Drucksache Nr. 15-2464/2018 S1:
Einrichtung einer "Toilette für Alle" im Stadtbezirk Linden-Limmer
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 07.11.2018
TOP 5.3.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1. Entscheidung
15-2464/2018 S1
0
 
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates

Einrichtung einer "Toilette für Alle" im Stadtbezirk Linden-Limmer
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 07.11.2018
TOP 5.3.1.

Beschluss


Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, wo innerhalb des Stadtbezirks Linden-Limmer eine sogenannte "Toilette für Alle" im öffentlichen Raum etabliert werden kann. Potentielle Standorte sollen dem Bezirksrat dann mitgeteilt werden.

Entscheidung


Dem Antrag wird nicht gefolgt.

Die Verwaltung hält die Einrichtung einer öffentlichen „Toilette für alle“ im Stadtbezirk Linden Limmer für machbar, aber aus den folgenden Gründen nicht für sinnvoll:
1. Die Einrichtung einer „Toilette für Alle“ im Stadtbezirk Linden-Limmer, die als öffentliche Anlage regelmäßig zugänglich sein müsste, lässt ganzjährig betrachtet im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Abwägung keine hinreichende Nutzungsfrequenz erwarten.

2. Die Errichtung einer solchen Toilettenanlage würde erhebliche Kosten verursachen, die deutlich über den Kosten für eine Unisex-Anlage, die mehr als 100.000 € betrügen, liegen würden und die vom allgemeinen städtischen Haushalt getragen werden müssten.

3. Durch die Errichtung einer weiteren Toilette im Stadtgebiet stiege der jährliche Zuschussbedarf des Dienstleisters, der die öffentlichen Toiletten für die SEH betreibt, um 15.300 €. Auch diese Kosten wären vom allgemeinen Haushalt zu finanzieren.

4. Zudem ist mit einem finanziellen Mehraufwand hinsichtlich der zu erwartenden Vandalismus- und Verunreinigungsschäden zu rechnen, denen öffentliche Toilettenanlagen unterliegen.

5. Die Standortsuche würde sich im Stadtbezirk, in dem bereits drei öffentliche Toilettenanlagen existieren, aufgrund des erhöhten Platzbedarfs einer „Toilette für Alle“ als äußerst schwierig gestalten.