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Maßnahmen zur Ansiedlung von Gastronomie-Betrieben im Kernbereich des Stadtteils Vahrenwald
Antrag
Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, gemeinsam mit dem Stadtbezirksrat, relevanten Akteur*innen sowie – soweit möglich – unter Einbindung interessierter Anwohnerinnen und Anwohner ein Konzept zu entwickeln, das insbesondere im Kernbereich des Stadtteils Vahrenwald rund um den Jahnplatz die Ansiedlung neuer, innovativer Gastronomieangebote ermöglicht oder erleichtert. Dabei soll die Verwaltung prüfen, ob eventuell der Pavillon des Spar- und Bauvereins am Jahnplatz oder die nahegelegene, ehemalige Bäckerei Göing in der Philippsbornstraße als geeignete Standorte für ein inklusives Café- und Gastronomieprojekt in Betracht kommen könnten.
Ebenfalls sollen ausdrücklich auch integrative und inklusive Konzepte (z. B. das Kulturcafé Anna Blume auf dem Stöckener Friedhof oder das Ausbildungsrestaurant der Pro Beruf GmbH in der Maschstraße) berücksichtigt werden, um den Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen attraktiver zu gestalten.
Begründung
Der Jahnplatz bildet den Kernbereich des Stadtteils Vahrenwald. Der Stadtteil ist insgesamt – ebenso wie der Platz selbst – von großen Mietshäusern, Gewerbebetrieben und Parkflächen geprägt. Seit seiner Umgestaltung im Jahr 2006/2007 verfügt der Jahnplatz zwar über eine großzügige Fläche, einen Spielplatz, einen Bolzplatz sowie Sitzgelegenheiten im Schatten großer Bäume. Dennoch hat sich keine Aufenthaltsqualität entwickelt, die über diese Funktionen hinausgeht. Viele Anwohner*innen haben gegenüber der Politik wiederholt den Wunsch nach zusätzlichen Gastronomieangeboten – insbesondere am Jahnplatz – geäußert.
Nicht nur am Jahnplatz, sondern im gesamten Kernbereich von Vahrenwald fehlen ansprechende Gastronomieangebote wie Cafés oder Restaurants. Neben wenigen Kneipen und Eisdielen dominieren Lieferdienste, die keine wohnortnahe Aufenthaltsqualität schaffen. Wer als Vahrenwalder*in gemütliche Stunden außerhalb der eigenen Wohnung verbringen möchte, ist meist gezwungen in benachbarte Stadtteile wie die Nordstadt oder die List auszuweichen.Die Situation wird sich zusätzlich durch den geplanten Abriss des Gebäudekomplexes zwischen Rossmann und der Westfalen-Tankstelle an der Melanchthonstraße/Omptedastraße im Jahr 2026 verschärfen. Damit verlieren die letzte Pizzeria und die letzte Eisdiele im Quartier ihren Standort.
Insgesamt trägt der Mangel an zeitgemäßen gastronomischen Angeboten zu einer geringen Aufenthaltsqualität im Stadtteil bei. Ziel des Antrags ist es daher, durch die gezielte Ansiedlung neuer, attraktiver und vielfältiger Gastronomieangebote Vahrenwald deutlich lebenswerter zu machen und die Aufenthaltsqualität zumindest schrittweise an die vergleichbarer Stadtteile wie List oder Nordstadt anzugleichen.