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Aktionsprogramm Radverkehr im Stadtbezirk Vahrenwald-List auf Grundlage Leitbild Radverkehr
Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird aufgefordert, das Netzkonzept Radverkehr in Hannover aus dem Jahr 2003 (Info-Ds 1014/2003) für den Stadtbezirk Vahrenwald-List unter Berücksichtigung der Vorgaben aus dem Leitbild Radverkehr (Ds 0400/2010) fortzuschreiben und in ein Aktionsprogramm zu überführen. Die Ergebnisse sind unter Beteiligung von EinwohnerInnen (z. B. Stadtteilveranstaltungen (Verkehrsforen) zu ersten Planungen der Verwaltung zum Aktionsprogramm) zu erstellen und im Jahr 2011 in einer Stadtbezirksratssitzung mit dem Themenschwerpunkt Radverkehr zu präsentieren.
Im Zuge der Fortschreibung sind folgende Detailaspekte zu berücksichtigen:
· Fortschreibung des im Stadtbezirk gelegenen Haupt- und Stadtteilnetzes durch Schließung von Netzlücken: insbesondere Fortsetzung Projekt Radfahrstreifen Podbielskistraße; qualitative Verbesserung des Pflasterbelages Schubert-/Jakobistraße im Zuge der Umfahrung Lister Meile; Verlängerung des Radstreifens zwischen Moltkeplatz und Lister Kirchweg als Zweirichtungsstreifen als Verlängerung des Radweges Tannenbergallee.
· Verbesserung an Knotenpunkten: Lister Platz (insbesondere Rückbau der Rechtsabbiegespur und weitere Maßnahmen), Moltkeplatz (sicherer Überweg der RadfahrerInnen von der Achse Tannenbergallee/Wöhlerstraße über die Ferdinand-Wallbrecht-Straße).
· Parken im Wohnumfeld: Standortsuche und Installierung weiterer Fahrradbügel im öffentlichen Raum. Darüber hinaus entwickelt die Verwaltung ein öffentliches Beteiligungsprojekt für BürgerInnen: „Wo fehlt ein Fahrradbügel?“ und prüft eingehende Vorschläge auf Umsetzung.
· Verwaltung entwickelt ein stadtbezirksbezogenes Programm Fahrradaufstellflächen vor Ampelkreuzungen.
· Verwaltung prüft Bedarf für Öffnen weiterer Einbahnstraßen und Wegweisungen für Radverkehr.
· Verwaltung prüft die Einrichtung von Fahrradstraßen im Stadtbezirk (u. a. Edenstraße).
Begründung
Hannover hatte erfreulicherweise den 1. Preis im Landeswettbewerb "Fahrradfreundliche Kommune 2010" belegt. Dieses Ergebnis bestätigt den langjährigen und intensiven Einsatz von Politik und Verwaltung für den Fahrradverkehr in Hannover. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis war unter anderem das Leitbild Radverkehr. Ambitioniertes Ziel für Hannover darin ist, bis 2025 stadtweit den Radverkehrsanteils auf 25 % (derzeit ca. 13 %) zu steigern und die Unfälle mit RadfahrerInnen zu halbieren.
Vor dem Hintergrund dieser beschlossenen, ambitionierten Ziele müssen die Aktivitäten zur Förderung des Radverkehrs erheblich gesteigert werden. Eine nahezu Verdoppelung des Radverkehrsanteils innerhalb von 15 Jahren macht die kurzfristige Überführung des Leitbilds Radverkehr in ein Aktionsprogramm notwendig, um die erforderlichen Maßnahmen zeitnah realisieren zu können.
Mit der hohen Zahl von rund 68.000 EinwohnerInnen ist Vahrenwald-List der einwohnerInnenstärkste Stadtbezirk, damit ein sehr wichtiges Ziel- und Quellgebiet für den Radverkehr sowie wichtig für die Umsetzung des Leitbildes Radverkehr. Der Stadtbezirk Vahrenwald-List eignet sich wegen seiner citynahen Lage und seiner hohen RadfahrerInnenfrequenz besonders für die pilothafte Umsetzung zahlreicher Handlungsschwerpunkte aus dem Leitbild Radverkehr in einem Aktionsprogramm.
Neben dem Leitbild Radverkehr kann hierfür auf dem Netzkonzept Radverkehr in Hannover aufgebaut werden. Dieses war zuletzt im Jahr 2003 überarbeitet und aktualisiert worden, und zwar als Arbeitsgrundlage für die weitere Planung zur kontinuierlichen Verbesserung des Angebotes im Radverkehr. Dieses Netzkonzept stellt mit Stand 2003 Teilnetze für die einzelnen Stadtbezirke und notwendige Handlungsbereiche zur Verbesserung für den Radverkehr dar.