Drucksache Nr. 15-2256/2015:
Bebauungsplan Nr. 1723 - Steintor,
frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Informationen:

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtentwicklungs- und Bauausschuss

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Mitte
An den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
15-2256/2015
3
 

Bebauungsplan Nr. 1723 - Steintor,
frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Antrag,

  1. den allgemeinen Zielen und Zwecken des Bebauungsplanes
Nr. 1723 - Steintor - Ausweisung eines Kerngebietes auf zwei Bauflächen
entsprechend der Anlagen 2 und 3 zuzustimmen,

2. die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit durch Auslegung
in der Bauverwaltung auf die Dauer eines Monats zu beschließen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Gender-Aspekte wurden geprüft. Unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer sind nicht erkennbar.

Kostentabelle

Siehe Punkt "Kosten für die Stadt" in den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung.

Begründung des Antrages

Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs "Lange Laube" im Jahr 2007 wurden bereits erste Vorschläge zur Bebauung des Steintorplatzes an der Schnittstelle zwischen City und ehemaliger westlicher Vorstadt eingebracht. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbes wurden Bestandteil des mit Drucksache Nr. 2271/2010 vom Rat beschlossenen Innenstadtkonzepts Hannover City 2020+. Der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 1723 wurde bereits im Jahr 2009 mit Drucksachen- Nr. 0783/2009 gefasst.


Der erste Baustein zur Umsetzung dieses Innenstadtkonzeptes ist die Umgestaltung und Umnutzung des Klagesmarktes mit den angrenzenden Flächen des aufgelassenen St.-Nicolai-Friedhofes und der Goseriede sowie dem Rückbau des Klagesmarktkreisels. Diese Planungen sind abgeschlossen und werden umgesetzt. Die geplante Bebauung des Klagesmarktes wird derzeit durchgeführt. Die Überplanung der städtischen Freifläche des
Platzes Am Marstall zwischen Leineufer/Hohem Ufer und der Schmiedestraße ist erfolgt. Als weiterer Baustein soll nunmehr die Überplanung des Steintorplatzes erfolgen.

Durch den Umbau des Klagesmarkt-Kreisels und die Optimierung der Verkehrsflächen der Goseriede ist ein attraktiver neuer Stadtplatz entstanden, der zukünftig Funktionen aufnehmen kann, die sich bisher am Steintorplatz konzentriert haben. Der historische Gänseliesel-Brunnen, der sich im nördlichen Platzbereich des Steintors befindet, soll auf diesen neuen Stadtplatz verlagert werden.

Ein wesentliches städtebauliches Ziel ist die Stärkung und stadträumliche Aufwertung der westlichen Innenstadt. Der Standort Steintor soll nachhaltig positiv gestärkt und zu einem attraktiven Schwerpunkt mit Einzelhandelsnutzungen als Gegenpol zum Center am Kröpcke entwickelt werden. Eine Platzierung von modernen und leistungsfähigen Handelsimmobilien am Steintor bzw. am Ende der Georgstraße würde eine Initialzündung für die Entwicklung des gesamten Quartiers zwischen der neuen ÖPNV-Station der geplanten D-Linie und dem bisherigen Ende der Haupteinkaufslage ermöglichen.
Für die Einzelhandelsnutzungen sollen attraktive und qualitativ hochwertige Anbieter gewonnen werden, die eine Ergänzung zum jetzigen Angebot in der Innenstadt darstellen.
Über entsprechende Festsetzungen muss sichergestellt werden, dass eine Ausweitung des Rotlichtviertels an dieser Stelle nicht stattfinden kann.

Für die Umsetzung der städtebaulichen Ziele ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Hierfür hat der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 04.06.2009 den Aufstellungsbeschluss gefasst.
61.11 
Hannover / 23.09.2015