Drucksache Nr. 15-2463/2006 S1:
ENTSCHEIDUNG:
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache Nr. 15-2354/2006 - Unterstützung von Einzelhändlern durch die LHH

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Vahrenwald-List (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
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1. Stellungnahme
15-2463/2006 S1
0
 
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates

ENTSCHEIDUNG:
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zur Drucksache Nr. 15-2354/2006 - Unterstützung von Einzelhändlern durch die LHH

Beschluss:

Die Verwaltung wird aufgefordert zwischen den ehemaligen Betreibern von Fahrkarten Verkaufstellen der Uestra AG zu vermitteln, mit dem Ziel weiterhin den Fahrkartenverkauf durch die ehemaligen Verkaufstellen zu ermöglichen.

Entscheidung

Dem Vorschlag wurde soweit möglich gefolgt.

In einem Gespräch mit der üstra am 29.01.2007 wurde die angesprochene Problematik erörtert. Die üstra hat den Blockverkauf komplett eingestellt. An dessen Stelle ist ein elektronisches Kassensystem getreten. Um dieses wirtschaftlich einzuführen, hat die üstra eine Strategie erarbeitet, welche Verkaufsstellen mit dem neuen System ausgestattet werden müssen. Daraus folgt, dass nicht alle ehemaligen Verkaufsstellen mit der neuen Technik ausgestattet wurden, sondern nur diejenigen, die für eine optimale Kundenversorgung notwendig waren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Lage der Verkaufsstellen gelegt. An jeder Hal-testelle sollte möglichst eine Verkaufsstelle vertreten sein. Zwischen zwei mit Verkaufsstellen ausgestatteten Haltestellen, eine weitere Verkaufsstelle oder an einer Haltestelle zwei Ver-kaufstellen einzurichten, wäre unwirtschaftlich. Insoweit sind einige der ehemaligen Ver-kaufsstellen nicht mit dem neuen System ausgerüstet worden. Allerdings ist die Vorgehens-weise der üstra von wirtschaftlichen Aspekten geprägt, in sich schlüssig und aus Sicht der Verwaltung nicht zu beanstanden.



Stellungnahme der üstra:

Im Rahmen eines neuen ganzheitlichen Vertriebsstrategie-Konzeptes der üstra AG
haben wir uns dazu entschlossen, unsere Verkaufsstellen mit neuen Kassensystemen
auszustatten. In diesem Zusammenhang wurde eine georeferenzierte Optimierung der
einzelnen Verkaufs-Standorte in unserem Bedienungsgebiet vorgenommen. So haben
wir uns zum Ende des vergangenen Jahres von einigen der ehemals über 400 Verkaufsstel-len getrennt, von denen ca. 200 nur 10 % des gesamten Umsatzes dieses Vertriebskanals
erzielten.

Bei dieser Optimierung sind folgende Kriterien angewendet worden:

_ Lage zu unserem Verkehrsnetz
_ Einzugsgebiet bzw. Einhaltung von Vereinbarungen mit der Region Hannover
_ ab 10.000 Einwohner mind. eine Service-Stelle
_ ab 2.000 Einwohner mind. eine Verkaufsstelle
_ Umsatz (gebietsbezogen)
_ Service-Qualität, Bonität
_ Loyalität zum Verkehrsunternehmen

Aufgrund der historisch gewachsenen Struktur ergab sich das höchste „Ausdünnungspoten-zial“ in den Wohngebieten rund um die Innenstadt. Weiter haben sich durch die
Ausdünnung die „Kundenwege“ durchschnittlich um ca. 250 m verlängert, in Ausnahmefällen
um max. bis 700 m.
Nach wie vor haben unsere Fahrgäste neben den heutigen Verkaufsstellen die Möglichkeit,
Fahrkarten an unseren Fahrscheinautomaten an den Stadtbahnhaltestellen
bzw. bei unseren Busfahrern zu erwerben. Dort können sie jeweils mit Bargeld zahlen.
Sie haben aber auch die Möglichkeit, ihre Fahrkarten unbar mit der Geldkarte zu
erwerben.
Zeitgleich beschäftigen wir uns derzeit sehr intensiv damit, bis Mitte 2009 alle
Haltestellen im Stadtbahn-System mit neuen Fahrkarten-Automaten auszustatten, an
denen dann in Zukunft auch Zeitkarten erworben werden können. Ebenfalls sind als
Zahlungsmöglichkeiten neben dem Münzgeld und der Geldkarte auch EC-Karte und
Banknoten-Akzeptanz vorgesehen.
Im Fall der Verkaufsstelle Adam ist die Entscheidung gegen diese gefallen, da es in der
Nähe zwei weitere Verkaufsstellen, und zwar an den Haltestellen Spannhagengarten
und Pelikanstraße gibt, die direkter an diesen liegen als die von Herrn Adam, und die
uns für die Abdeckung dieses Bereiches besser geeignet erscheinen.
Wie bereits in unserem Gespräch erläutert, gab es früher im Gebiet Vahrenwald/List
bereits überproportional viele Verkaufsstellen, was dazu führte, dass wir uns bei der
Optimierung in 2006 auch von mehr Verkaufsstellen getrennt haben. Dennoch bleibt
heute festzustellen, dass im Vergleich mit anderen Stadtteilen genau dieses Einzugsgebiet
nach wie vor gut versorgt ist.
Die Versorgung der Bürger mit der Möglichkeit, Fahrkarten in einer Verkaufsstelle zu
erwerben, ist somit unseres Erachtens sowohl in räumlicher als auch zeitlicher Hinsicht
hinreichend abgedeckt.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir bei unserer Entscheidung bleiben. Unsere
Entscheidung haben wir Herrn Adam im Schreiben vom 14.11.2006 bereits mitgeteilt.
Wir begrüßen es sehr, wenn wir zu bestimmten Fragestellungen, die sowohl Ihrem als
auch unserem Arbeitsgebiet unterliegen, weiterhin in engem Kontakt bleiben.