Drucksache Nr. 15-2014/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Qualitätsoffensive Grundschulkinderbetreuung und Entwicklung der Hortplätze im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide
Sitzung des Stadtbezirksrates Bothfeld-Vahrenheide am 28.08.2019
TOP 4.3.3.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-2014/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Qualitätsoffensive Grundschulkinderbetreuung und Entwicklung der Hortplätze im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide
Sitzung des Stadtbezirksrates Bothfeld-Vahrenheide am 28.08.2019
TOP 4.3.3.

Am 06.12.18 hat der Verwaltungsausschuss die Drucksache 1714/2018 „Qualitätsoffensive Grundschulkinderbetreuung-Stufenplan“ beschlossen. Mit der Drucksache 0723/2019 hat die Verwaltung weitergehend über die „Qualitätsoffensive Grundschulkinderbetreuung – Ganztagsgrundschulen der LHH – Gemeinsam Qualität weiterentwickeln und ausbauen“ informiert.

Vor diesem Hintergrund fragt die Grüne Bezirksratsfraktion die Verwaltung:


1. Wie hat sich die Zahl der Grundschulkinder, die ganztags betreut werden, im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide in den letzten 5 Jahren entwickelt und wie sehen die Prognosen für die kommenden Jahre aus? (bitte nach den betreffenden Ganztagsgrundschulen getrennt auflisten)

2. Wie hat sich die Zahl der Kinder, die einen Hort besuchen, im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide in den letzten 5 Jahren entwickelt und wie sehen die Prognosen für die kommenden Jahre aus? (bitte nach Einrichtungen getrennt auflisten)?

3. Welche Auswirkungen ergeben sich durch die beiden genannten Drucksachen in personeller, finanzieller und organisatorischer Hinsicht für (Ganztags-)Grundschulen und Horte im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide und an welchen Standorten finden aktuell Gespräche statt oder sind selbige geplant, um Hortstrukturen in die hiesigen Ganztagsgrundschulen zu überführen?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu 1. Die Tabelle stellt die Anzahl der am Ganztag teilnehmenden Schüler*innen der einzelnen Ganztagsgrundschulen aus dem Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide und den prozentualen Anteil der Ganztagskinder an der Gesamtschülerschaft dar. Den Prognosezahlen liegt die Annahme einer fünfprozentigen Steigerung der am Ganztag teilnehmenden Kinder je Schuljahr zu Grunde.
GS Fridtjof-Nansen
GS Grimsehlweg
GS Hägewiesen
GS Tegelweg
SJ 2014/2015
141 (35,25%)
223 (62,29%)
85 (26,15%)
-
SJ 2015/2016
110 (33,25%)
247 (67,3%)
115 (33,92%)
-
SJ 2016/2017
149 (36,34%)
255 (69,67%)
135 (35,34%)
-
SJ 2017/2018
166 (40,59%)
228 (70,45%)
146 (44,67 %)
145 (46,77%)
SJ 2018/2019
152 (38,87%)
224 (59,73%)
157 (40,99%)
158 (52,23%)
Prognose




SJ 2019/2020
160
235
165
166
SJ 2020/2021
168
247
173
174
Tabelle: Entwicklung der am Ganztag teilnehmenden Kinder der letzten 5 Jahre und Prognose für die kommenden Schuljahre. Die in Anlage 2 der Drucksache 1714/2018 genannte Grundschule Gartenheimstraße befindet sich noch nicht im Ganztag und bleibt daher in dieser Darstellung unberücksichtigt.

Zu 2.


Gemäß Kindertagesstättenbericht 2018 (DS 1247/2018) wurden am 01.10.2017 im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide insgesamt 446 Hortkinder betreut.
In den Vorjahren gab es folgende Veränderungen:
• 2013: Kita Wietzegraben: Umstrukturierung 20 Hortplätze zu einer Kindergarten-Fördergruppe mit 8 Kindern
• 2018: Kita Wigwam, Rumpelstilzchenweg: Umstrukturierung 18 Hortplätze zu einer Krippengruppe (15 Kinder)
• 2018: Kita Carl-Sonnenschein-Haus, Chemnitzer Straße: Umstrukturierung 15 Hortplätze zu einer Krippengruppe (15 Kinder)
Aktuell sind keine konkreten Projekte zur weiteren Umwandlung von Hortplätzen geplant.
Das weitere Vorgehen ergibt sich aus den DS 1714/2019 und DS 723/2019 und steht im engen Zusammenhang mit den weiteren Planungen zum Ausbau des Ganztagsschulangebotes.

Zu 3.

Die Zusammenführung der Parallelsysteme in der Grundschulkinderbetreuung soll mit einer Steigerung der Qualität an den Ganztagsgrundschulen einhergehen. Somit wird eine verlässliche und bedarfsgerechte Betreuung der Grundschulkinder sichergestellt und die Akzeptanz der Ganztagsgrundschulen kontinuierlich erhöht. Kompetenzen können gebündelt und qualitative, pädagogische und organisatorische Aspekte des Hortes in den Ganztag mit einfließen.



Die Überführung der Horte in die Strukturen der Ganztagsgrundschulen kann das Erfordernis, neue Räume zu schaffen, reduzieren und die Nutzung der vorhandenen räumlichen Ressourcen optimieren. Die Umnutzung der Räumlichkeiten hat außerdem den Vorteil, dass zusätzliche Bewegungs- und Spielflächen für den Ganztag zur Verfügung stehen, welche zur Qualitätsentwicklung der Ganztagsgrundschulen beitragen. So entstehen zudem auch finanzielle Synergieeffekte.

Bei der Umsetzung werden mit den Akteuren in den Schulen Planungsgespräche zur Überführung der Horte geführt. Dabei werden die räumlichen, personellen und finanziellen Auswirkungen auf die zurzeit bestehenden Angebote in Ganztagsgrundschulen geprüft und in enger Abstimmung mit Trägern der Jugendhilfe, Schulen, Kooperationspartnern, Eltern- und Schüler*innenvertretungen ein Konzept zur Zusammenführung von bestehenden Angeboten am Standort Grundschule erarbeitet. Der Beginn der Planungsgespräche wird mit den Schulen und Horten rechtzeitig bekannt gegeben und gemeinsam vorbereitet.