Antrag Nr. 15-1904/2025:
Informationskampagne zum Umgang mit Alttextilien und Gebrauchtgegenständen

Inhalt der Drucksache:

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Informationskampagne zum Umgang mit Alttextilien und Gebrauchtgegenständen

Antrag

Der Stadtbezirksrat beschließt:
Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit Aha und interessierten gemeinnützigen Organisationen eine – möglichst mehrsprachige - Informationskampagne zum Umgang mit Alttextilien und Gebrauchtgegenständen bzw. Sperrmüll im Stadtbezirk zu entwickeln und dem Bezirksrat spätestens bis März 2026 vorzustellen. Folgende Punkte sind dabei zu berücksichtigen:

1. Verstärkte Werbung und Information zur Sammlung von Alttextilien über die Wertstoffhöfe von Aha sowie für bzw. über die Organisationen im Stadtbezirk, bei denen saubere und noch funktionsfähige Gebrauchtgegenstände direkt abgegeben werden können.
2. Verstärkte Werbung und Information zur Abholung von Sperrmüll oder Rücknahme über die Wertstoffhöfe von Aha sowie für bzw. über die Organisationen im Stadtbezirk, bei denen saubere und noch brauchbare Gebrauchtgegenstände direkt abgegeben werden können.
3. Prüfung der Wiedereinführung von festen Abfuhrterminen für Sperrmüll – zumindest in bestimmten kritischen Quartieren.
4. Informationskampagne zu "Fast Fashion" und die Folgen in Zusammenarbeit mit den einschlägigen Kinder- und Jugendeinrichtungen im Stadtbezirk.
5. Es wird geprüft, ob der freiwerdende Platz auf den Wertstoffinseln für zusätzliche Altpapiercontainer genutzt werden kann.

Begründung

Überfüllte Alttextilcontainer führten im gesamten Stadtbezirk zunehmend zu vermüllten Wertstoffinseln. Entsprechend stieg die Zahl der Beschwerden aus der Bevölkerung kontinuierlich. Daher hat die Stadtverwaltung nun beschlossen, ab November 2026 schlicht alle Altkleidercontainer auf den Wertstoffinseln abzubauen. Es ist zu befürchten, dass der Großteil der Alttextilien nun überwiegend zusätzlich in den Restmülltonnen landet! Eine EU-Richtlinie seit 2025 die getrennte Sammlung von Alttextilien verbindlich vor. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft und zur Vermeidung weiterer Vermüllung ist es dringend geboten, niedrigschwellige und mehrsprachige Aufklärung und Informationen über mögliche Abgabe- bzw. Annahmestellen bereit zu stellen – ggf. unter Einbeziehung von „social media“. Da auch die meisten Altpapiercontainer regelmäßig überfüllt sind, sollte der frei werdende Platz für entsprechende Sammelcontainer genutzt werden wo es nötig ist.