Drucksache Nr. 15-2710/2020:
Ausbau der Bushaltestelle „Altenbekener Damm“ am Heinrich-Heine-Platz

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Südstadt-Bult
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
15-2710/2020
1
 

Ausbau der Bushaltestelle „Altenbekener Damm“ am Heinrich-Heine-Platz

Antrag,


dem Ausbau der Bushaltestelle mit Erneuerung des Fahrbahnoberbaus im Bereich der Busspur, wie in Anlage 1 dargestellt, mit Gesamtkosten i.H.v. 150.000,- zuzustimmen.
- Entscheidungsrecht des Stadtbezirksrates gem. § 93 (1) NKomVG

Finanzielle Auswirkungen

Finanzhaushalt

Investitionsmaßnahme 54701901

Bezeichnung ÖPNV / Programm Bushaltestellen

Die Finanzierung der Baumaßnahme wird in 2021 durch die Inanspruchnahme der gegenseitigen Deckungsfähigkeit im Teilfinanzhaushalt OE 66 sichergestellt.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten


Genderspezifische Aspekte und Belange wurden bei der geplanten Maßnahme beachtet. Im Rahmen der Planung der Maßnahme wurden Fragen der sozialen Sicherheit (Beleuchtung, Einsehbarkeit von Wartepunkten) und die barrierefreie Gestaltung geprüft. Die Ergebnisse sind in die Planung eingeflossen.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilfinanzhaushalt 66 - Investitionstätigkeit
Investitionsmaßnahme 54701901
ÖPNV/Programm Bushaltestellen
EinzahlungenAuszahlungen
Zuwendungen für Investitionstätigkeit €131,250.00
   
Baumaßnahmen €150,000.00
   
Saldo Investitionstätigkeit (€18,750.00)

Teilergebnishaushalt 66 - Investitionstätigkeit
Produkt 54701
Gemeindestraßen
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
Auflösung Sonderposten (anteilige Zuwendungen) €3,281.00
   
   
Abschreibungen €3,750.00
Zinsen o.ä. (TH 99) €281.00
   
Saldo ordentliches Ergebnis (€750.00)
Außerordentliche Erträge €5,207.16
   
Außerordentliche Aufwendungen €10,011.81
Saldo außerordentliches Ergebnis (€4,804.65)
Saldo gesamt (€5,554.65)


Anmerkungen zu:

Einzahlungen
Es wird eine Zuwendung für Vorhaben des straßengebundenen ÖPNV vom Land Niedersachsen in Höhe von ca. 75 % der zuwendungsfähigen Haltestellenkosten erwartet. Die Region Hannover beteiligt sich voraussichtlich mit ca. 12,5 % an den Haltestellenkosten.


Auszahlungen
In den dargestellten Kosten sind Ausgaben für Straßenabläufe und Anschlussleitungen nicht enthalten. Diese sind auch nicht vorgesehen.

Begründung des Antrages


1. Ausgangslage

Die Bushaltestelle „Altenbekener Damm“ liegt am Heinrich-Heine-Platz, angrenzend am
Knotenpunkt Altenbekener Damm/Hildesheimer Straße. Die Bushaltestelle befindet sich auf
der Ostseite des Platzes. Die Bushaltestelle dient als Umstieg zwischen Bus und Stadtbahn.
Der Zugang zur U-Bahn-Station der Stadtbahnlinien 1,2 und 8 befindet sich auf der
Platzfläche.

Die Bushaltestelle liegt im dicht besiedelten Stadtteil Südstadt. Im Einzugsgebiet liegen außerdem mehrere Schulen, die Gilde Brauerei und weitere kleine Geschäfte.

An der Bushaltestelle Altenbekener Damm befindet sich der Start- und Endpunkt der Buslinie 121. Die Busse verkehren in der Einbahnstraße „Heinrich-Heine-Platz“ im 10-Minuten-Takt. Da es, bedingt durch die Taktung und die Fahrzeugumläufe, fahrplanmäßig auch zu Überschneidungen von zwei Bussen der Linie 121 in der Wendezeit kommt, ist die Bushaltestelle für zwei Gelenkbusse ausgestattet.

Straßenbeleuchtung und ein Witterungsschutzdach sind vorhanden. Ansonsten ist die befestigte Aufstellfläche für Fahrgäste durch Fahrradparken und sonstige Einbauten blockiert, auch fehlt ein taktiles Leitsystem. Die Bushaltestelle wird von einer Baumreihe flankiert.

Die Zuwegung zur Bushaltestelle erfolgt entweder über die U-Bahn-Station oder über die Gehwege der Hildesheimer Straße, des Altenbekener Damms oder der Heinrich-Heine-Straße.



