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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Nächtliche Lärmbelästigung durch Stadtbahnen
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 16.11.2009
TOP 14.1.4.
Anfrage der CDU-Fraktion:
Anwohner des Zooviertels sowie der Calenberger Neustadt beschweren sich über den Lärm, welcher durch die Stadtbahnen verursacht wird, insbesondere das sog. Kurvenquietschen beim Durchfahren von Kurvenabschnitten wird noch mehrere Hundert Meter entfernt wahrgenommen, was vor allem in den Abend- und Nachtstunden störend ist.
Wir fragen daher die Verwaltung:
1.) Ist der Verwaltung das Problem bekannt und wie geht die Verwaltung mit dem Problem um, z.B. im Rahmen des gerade in Abstimmung befindlichen Lärmaktionsplanes für die Landeshauptstadt Hannover?
2.) Existieren Vorgaben für die Üstra, wie solche Lärmemissionen vermieden werden sollen bzw. können ?
3.) Welche möglichen Maßnahmen sieht die Verwaltung, dass das Kurvenqietschen künftig vermieden werden kann?
Antwort der Verwaltung:
Die Anfrage wurde der infra mit der Bitte um Stellungnahme übersandt.
Zu Frage 1:
Grundsätzlich ist der infra das Problem des Kurvenquietschens bekannt.
Einige in dieser Hinsicht auffällige Punkte wurden bereits in der Vergangenheit von Seiten der üstra durch stationäre Schmieranlagen entschärft. Die Bereiche Calenberger Neustadt bzw. Zoo sind der infra jedoch nicht als Schwerpunkte bekannt. Im Rahmen der Lärmaktionsplanung sollen unter anderem mit der üstra Gespräche geführt werden, um auf Problembereiche und Handlungsbedarfe hinzuweisen.
Zu Frage 2:
Vorgaben zur Reduzierung des Kurvenquietschens existieren nicht. Beim Bau neuer Gleisanlagen wird dem Problem des Kurvenquietschens insofern Rechnung getragen, als dass in den einschlägigen Verordnungen festgelegt ist, Kurvenzuschläge in den dann erforderlichen Schallgutachten zu berücksichtigen.
Zu Frage 3:
Werden besondere Schwerpunkte erkannt, besteht (in eingeschränktem Maß) die Möglichkeit, das Kurvenquietschen durch stationäre Schmieranlagen zu reduzieren. Problematisch ist der Einbau von Schmieranlagen aber immer dann, wenn die Gleise in der Fahrbahn liegen, da Gefährdungen von Zweiradfahrern durch das Schmiermittel ausgeschlossen werden müssen. Hier können ggf. verminderte Geschwindigkeiten oder vermehrtes Schienenschleifen wirkungsvoll sein.