Drucksache Nr. 15-2579/2022 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Rolltreppe Lister Meile
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 07.11.2022
TOP 9.4.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Mitte (zur Kenntnis)
 
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15-2579/2022 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Rolltreppe Lister Meile
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 07.11.2022
TOP 9.4.1.

Gegenstand der Fragen ist die Rolltreppe am Ende der Passerelle, an der Ecke Lister Meile/Hamburger Allee.

1. Wie viele Tage dieses Jahr war die Rolltreppe nicht funktionsfähig und warum?
2. Wer ist Betreiber der Rolltreppe und für die Wartung zuständig und wie lange dauert in der Regel die Reparatur der Rolltreppe?
3. Welche Maßnahmen wurden bei der Schadensbegrenzung an anderen Rolltreppen angewendet bzw. warum werden sie hier nicht angewendet?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt.:

Zu Frage 1:
Es gab bisher ca. 10 Störmeldungen in 2022. Die Rolltreppe war insgesamt für ca. 45 Tage in diesem Jahr außer Betrieb. Grund für die Störungen waren insbesondere Probleme in der Mechanik und in der Elektronik der über 20 Jahre alten Rolltreppe. Außerdem waren Störungen auch auf Vandalismus zurückzuführen.

Zu Frage 2:
Die Rolltreppe liegt im Zuständigkeitsbereich der Landeshauptstadt Hannover beim Fachbereich Tiefbau.
Bei Störungen, deren Beseitigungen sich ohne Ersatzteilbeschaffungen beheben ließen, dauerten die Reparaturen in der Regel 1 - 2 Tage. Wenn es allerdings erforderlich wurde, Ersatzteile zu beschaffen, hat sich die Reparatur in der Regel 1 - 3 Wochen hingezogen, da die Ersatzteilbeschaffung für diese alte Rolltreppe zum Teil sehr schwierig und langwierig ist.

Zu Frage 3:
Die betreffende Rolltreppe ist die letzte Rolltreppe in der Verwaltung der Stadt (zumindest bei den Fachbereichen Gebäudemanagement und Tiefbau). Zu


Maßnahmen an anderen Rolltreppen im Stadtgebiet kann daher keine Aussage getroffen werden.
Wie bereits in Frage 1 angedeutet handelt es sich um eine über 20 Jahre alte Rolltreppe, die sehr störanfällig ist und für die es zum Teil keine Ersatzteile mehr gibt. Die Rolltreppe sorgt für keine Barrierefreiheit. Die Barrierefreiheit für diesen Bereich (Zugang zur -1 Ebene Raschplatz) wird durch eine Aufzugsanlage auf der anderen Seite der Hamburger Allee gewährleistet.
Bei der Rolltreppe handelt es sich daher um eine Anlage die allein dem Komfort dient. Die Anlage verbraucht zur Unterhaltung unverhältnismäßig viele Ressourcen für Energie und Instandhaltung.
Ein Austausch der Anlage durch eine neue Rolltreppe würde Kosten von über 300.000 Euro verursachen, die sich die Stadt unter der derzeitigen Finanzsituation nicht leisten sollte. Vor dem Hintergrund, dass die Stadt keine weiteren Rolltreppen im Stadtbereich betreibt, ist ein solcher Weiterbetrieb des Rolltreppenstandortes auch nicht geboten.
Rolltreppen im Stadtbereich werden fast ausschließlich von der Infra / Üstra als Zuwegung für die Stadtbahn betrieben. Auch die betreffende Rolltreppe am Lister Tor dient augenscheinlich insbesondere diesem Zweck, da die Zuwegung direkt auf die U-Bahnzugänge am Hauptbahnhof gerichtet ist und entsprechende Beschilderungen am Zugang zur Rolltreppe auf die Stadtbahn verweisen. Eine Abfrage bei der Infra / Üstra hat allerdings ergeben, dass auch dort kein Interesse an der Übernahme und den Weiterbetrieb des Rolltreppenstandortes besteht. Dies sogar unter der Voraussetzung, dass die Stadt sich zunächst an einer neuen Rolltreppenanlage finanziell beteiligen würde.
Aus den vorgenannten Gründen plant die Stadt daher die Rolltreppe in 2023 zurückzubauen und die frei werdenden Flächen für die Verbreiterung der vorhandenen Treppenanlage zu nutzen.