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Die Verkehrswende erfordert individuelle Elektromobilität. Auch Mieterinnen und Mieter im Stadtbezirk müssen in die Lage versetzt werden, ihre Fahrzeuge aufzuladen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wie viele Ladepunkte mit welchen Ladeleistungen befinden sich jeweils in den fünf Stadtteilen?
2. Welcher Ausbau ist in den nächsten 1, 2 und 5 Jahren geplant?
3. Welche Chancen und Hindernisse sieht die Verwaltung im Stadtbezirk beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur?
Antwort:
Zu 1. Die Stadtverwaltung kann nur für die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur, die im Rahmen Konzession über die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Hannover durch enercity aufgebaut und betrieben wird, verlässlich Auskunft geben. Der Bestand ist unter www.enercity.de zu finden.
Die Informationen zu weiteren Ladeeinrichtungen entstammen den bekannten Portalen, in denen sich auch Elektromobilist*innen informieren, z. B www.google.de/maps, www.plugsurfing.com oder www.goingelectric.de/stromtankstellen. Deren Ladeleistung kann nicht verlässlich benannt werden. Im Folgenden steht AC für Wechselstrom, den die Normalladeeinrichtungen zur Verfügung stellen, DC steht für Gleichstrom und damit potenziell für Schnellladeeinrichtungen. Die Stecker- bzw. Steckdosentypen sind mit CCS oder CHAdeMO für Schnelllader und mit Typ 1, Typ 2 für Normallader oder mit Schuko für einfache Steckdosen bezeichnet.
Bornum:
im Rahmen der Ladeinfrastruktur-Konzession:
- Großmarkt Hannover, Am Tönniesberg 16/18, 2x 22 kW AC, Typ 2.
Mühlenberg:
im Rahmen der Ladeinfrastruktur-Konzession:
- Park+Ride Parkplatz Mühlenberger Markt, Treskowstraße 15, 2x 22 kW AC, Typ 2
sonstige:
- Stauffenbergplatz 1, 1x 50 kW DC, CCS, 1x 50 kW DC, CHAdeMO,
1x 22 kW AC, Typ 2; Betreiberin: ComfortCharge GmbH (Telekom-Tochter)
Oberricklingen:
im Rahmen der Ladeinfrastruktur-Konzession:
- Wallensteinstraße 17, 2x 22 kW AC, Typ 2
sonstige:
- Tillystraße 23, 1x 50 kW DC, CCS, 1x 50 kW DC, CHAdeMO, 1x 22 kW AC, Typ 2;
Betreiberin: ComfortCharge
- Göttinger Chaussee 83, 2x Typ 2, 2x Schuko, Betreiberin: vermutlich Edeka
Ricklingen:
im Rahmen der Ladeinfrastruktur-Konzession:
- August-Holweg-Platz, 1x 50 bis 150 kW DC, CCS
- enercity AG, Stammestraße 105, 2x 22 kW AC, Typ 2
- enercity AG Besucherparkplatz, Stammestraße 96, 3x 22 kW Typ 2
- Bürgeramt, Ricklinger Stadtweg 1, 2x 22 kW Typ 2
Wettbergen:
im Rahmen der Ladeinfrastruktur-Konzession:
- Auf dem Sohlorte, 2x 22 kW AC, Typ 2
- Tresckowstraße 59 (bei hanova), 2x 22 kW AC, Typ 2
sonstige:
- Autohaus Lambrecht, Ringstraße 18, 1x 3,7 kW AC, Typ 2
Zu 2. Die konkrete Planung für das Stadtgebiet ist zunächst weitgehend abgeschlossen. Im kommenden Jahr werden die Stadt und enercity ggf. über Standorte für weitere öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur verhandeln.
Der Stadtbezirk liegt im Suchraum für ein vom Bund gefördertes DC-Schnelllade-Hub mit 12 Ladepunkten. Weitere 4 AC-Ladeeinrichtungen mit jeweils 2 Ladepunkten sind derzeit Teil zweier Ausschreibungen. Im Stadtbezirk wird hanova 4 halböffentliche Ladepunkte errichten, auf städtischen Besucher*innen-Parkplätzen werden weitere 4 Ladepunkte ausgeschrieben.
Zu 3. Die öffentliche Ladeinfrastruktur kann Anreize für die Elektromobilität schaffen.
Sie wirft in der derzeit angebotenen Menge jedoch keine Gewinne ab. Wenn nicht privatwirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle entstehen, bleibt die öffentliche Ladeinfrastruktur von öffentlicher Förderung abhängig.
Chancen beim Aufbau der Ladeinfrastruktur ergeben sich dann, wenn privatwirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle entstehen und nachziehen. Weitere Chancen ergeben sich zudem bei der Ausstattung von Garagenhöfen, Tiefgaragen und Stellplatzanlagen mit Ladeinfrastruktur.