ist die Region Hannover, die mit allen Verkehrsunternehmen Verkehrsverträge abgeschlossen hat. Fahrgastsicherheit ist ein integrierter Bestandteil dieser Verträge, gesonderte Budgets für Sicherheitspersonal gibt es nicht.