2. Beschreibung des Vorhabens

Als Beitrag zur Minderung der verkehrsbedingten Treibhausgas-Emission, soll die
Elektromobilität im Busbereich bis 2023 auf den gesamten Innenstadtlinien ausgeweitet
werden. Das Ladekonzept der ÜSTRA sieht hierbei am Heinrich-Heine-Platz die
Errichtung von zwei Lademasten vor. Diese Maßnahme soll durch die ÜSTRA im
Frühjahr 2021 realisiert werden und wird auch von dort finanziert. In diesem
Zusammenhang ist als Gegenstand der vorliegenden Drucksache geplant, die
vorhandene Haltestelle am Heinrich-Heine-Platz barrierefrei auszubauen. Das Vorhaben
dient zusätzlich der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, einer nachhaltigen
Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Barrierefreiheit für Menschen mit
Beeinträchtigungen.

Um einen späteren Umbau auf dem unter Denkmalschutz stehenden Platz zu vermeiden, wurden die Standorte der Lademasten auf die vorliegende Planung zum Ausbau der barrierefreien Bushaltestelle abgestimmt. Hierbei wurden neben der Denkmalpflege der Baumbestand sowie das taktile Leitsystem eingehend berücksichtigt.

Die Barrierefreiheit ergibt sich aus einer guten Erreichbarkeit, jeweils 18 m Kaplänge, durchgängigen 16 cm Bordhöhe, freie und komfortable Einstiege an allen Bustüren, Einstiegsmöglichkeit für Rollstuhlfahrende an der 2. Bustür und dem Blindenleitsystem. Das Wetterschutzdach bzw. das Wartehäuschen soll an vorhandener Stelle wieder aufgebaut werden.

Um die erforderliche Rampen- und Bewegungsfläche von 2,50 m x 4,0 m von Baumbeeten freizuhalten und gleichzeitig den Baumbestand zu halten, werden die vorhandenen offenen Baumscheiben in diesen Bereichen befestigt. Da das Wurzelwerk der vorhandenen Bäume entlang der Haltestelle tiefenorientiert entwickelt ist, kann hier eine ebene Oberfläche mittels Plattenbelag auf Baumsubstrat hergestellt werden.

Im Zuge des Bushaltestellenausbaus werden alle Baumschutzbügel entfernt, sodass das Anschließen von Fahrrädern in Bereich der Haltestelle nicht mehr möglich ist. Auch vorhandene Fahrradbügel werden aus dem Bushaltestellenbereich entfernt und auf der Platzfläche neu sortiert. Das Witterungsschutzdach bleibt erhalten.

Die Bordführung an der Einmündung zum Heinrich-Heine-Platz sowie der Straßenquerschnitt wird an die Bushaltestelle höhentechnisch angepasst.

Aufgrund des vorhandenen Schadensbildes wie Spurrillen durch Schubkrafteinwirkung infolge von Lenk-, Brems- und Anfahrkräften erhält die Fahrbahn im Bereich der Busaufstellflächen eine dauerhafte formstabile Betondecke. Durch diese Bauweise soll ein wiederholtes Erneuern der Fahrbahnoberfläche vermieden werden.

Die Planung erfolgt komplett auf öffentlichem Straßengrundstück.

Um zukünftig die Laufwege zwischen den Umsteigebeziehungen von Bus und unterirdischer Stadtbahn sowie die Warte- bzw. Aufenthaltsmöglichkeiten zu verbessern, ist in einer Folgemaßnahme vorgesehen, auch den gesamten Heinrich-Heine-Platz als stark genutzter Verknüpfungspunkt zu überplanen. Dieses Vorhaben soll in einer planungs- und haushalttechnisch gesonderten Maßnahme realisiert werden, wobei die Finanzierung derzeit noch nicht gesichert ist. Sofern Finanzmittel zur Verfügung stehen, wird die Planung in einer separaten Beschlussdrucksache im kommenden Jahr vorgestellt.

Die Trassenlage wurde für die Stromversorgung der Pantographen so geplant, dass diese keinen Einfluss auf die Planung der Folgemaßnahme hat.


3. UVP

Durch das Vorhaben wird sowohl die städtebauliche Qualität der Straße und der Umgebung als auch das Nahverkehrsangebot nachhaltig verbessert. Negative Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes gehen von der Maßnahme nicht aus.


4. Bauzeit/Bauablauf

Auf Grundlage des im Mai 2020 gestellten Förderantrags wird für den Ausbau der
Bushaltestelle eine Aufnahme in das ÖPNV-Förderprogramm im Frühjahr 2021 des Landes
Niedersachsen erwartet.
Die Vergabe der Bauleistungen für die Bushaltestelle erfolgt in einem transparenten
Vergabeverfahren. Die Bau­durchführung ist für Mitte 2021 eingeplant, nachdem im
Frühjahr die Lademasten mit den Pantographen durch die ÜSTRA als Bauherr aufgestellt
worden sind. Als Bauzeit werden zwei Monate veranschlagt. Die Arbeiten sollen
idealerweise in den Sommerferien 2021 durchgeführt werden. Die baustellenbedingte
Verkehrsführung erfolgt nach Vorgabe der Straßenverkehrsbehörde in Abstimmung mit
Polizei, Feuerwehr und Busbetrieben. Während der Bauzeit wird die Haltestelle provisorisch
verlegt. Der Verkehr bleibt aufrechterhalten.
66.21 
Hannover / Oct 8, 2020